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 Ein Rudel entsteht...

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Neela
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Okt 01, 2009 6:03 pm

Neela blickte zu Fjarl als jener sie sachte anstubbste und streckte sich erneut ausgiebig. Sie vernahm seine Worte und begann zu überlegen was nun das richtige war. Auch sie selbst war der Meinung das Sanuye eine Pause gebrauchen konnte, denn ein nichts war störender als ein geschwächter Nachzügler, der dann nur unnötig aufhalten würde. Als schließlich die Timberwölfin selbst zu sprechen begann, rollt sich Neela auf den Bauch, hob den Kopf und blickte zu der jungen Wölfin hin. Hätte die Fähe ihre Gedanken bezüglich ihrer nicht vorhandenen Stärke bzw. Fähigkeiten laut ausgesprochen, so hätte Neela nur zu gerne ein paar Takte dazu gesagt. Denn schon Sanuyes bisheriges Verhalten hatte schon so manche Stärke bewiesen. Denn obwohl sie vielleicht schon müde und ausgelaugt war und den ganzen Tag lang herum gezogen war, hatte sie sich dann schließlich zwei völlig fremden Wölfen angeschlossen, und das bewies doch nun wirklich Größe.
„Nun, ich denke du hast dir eine Pause verdient. Du bist heute lang genug gelaufen und es ist wichtig das du neue Energie tankst, damit es dann mit neuer Kraft weitergehen kann. Das ist das sinnvollste“ sprach Neela und nickte bekräftigend zu ihren Worten.

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Dam

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Okt 01, 2009 9:21 pm

Dam hing die Zunge aus dem Hals.
Inzwischen wünschte er sich den vermaledeiten Fluss zurück. Erst gabs zu viel Wasser und nun zu wenig.
Plötzlich riss ihn ein Heulen aus seinen Gedanken. Überrast hob er den Kopf. Vielleicht konnten ja noch mehr entkomen seien und nicht nur er. Ohne weiter nachzudenken machte er sich auf den weg und folgte diesem süßem Ton der ihm Heimat und Geborgen versprach. Erst als noch andere Wölfe mit einstimten, ging ihm auf das er sich vieleicht in dem Revier eines anderen Rudels befand. Diese Erkentnis überfiel ihn siedent heiß und der kleine Springinsfeld wurde automatisch langsamer.
Er musste es wohl darauf ankommen lasen.
In der langsam aufgehenden Sonne konnte er entfernt 2 dunkle Flecken ausmachen. Ok aus seinem altem Rudel waren die schonmal nicht dafür waren die viel zu groß. Dam ging trotzdem auf sie zu. Er würde es wohl drauf ankommen lasen müssen.
Vorsichtshalber klemmte er seine Rute zwischen die Beine und senkte unterwürfig sein Haupt, immerhin war ja hier Gast. Auserdem hatte er das Gefühl das er in einem der gigantischen Mäuler verschwinden könnte.
Jetzt konnte er nur noch abwarten wie die beiden auf den Eindrinling reagieren würden. Ein bischen seltsam fand er es schon daß es nur 2 Wölfe sind jedoch war er wegen ihrer Größe dermasen eingeschüchtert das er darauf nicht weiter achtete.


Eve: ich hab mir mal das recht genommen es zusammen zu fassen ^^
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Eleazar

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Okt 02, 2009 2:38 pm

[Kannst du das nicht in einen Post fassen Dam? Das währe einfacher zu lesen und kein "Spam" oder postflood..... Währe besser es in einen zu packen. 2. Welche beiden großen meinst du? Zar und Shenna? Eve udn Evil oder zwei der anderen?]

Zar wartete eine längere Zeit als das Heulen von Eve endlich erklang. Sie würde also zu ihm zurück kommen gut dan würde er warten.. Wie es chien hatte sich die Suche erledigt und der Alpha war auch somit gefunden also würde er nun hart darana rbeiten sein ziel zu erreichen... Er hatte ein Ziel und er wollte es erreichen. Er hatte das richtige Alter,, erfahrung und viel Erfahrung im Umgang mit Wölfen und Kampf.... Würde das reichen? Er würde sich nur den Alphas unterordnen... Sein Stolz verbot ihm mehr.... Er wusste, dass es komsich war aber so war er nunmal.. Eve und Evil waren die Alphas und Shenna und Zar im moment das Rudel aber es waren ncoh andere Wölfe in der gegend er roch es....

((sorry ich weis is wenig aber mehr fiel mir nciht ein ich kann ja nur warten))
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Tyron

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Di Okt 06, 2009 8:44 pm

„Dich wird ohnehin kein anderer nehmen“, konterte der etwas größere Rüde mit einem breiten Grinsen, während es in seinen klaren Augen schalkhaft glitzerte. „Nimm es also als Ehre, dass ich dich erwählt habe!“ Beinahe könnte man meinen, die Worte, die aus der Kehle des Wolfes drangen entsprachen der Wahrheit, denn es hatte sich ein ernst- hochnäsiger Unterton in seine Stimme geschlichen, an deren Echtheit nur schwer zu zweifeln war. Das Grinsen hatte sich in eine Maske verwandelt – eine Maske, die wohl die Emotionen des Rüden verbergen sollte, doch schon nach wenigen Sekunden zerfiel das steinerne Mienenspiel und machte einem verträumten und zugleich amüsierten Gesichtsausdruck Platz, der durch ein Lachen hervorgehoben wurde, als sich die Fähe liebevoll an seiner Flanke rieb. Kaum hatte Dyani ihre Version von Tyrons Aussehen abgeliefert mischte sich der Rüde ein, um nun die Fähe an seiner Seite zu beschreiben.
„Du kannst dir Dyani genauso vorstellen, wie… wie man sie fühlt, wie man ihren Charakter, ihr Auftreten wahrnimmt.“ Der Wolf zögerte einen Atemzug lang, ehe er seinen Gedanken erneut Worte verlieh: „Ich denke sie ist dir sympathisch, nicht wahr? Diese Wirkung hat sie bei allen, selbst wenn sie sich dessen nicht bewusst ist, aber ihre herzliche Natürlichkeit lenkt alle Blicke auf sie – pardon, alle Sinne meine ich natürlich.“ Tyron ließ seine Nase kurz im dichten Fell der Fähe versinken, während er einen tiefen Atemzug tat. „Sie riecht unbeschreiblich gut. So süß und mit dem unterschwelligen Geruch von Blumen – als habe sie in einem Meer von Orchideen gebadet.“ Der Wolf ließ seine Schnauze schwer auf Dyanis Rücken fallen, wie um dafür zu sorgen, dass die Witterung der Fähe ihn gänzlich umgab. „Wenn du ihr in die Augen blicken könntest, würdest du zwei dunkelbraunen Seelenspiegeln begegnen, die rein, unschuldig und so unglaublich sanftmütig drein zu schauen vermögen. Doch auch wenn ihr tiefes Augenmerk im Spaße funkelt lockt es den Betrachter sich gänzlich in ihre warme Obhut zu begeben.“ Ein verträumtes Seufzen verließ Tyrons Kehle, der seine Schnauze nun etwas anhob, um mit ihr sanft die Konturen Dyanis nachzufahren. „Sie ist von schlanker Gestalt, meine kleine Elfe. Aber man sollte sie nicht verärgern, denn auch wenn sie ein harmonischer Geist ist, so besitzt sie Zähne.“ Die Schnauze des Wolfes war bei dem Kopf der Fähe angelangt, sodass er ihr nun zärtlich mit der Zunge über die Lefzen fuhr und so auch die letzten Spuren ihres Mahles tilgte. Tyron unterbrach sein Tun, um den begehrten Leib seiner Gefährtin einmal andächtig zu umrunden, ehe er seinen größeren Körper an ihren lehnte. „Und sie ist mein!“
Besitz ergreifend drängte sich der Rüde noch dichter an die Wölfin, während sich sein Augenpaar kurzzeitig etwas verengte und Tyron sich aufbaute. Als potentieller Rivale richtete sich die Aufmerksamkeit des Männchens auf Keenan, der sich noch immer am Fleisch gütlich tat. Doch auch die schwelende Eifersucht verließ den wachen Geist des Rüden beinahe sofort wieder, denn Tyron glaubte nicht wirklich, dass Keenan sein Konkurrent werden könnte. So besann sich der Wolf schließlich darauf, auf die andere Frage des Artgenossen einzugehen: „Die Umgebung… nun es ist sehr trocken, es ist nicht sehr viel Grün zu sehen, die Erde ist oftmals rissig und nur wenige Pflanzen wachsen hier.“ Die Beschreibung der Landschaft verlief deutlich kürzer, als das detaillierte offenbaren von Dyanis Aussehen – doch kein Wunder, schließlich hatte Tyron der Fähe sein Herz geschenkt und alles, was seine Augen sahen, war die Wölfin.
Ganz sachte legte der Rüde seinen Kopf etwas zur Seite, während er darüber nachsann, wann sie das Heulen anstimmen sollten? Wer würde es beginnen? Er? Dyani? Oder doch Keenan? Tyron war sich nicht sicher, wessen Rolle es wäre, jenes Zusammenspiel der Stimmen zu beginnen und so zögerte er damit.
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Eleazar

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   So Okt 11, 2009 10:27 pm

Eleazar hatte gewartzet und andere Heulen wahrgenommen. Waren es ander Wölfe? Ja es mussten noch mehr irgendwio sein. Allerdings lenkte ihn ein fremder Geruch ab. Sein Kopf und sein gesammter Massiger Leib drehte sich einmal herum und fixierte dan den Wolf dort drüben.... Zar knurrte leise wurde aber erneut aus seinen gedanken gerissen. Ein neuerliches Heulen aber diesmal von Eve erklang über die Ebene. Er verstand. Sie würde also mit dem Alpha hierhinkommen. Dan erst wand er sich dem Neuen zu.... Die Schritte des schwarzen bewegten sich Vorsichtig auf den neuen zu und seine Ohren waren aufgestellt und dennoch sein nackenhaar gesträubt... Er knurrte leise. Er schien noch sehr jung und unerfahren. So unterlies Zar sämtliche andere Drohungsversuche und blieb knapp 5 Meter vor dem neuen stehen...
"Sie an sieh an ein neuer... Wie heisst ihr ? Kann ich euch weiterhelfen fremder?"
Ertönte seine tiefe Stimme ehe er gen der Richtung sah, in der Eves Duftspur verschwand. Er hoffte, dass sie bald zurück sein würde. Es war doch ein besseres Gefühl zu wissen, das er auf sie achten kontne, wenn sie es auch nicht wollte. Er tat es ja doch. Naja zumindest war der Alpha nun aufgetaucht.. Schonmal positiv... Andere Wölfe würden Folgen. Der Rüde derweil spitzte die Ohren gen des Neuen und wartete ab, was er zu sagen hatte
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Dam

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mi Okt 21, 2009 3:13 pm

Da die anderen Wölfe auf sein auftauchen nicht weiter reagierten wurde Dam langsam nervös. Noch nervöser als er's sowieso schon war. Mit einem ungutem Gefühl im Magen scharte er mit einer Pfote im Dreck. Erwarteten diese beiden dunklen Riesen etwa das er das Wort als erster Ergriff?
Dam blickte endlich auf
OK jetzt darfs ich nicht verbocken. Am besten ich stelle mich erstmal vor und bitte um Aufnahme oder zumindest freies Geleit in ihrem Revier
Langsam öffnete Dam sein Maul...
„Hlominamisganakvrdamwatlprchia...”
Dam brach frustriert ab. Irgendwie wollte seine Zunge einfach nicht so wie er wollte. Zu Hause war ihm das nie passiert. Mit einem mal überfiel eine Welle des Heimwehs...
Sein Blick senkte sich wieder während sich trauer in seinem Herzen breit machte.
Seine trauer kanalisierte sich in einem Säuftzen.
Übergangslos wende er sich an die anderen Wölfe. Solten sie ihn doch töten, auch egal schlimmer konnte es eh nicht werden.
„ Mein name ist... Dam.” ,soweit ging sein Vertrauen dann doch nicht das er ihnen seinen wahren Namen verraten würde und Dam schien ihm eine gute Idee. „Ich wurde von meinem Rudel getrennt und bin in ein fremdes Land geraten. Bei meiner suche bin ich in euer Revier geraten. Ich bitte darum es gefahrlos passieren zu dürfen.”
Er würde sich wie ein Verräter vorkommen wen er sie jetzt um Aufnahme bitten würde, er sollte vielleicht doch lieber nach seinem Rudel suchen, obwohl die Chancen sie zu finden verschwindent gering ist.
Auch wusste er das selbst wen er sie finden würde es niemals so werden wird wie früher.
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Keenan

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Okt 26, 2009 10:44 am

Keenan hatte nun vom Kadaver abgelassen und sich ganz an Dyani gewand. Sie sprach von den beiden Gefährten als mexikanische Wölfe. Ja, auch die Farben waren Keenan geläufig. Noch. Werde ich Farben vergessen? Das satte Grün der Blätter im Frühling? Das Himmelblau? Das Blutrot, welches den Sieg vermittelt und die Sonne im Horizont versenkt? Werde ich all diese Farben, all diese Erinnerungen vergessen? Wird nur noch die Dunkelheit sein? Und ich der Ursprung? Das kann es doch nicht gewesen sein. Ich kann die Farben sicherlich nicht vergessen. Wie auch? Ich habe alle Farben in meinem herzen. Diese Wölfe sind naturfarben. So wie ich. Doch auch dunkel bin ich. Glaub ich. Eigentlich müsste ich ja shwarz sein. Wenn ich so an mir heruntersehe... Schwäre ist nun alles, was ich erblicke. Keine Farben. Doch ich kann sie mir vorstellen. Und ich werde immer fragen. Wie seht ihnr aus? Welche Farbe hat diese Blume? Ist der Himmel schon erdunkelt? All dies werden Dyani und Tyron mir beantworten. Silver, was siehst du? Siehst du auch nur die Schwärze? Bist auch du gefangen in der Dunkelheit des Todes? ich wünsche dir viele Farben. Ich zumindest werden versuchen die Farben in meiner Erinnerung zu halten und auf nicht erkennbare Objekte und Wesen zu projezieren. Tyron ist braun, hell, schwarz, rot. ok. Der Rüde stellte sich Tyron nun so vor, wie Dyani ihn beschrieb. Naturfarben eben. Und groß, doch nicht so groß wie er selbst. Keenan hörte Dyanis freudiges hecheln und würde liebendgern mit ihr spielen. Doch er musste noch so viel lernen, bevor er spielen konnte. Als Tyron zu sprechen begann wendete Keenan sein blindes Augenmerk zu sener Stimme. Sie war ganz nah bei Dyani und Kee hörte das Fell der beiden bei der berührung leise rascheln. Tyron beschrieb sehr ausführlich. Keenan konnte sich Dyani genau vorstellen, mit der zierlichen Figur und den Langen Beinen. Mit den Freundlichen und liebevollen Augen. Auch Tyron hatte seiner Meinung nach sicherlich freundliche und liebevolle Augen, besonders wenn er Dyani musterte. Kee lächelte leicht, er bildete sich seine eigene Welt im Kopf. Auch beschrieb Tyron die Umgebung. Trocken, wenig Pflanzen. Noch vor vielleicht gerade mal einer Stunde hatte er diese Umgebeung mit eigenen augen gesehen. den trockenen, ausgedörrten Boden, der immer wieder verschwamm. Keenan blinzelte. Doch trotzdem blieb alles schwarz. So wie eben auch.
Als Tyron geendet hatte und sagte, dass Dyani seines wäre, konnte Keenan sich ein Grinsen nicht verkneifen. Das paar von den bunten, mexikanischen Wölfen war unglaublich süß zusammen, doch Keenan spürte auch Tyrons Eifersucht. Als ob er jemals eine Konkurrenz sein würde. Würde er auch gar nicht sein wollen. Warscheinlch würde Dyani so etwas wie seine Schwester werden und Tyron sein Bruder. Und man verliebte sich nicht in seine Geschwister. "ich danke euch, ich kann mir viel besser vorstellen, wem ich gegenüberstehe. die Umgebung hab ich vorher gesehen, da sah sie noch genauso aus. Aber ihr habt nun ein fest eingebranntes Bild in meinem Kopf. Ich hoffe es weicht nicht all zu sehr von der Wirklichkeit ab." Der Rüde lächelte. Es würde sich schon alles fügen. Keenan jedenfalls wedelte nun mit der Rute und trat einen Schritt näher an die beiden Wölfe heran, ehe er sich auf die Hinterläufe niederließ. Dann bog er abermals den hals nach oben, legte den ledierten Kopf ins genick und schloss die Augen. Es änderte sich nichts an der Dunkelheit. Dann begann der das gemeinsame Heulen. Ein intensiver Ton bahnte sich seinen weg aus der Lunge, durch den leicht geöffneten Fang und dann in den Himmel empor. Er wurde lauter und von sehr tief zu hell für einen Rüden. EIne melodie gab er dem Heulen mit und wartete dabei darauf, dass Dyani und Tyron mitmachen würden und dem anderen rduel eine Botschaft zukommen lassen würden. Mit Sicherheit wurden sie zumindest schon einmal gehört...
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Shenna

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Okt 30, 2009 9:56 pm

Shenna blickte verträumt in die Ferne, als sie jedoch den Duft eines Fremden in die Nase bekahm, wante sie sich in einer fliessenden bewegung um. Die Schwarze Fähe trat neben Zar, ebenso wie er hatte sie die Ohren und das Nackenfell aufgestellt. Ihre Augen blitzten Misstrauisch, dennoch würde sie Zar das Sprechen überlassen, schliesslich war er schon länger hier. Als der fremde ein unverständliches gelabere von sich gab zuckte jedoch ein lächeln um den Fang der Fähe, er schien ziemlich verunsichert zu sein. Shenna sah zu Zar, dann blickte sie über ihre Schulter in die Richtung in der die Alphera verschwunden war. Bald würde sie ihren Alpha kennenlernen...Shenna wünschte die Alphera wäre schonhier, schliesslich war es ihre entscheidung was mit dem Fremdling geschah. Ihr blick musterte nun wieder den Fremden, und würde wohl auch vorerst auf ihm liegen bleiben.
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Eleazar

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   So Nov 01, 2009 10:05 pm

Eleazar zuckte mit der Augenbraue, als der fremde den Fang aufmachte und nur Kauderwelsch zum Vorschein kam. Er sah den fremden leicht schief und leicht kühl an aber ansonsten blieb seine Haltung unverändert. Als der Rüde dan ein zweites mal ansetzte kontne man auch die Worte endlich verstehen. Er spielte leise mit den Ohren und lies sich die Worte durch den Kopf gehen. Der fremde wollte das Revier passieren? Nun sein Revier war es nciht. Da musste Dam schon auf die Alphas warten.
"Nun Dam.... Meinetwegen kannst du das Land gerne passieren aber ich schlage dir vor auf die Alphas zu warten. Sie müssten bald wieder hier sein. Ich bin übringends Eleazar und die hübsche Fähe neben mir kann sich selbst Vorstellen."
Meinte er und sah mit einem grinsen im Gesicht zu Shenna. Dennoch war ihm ihre Beschreibung etwas Peinlich. Naja man konnte nicht alles zurückhalten. Er grinste erneut. Die Unsicherheit des Fremden amüsierte ihn auf eine weise, auf eine andere fand er es schade.
"Oh keine Angst ich beisse nciht genausowenig wie die nette Dame. Zumindest solange nicht wie uns keiner beisst."
Er zwinkerte dem fremden kurz zu und nahm dan seine gemütliche Haltung ein, was ihn um gut einen Kopf kleiner machte.

Er lauschte... Da ertönte wieder ein fremdes Heulen. Seine Ohren spitzten sich. Es mussten noch andere Wölfe hier sein irgendwo......
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Evil

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   So Nov 08, 2009 11:37 pm

Sie hatte ihm tatsächlich eine Gelegenheit gegeben sich endlich auf seine prachtvoll langen Beine zu schwingen und nahezu zeitgleich ihrer Sehnsucht nach Körpernähe niemals Herrin zu werden, denn kaum spürte er wieder den rissig trockenen Boden unter seinen Pfoten, hatte sie sich bereits dicht an ihn geschmiegt, um sein mit verschiedensten Farben durchflochtenes Fell zu spüren, das nun herrlich, wie auch harmonisch mit seinen Muskeln zuckte. Ein stetiger Tanz, der ihn dazu verleitete seinen Kopf in die Höhe zu heben und mit hoch erhobener Rute auf sie hinab zu sehen. Das sie dabei mit Ehrlichkeit geprägt war und direkt mit der Tür ins Haus fiel, das hatte Evil nicht erwartet, denn kaum hatte sein Herz einen rhythmischen Takt angenommen, der von Ruhe erzählte, durchfuhr es ihn wie ein getroffener Blitzschlag an einem schwülen Sommertag, als sie erwähnte, dass sie trächtig war.
Er hatte schlagartig inne gehalten, um ihr nahezu regungslos entgegen zu starren. Ihre kurzen Bemühungen - die heißen Liebesnächte, ihr zärtlich herber Beischlaf hatte Früchte getragen und es erfüllte ihn mit vollem Stolz, als sie so freudig davon berichtete. "Wir werden also Eltern?" Wiederholte er ein wenig leiser, als wollte er sicher gehen, dass er sich auch ja nicht verhört hatte. Scheinbar musste sein kluger Schädel erst einmal akzeptieren, das ihn nun die Verantwortung zur Rechenschaft ziehen würde. "Ganz ehrlich -" Dabei schwoll seine schnell atmende Brust nur noch mehr an. "Bei meinem Prachtkörper habe ich ja wohl auch nichts anderes erwartet." Er lachte nicht einmal frei heraus über seine Kaltschnäzigkeit. Der junge Rüde war einfach viel zu sehr von sich überzeugt und hatte ihr sogleich ein wenig beschwichtigender die kalte Nase gegen die Schnauze gedrückt. "Ha, kaum zu glauben, oder? Bin ich einmal nicht da, passieren wundersame Dinge." Doch da schien ihn nicht einmal mehr die Tatsache aus den Fugen zu reißen, dass sie mehr Aufgaben zu übernehmen hatten, als eine tollwütige Meute Welpen zu erziehen. Sie, seine Eve, war zu einer Alphafähe herangewachsen und hatte sich tatsächlich Wölfe unter den Nagel gerissen, die ihnen bedingungslos folgen würden. Wäre er nicht dieser staubtrockene Humorliebhaber, so hätte er wahrscheinlich voller Ironie darüber gelacht. "So wundersam, dass ich nicht nur Papa, sondern bestenfalls auch noch Alpharüde bin. Vielleicht sollte ich öfter mal verschwinden, wenn ich scheinbar immer mehr Macht bekomme? Was sagst du dazu?"
Da konnte er sich schon gar keinen Witz verkneifen und hatte sich bereits in Bewegung gesetzt, denn die Frage des fremden Wolfes hatte ihn in Aufruhr versetzt. Er wollte sehen mit wem er es zutun hatte. Für ihn stand immerhin schon fest, dass er eine führende Rolle übernahm, die man ihm zu seinen Welpenzeiten längst schon einmal zugeteilt hatte und ihn letztendlich dennoch überging. Er war nun umso skeptischer.
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Dyani

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mi Nov 11, 2009 10:15 pm

„Mich würde eh kein anderer nehmen?“ Dyani hat eine wirklich schwer definierbare Miene aufgesetzt. Trotz ihrer stolz geschwellten Brust und ihrer kerzengeraden Haltung, wirkt sie anmutiger denje. Es ist schwer zu sagen ob der Rüde sie nun ernsthaft verletzt, oder sie das ganze nur als Neckerei aufgefasst hat. „Nun...“ beginnt sie schließlich quälend langsam, mit einer recht desinteressiereten arroganten Stimmlage: „Wenn das so ist, werde ich mich wohl andersweitig umschauen.“ Sie tapst ein paar Schritte abseits, legt sich auf ein weiches Fleckchen Moos und wälzt sich genüßlich auf diesem herum. Sie blickt in die Richtung der beiden Rüden und schleckt sich laaaangsam über die rechte Vorderpfote. Sie spricht mit einer gespielt entzückten, vielleicht auch etwas anzüglichen Stimme, während sie auf dem Rücken liegt und ihren gesamten Bauch freigibt: „Ich werde ja sehen ob mich -wirklich- kein anderer Rüde will“.
Als Tyrons Stimme erneut ertönt und er Dyani so wunderbar beschreibt, erweicht ihr harter Kern sogleich wieder und es fällt ihr schwerer die kalte Miene bewahren. Innerlich schmilzt sie dahin wie Butter und am liebsten hätte sie ihren frechen Gefährten wild abeschleckt, aber seine Worte waren wirklich ein wenig verletzend gewesen und ihrer Meinung nach, hatte er ihre abweisende Reaktion einfach verdient.
Auch die junge, mexikanische Wölfin erhob ihre klare, angenehme Stimme erneut und stimmte in Keenans Geheule mit ein. Und wieder durchströmte ein unbeschreibliches Gefühl der Zusammengehörigkeit ihren zarten Leib und zwang sie förmlich dazu noch lauter und intensiver mit den anderen beiden Rüden zu heulen.
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Eve
Alpha
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Nov 12, 2009 6:06 pm

Das weiße Geschöpf hatte seine Ohren aufgestellt und so lauschte die bleiche Kreatur den Stimmen, die in der Ferne erklangen. Tatsächlich konnte die Fähe nun weitere, unbekannte Stimmen vernehmen – Stimmen, die leichte Besorgnis in ihr weckten, aber zeitgleich auch den Drang nachzuprüfen und sicherzustellen, dass von jenen anderen Wölfen keine Gefahr drohte. Keine Gefahr für ihre ungeborenen Jungtiere, keine Gefahr für ihren Gefährten, welchen sie nicht mehr aus ihrem aufmerksamen Blick lassen wollte und auch keine Gefahr für die beiden schwarzen Artgenossen, die sie zwar noch nicht lange kannte und auch nicht zwangsläufig Vertrauen entgegenbrachte, aber trotzdem schon Bedeutung gewonnen hatten. Je mehr Atemzüge die Wölfin tat, desto mehr schien sie in ihre Rolle als Alphawölfin hineinzuwachsen – selbst wenn sie in ihrer unermesslichen Freude kurzzeitig Eleazar und Shenna vergessen hatte.
Schließlich drehte das Weibchen ein Ohr in die Richtung ihres Partners, sodass sie ihre Aufmerksamkeit geschickt zwischen den fernen Lauten und den Worten, die die Kehle Evils verließen, aufteilen konnte. Ihr hübsches Augenmerk harrte auf der prächtigen Gestalt des Rüden und eine spürbare Wärme herrschte in dem Blick, den sie ihm schenkte vor, selbst wenn in den Tiefen des lebendigen Bernsteins eine Wut schwelte, die jederzeit gleich einem Vulkan ausbrechen könnte. Ein nicht zu verachtender Teil in ihrem Bewusstsein hätte nun nur zu gern erneut den Gedanken an die beiden Schwarzen und die fremden Stimmen verdrängt und die vertraute Zweisamkeit genossen, aber ein anderer Teil in der Wölfin, ließ dem bleichen Wesen keine Wahl, als die Entscheidung zu treffen sich nun besser auf dem Weg zu dem Rest des Rudels zu machen, bevor die Unbekannten eventuell zu einem Problem werden könnten.
Tatsächlich war es aber Evil, der der Wölfin zuvor kam, denn kaum hatte ein Scherz seine Kehle verlassen setzte sich der kräftige Rüde schon in Bewegung und die Fähe konnte ihm deutlich ansehen, dass Aufregung das Männchen ergriffen hatte. Eine Spannung, die sie bereits an der gesamten Körperhaltung Evils erkennen konnte. Lautlos folgte die Weiße dem Mischfarbenen und als sie ihn wieder erreicht hatte schnappte sie spielerisch nach seiner dichten Halskrause. Auch wenn sie liebend gern auf seinen Witz eingegangen wäre, saßen der Schrecken, die Verzweiflung und vor allem die brodelnde Wut über sein Verschwinden noch zu tief. So waren ihre folgenden Worte von einem Gemisch aus Emotionen durchwoben, das unklar machte, ob sie nun doch im Schalk oder im Ernst antwortete. „So verlockend das auch scheinen mag, bezweifle ich, dass dir noch mehr Macht zuteil werden wird, solltest du dich als Widerholungstäter erweisen.“ Eve zog ihre Lefzen in Gestalt eines Grinsens nach oben – oder zeigte sie etwa warnend ihre Fänge? „Ich werde nämlich nicht zulassen, dass du noch einmal verschwindest.“ War das ein leises Lachen, oder doch ein Knurren aus tiefster Kehle?
Eve zweifelte nicht daran, dass Evil die Position als Alphawolf erlangen würde – schließlich hatte Eleazar zwar auf sie den Eindruck eines sehr dominanten und körperlich kräftigen Wolfes gemacht, aber in ihrem Inneren mahnte keine leise Stimme, dass es anders kommen könnte. Evil, als ihr Gefährte und Vater der noch ungeborenen Welpen würde ganz einfach den höchsten Rang neben ihr innehaben. Er hatte die innere Stärke dafür, er besaß Führungsqualitäten und auch wenn er manchmal zu sehr von sich selbst überzeugt war, wusste die Wölfin, dass er seine Sache gut machen würde. Und falls nicht – nun, dann würde die Fähe ihm einfach noch ein paar Manieren beibringen und das, obwohl sie selbst nicht die umgänglichste Kreatur war. Mit blitzenden Augen blickte sie ihren Partner an, ehe ihr weißer Leib von dem grünen Busch am Rande der Lichtung verschlungen wurde und die Wölfin sich einen Weg in die Richtung bahnte, aus der sie gekommen war. Eve beeilte sich nicht, aber man konnte auch nicht behaupten, dass sie trödelte. Stattdessen hatte sie ein angenehmes Tempo angeschlagen, bei dem die Geschmeidigkeit und Eleganz sichtbar wurde, die ihr ihre langen Glieder verschafften. Neben jener Grazie wurden ihre Schritte von einer undeutlichen Vorsichtigkeit begleitet, die daher rührte, dass sie sich der leichten Wölbung ihres Körpers bewusst war und so natürlich jeden einzelnen Meter bedächtig bewältigte.
Und jeder Meter, jede Rutenlänge brachte die Trächtige näher zum Fluss, bei dem die anderen Wölfe warteten.

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Tyron

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Nov 12, 2009 10:48 pm

„Nun, solange wir in deinem Bild nicht drei Köpfe, oder Hörner haben wird es schon stimmen.“, gab Tyron leicht belustigt zurück. Die Ohren des Wolfes waren aufmerksam gespitzt, denn das Geschöpf wollte nichts verpassen. Bestürzt registrierte der Rüde mit einem Blick auf seine Liebste, dass seine Neckerei offenbar nicht vollständig von der Wölfin als frecher, aber nicht böswilliger Schalk aufgenommen worden war. Die Überlegung, welcher von ihnen das Geheul anstimmen sollte wurde von der Notwendigkeit verdrängt die Wölfin milde zu stimmen, oder sich gar bei ihr für seine vielleicht zu harte Wortwahl zu entschuldigen. ’Ich hoffe… sie hat das doch nicht ernst genommen, oder doch?’ Aber noch bevor der Wolf tatsächlich etwas Entsprechendes formulieren konnte, um Dyani zu besänftigen hatte der etwas größere Rüde bereits seinen Kopf in den Nacken gelegt und seine Stimme zum Jaulen erhoben.
Der intensive Ton drang in den mexikanischen Wolf ein und brachte etwas in seiner Seele zum Klingen, wie erstarrt stand Tyron da und lauschte mit angehaltenem Atem. Wie von selbst richtete sich das Männchen etwas auf und ließ seine Augenlider herabsinken, als sich die zarte klangvolle Stimme Dyanis mit der des Artgenossen vermischte. Die Dunkelheit, die sich des Rüden bemächtigte ließ ihn kurz schaudern, denn genau diese Finsternis musste wohl den armen Keenan gefangen halten. ’Ob er wohl jemals wieder etwas sehen wird? Wird es die Schwärze sein, die ihn bis zu seinem Lebensende begleiten wird?’ Nachdenklich öffnete das Raubtier seine Augen, um die auf Tyron einströmenden Farben zu genießen. Ein Lächeln nistete sich in seinen Seelenspiegeln ein, während er sein Begleiter betrachtete und schließlich ebenfalls sein Haupt in den Nacken legte, den Fang öffnete und das Geheul der beiden vervollständigte. Es war schön, unglaublich schön mit den beiden Wölfen zu heulen, denn Tyron spürte, wie die verschiedenen Klänge tief in seine Glieder fuhren und seine Seele vibrieren ließen. Die Stimme des Rüden war weder sonderlich hoch, noch tief, jedoch barg sie ein stilles Selbstbewusstsein und einen Pol der Ruhe und Gelassenheit in sich, die seinesgleichen suchte.
Er fühlte sich wohl. So wohl, wie er sich seit langer Zeit nicht mehr gefühlt hatte. Denn schließlich wusste er Dyani als seine Gefährtin an seiner Seite und somit in Sicherheit. Tyron wusste nicht, was mit Ciaran war und im Augenblick kümmerte es ihn nicht – obwohl in seinem Hinterkopf eine leise Stimme mahnte, dass er seine Schwestern und Freunde nicht vergessen sollte. Nach einigen Herzschlägen einträchtigen Jaulens ergänzte der Rüde einen Satz für die fernen Artgenossen, die das gemeinsame Lied ebenfalls vernehmen würden: „Seid gegrüßt! Wir sind in friedlicher Absicht unterwegs!“ Statt gespannt inne zu halten ließ sich Tyron wieder in das wortlose Heulen herabsinken – er wollte nicht verstummen, zu schön, zu wundervoll waren die Emotionen die damit einhergingen.
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Fjarl

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   So Nov 22, 2009 6:44 pm

[Da Fjarl mir (Eve) geschrieben hat, dass er nicht mehr mitmachen möchte/kann habe ich mir einfach die Freiheit genommen sein Ableben zu formulieren.]

Der dunkle Rüde blickte mit einem nachsichtigen Lächeln in den Augen zu Sanuye, ehe er auf die Wölfin zutrat und sein Haupt auf die Höhe ihrer Läufe herabsinken ließ. Sein Augenmerk harrte auf den klaren Seelenspiegeln der Fähe, während seine schwarze Nasenspitze die wunden Pfoten beinahe berührte. „Es ist schon in Ordnung“, murmelte der Schwarze besänftigend. „Außerdem würdest du uns viel mehr aufhalten, wenn du jetzt mit uns weiter ziehst und unsere Geschwindigkeit drosselst – viel besser ist es, wenn du dich jetzt ausruhst und wir dann alle gemeinsam mit neuer Energie getankt losgehen.“ Zusätzlich musste der 7-Jährige in Gedanken hinzufügen, dass seine alten Knochen ihm ein wenig zu schaffen machten, wie so oft, wenn der Morgen anbrach.
Nachdem sich Neela demonstrativ hingelegt hatte, tat es der Rüde ihr schließlich gleich, sodass sich das schwarze Geschöpf alsbald neben die Fähe gelegt hatte und darauf wartete, dass sich Sanuye ebenfalls niederließ. Als sie sich den beiden anderen Wölfen anschloss, platzierte Fjarl seinen von Narben gezeichneten Kopf auf den ausgestreckten Vorderpfoten. So verging die Zeit. Sekunde reihte sich an Sekunde. Minute an Minute und eine Stunde folgte auf die Nächste. Fjarl hatte dabei ohne es besonders abgesprochen zu haben die Position des Wächters eingenommen: er war es, der wach blieb und dessen Ohren bei jedem ungewöhnlichen Geräusch zuckten. Und so kam es, dass der Rüde tatsächlich am Abend aufschreckte! Ein Laut war an sein empfindliches Gehör gedrungen und hatte dafür gesorgt, dass ein leichtes Zucken durch den Körper des nachtschwarzen Tieres ging, dessen Schnauze sich bereits gräulich gefärbt hatte.
’Was ist das?’ Die Nase des Rüden wurde witternd in die Luft gestreckt und als das im Liegen nicht ausreichte erhob sich das Geschöpf möglichst lautlos, denn er wollte die beiden Wölfinnen nicht wecken, die im Laufe der Stunden tatsächlich Ruhe gefunden hatten. ’Ich werde mal nachsehen. Sollte ich sie wecken?’ Besonders intensiv harrte der Blick Fjarls auf der weißen Fähe, ehe er schließlich andeutungsweise den Kopf schüttelte und sich dagegen entschied. Maßgeblich für seine Entscheidung war die Witterung, die in seine Nase gestiegen war: der Geruch von Eluen. So glaubte der Wolf jedenfalls. ’Wie kann das sein? Eluen? Meine Tochter? Was macht sie hier? Ist sie es wirklich?’ Verwirrt, ungläubig und mit einer tiefen Freude, die sich mit Scham vermischte, dass er nur aufgrund gekränkten Stolzes gegangen war, lief der Schwarze in die entsprechende Richtung. Ließ Neela und Sanuye ruhend zurück, schließlich glaubte der Wolf nicht daran, dass seine Tochter eine Gefahr für sie darstellen könnte. Entschlossen verfolgte der Ältere die Spur, doch als er den Ursprungsort erreichte war Eluen nicht da. Fjarl erkannte, dass er sich getäuscht hatte. Dass der Geruch des Wolfes zwar dem der jungen Fähe ähnelte, aber trotzdem eine gänzlich andere Note hatte. Eine herbe, maskuline Note.
Fjarl stand dem Ungeheuer aus Dyanis und Tyrons Vergangenheit gegenüber: Ciaran. Ein grauschwarzes Monstrum, dessen Leib von vielen Narben bedeckt war und von Muskeln nur so strotzte. Die tückisch funkelnden Augen des fremden Rüden maßen den alternden Wolf herablassend. Plötzlich raschelte es in den Sträuchern hinter Fjarl und der Dunkle wirbelte herum; es waren weitere Wölfe aufgetaucht, jedoch waren sie im Gegensatz zu Ciaran nicht ganz so massig, oder groß. Zudem war ihr Fell ein buntes Gemisch aus allen möglichen Farben. Es waren mexikanische Wölfe. „Was wollt ihr?!“ Warnend gesellte sich ein tiefes Knurren in die Stimme Fjarls, der sich sichtlich unwohl in der Situation führte und sich lieber auf Ciaran fixierte, als auf die Untergebenen. Der Angesprochene fletschte die Zähne, ehe er einen düsteren Halbkreis um den Schwarzen zog. „Sag mir, Alter, du riechst nach Weibchen… wo sind sie? Ist mein geflohenes Vögelchen vielleicht unter ihnen? Mh?“ Als Fjarl nicht sofort antwortete schnappte Ciaran nach ihm und versenkte seine Zähne im Hals des älteren Wolfes, der sofort versuchte sich zu wehren, aber bald schon erkannte, dass er sich so nur noch mehr Schaden zufügen würde, als wenn er still hielte. „W-was soll das?! Lasst los! Ich weiß gar nicht was ihr von mir wollt!“
„Informationen, dummer alter Wolf. Ich suche nach meinem Schatz, nach meiner Auserwählten. Sie heißt Dyani, ein Traum jedes Wolfes, der auch nur ein bisschen was im Hirn hat.“ Die drei mexikanischen Wölfe fingen leise an zu glucksen, beinahe könnte man meinen, dass jene Kreaturen eher Hyänen glichen, als den stolzen Wölfen, die sie vielleicht einst mal gewesen waren. „Ich kenne keine Dyani!“ Mit einem Knurren festigte Ciaran den Biss an der Kehle des Halses, sodass Fjarl vor Schmerz aufjaulte. „Argh..“
„Und wie sieht es mit Tyron aus? Bist du dem widerspenstigen Feigling begegnet? Dem Wurm unter meinen Pfoten? Diesem Traumtänzer! Pah! Bist du ihm begegnet? Sag schon, Alter, oder sollen wir erst mal zu deinen beiden Wölfinnen gehen und ihnen zeigen, wie sich ein richtiger Wolf verhält, hm? Sollen wir ihnen vor deinen Augen offenbaren was ein Rüde ist?“ Fjarl begann zu knurren und versuchte seinerseits, trotz des Kehlenbisses auf Ciaran loszugehen, denn er konnte nicht zulassen, dass diese Kreaturen zu Sanuye und Neela gingen. Er konnte und durfte nicht! Nein! „Das werdet ihr nicht tun! Das lasse ich nicht zu! Ich kenne keine Dyani und keinen Tyron!“ Ciaran schnaubte und ließ tatsächlich los. „Dann bist du wertlos.“ Ein kurzer auffordernder Blick zu seinen Begleitern genügte, um dafür zu sorgen, dass die mexikanischen Wölfe sich vollkommen lautlos auf Fjarl stürzten, um ihn zu zerreißen. Der Schwarze wehrte sich mit aller Kraft, denn er musste die beiden Wölfinnen schützen! ’Ich muss sie fortlocken, wenn sie mir nachlaufen, dann… dann können die anderen fliehen!’ Mit letzter Kraft riss sich der Rüde los, um loszurennen. Vollkommen ziellos jagte er über die Steppe, dicht gefolgt von den geifernden Wölfen, die ihn schließlich stellten und ihm zunächst die Hinterbeine zerbissen, sodass sich Fjarl nur noch robbend vorwärtsbewegen konnte. Es war für sie, wie ein Spiel. Ein grausames, blutiges Spiel, das fast kein Ende zu finden schien.
’Ich kann nicht mehr…’ Irgendwann beendete das geplagte Herz des schwarzen Rüden den morbiden Zeitvertreib: es hörte auf zu schlagen. Die mexikanischen Wölfe ließen nicht von dem toten Körper des Europäischen Wolfes ab, sondern entweihten seine Leiche indem sie an den leblosen Gliedern zerrten und ihm so gar ein Bein ausrissen. Tatsächlich war es Ciaran, der das verabscheuungswürdige Verhalten seiner Untergebenen beendete, denn er wollte weiter. Er wollte Dyani und Tyron finden. Den einen, um ihn zu töten und die andere, um sie gefangen zu nehmen und zu seiner Gefährtin zu machen. Womöglich, um sie gar zu schwängern. Die Wölfe zogen weiter.

Bei Neela und Sanuye war alsbald das ferne Heulkonzert von Keenan, Dyani und Tyron zu hören. Auch hatten sie die Stimmen von Eve, Evil, Shenna und Eleazar vernehmen dürfen.
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Sanuye

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Nov 26, 2009 12:51 am

Sanuye fühlte sich wohl in der nähe der beiden Wölfe die sie nun begleiten durfte und ihr Schutz waren. Nicht das die Wölfin schnell unterwegs sei auf ihren Pfoten jedoch ist bekannt das ein Wolf alleine zu schwach ist sich gegen feinde zur wehr zu setzten oder gar sich Beute zu beschaffen. Sanuye öffnete ihre Augen als ihr die Umgebung den Geruch des neuen Tages in die Nase gleiten ließ. Worauf die Wölfin anfing sich ausgiebig zu strecken und ihre Glieder von sich streckte. Der schwarze Himmel hatte schon begonnen sich den Farben des Sonnenaufgangs zu beugen als Sanuye, nach dem sie aufgestanden ist, bemerkte das Fjarl fehlte. Der erste Gedanke der Jungen Wölfin war das dieser wahrscheinlich kurz fort gegangen sei um sich ein kleinen Happen zu fangen oder die Gegend aus zu kundschaften. Jedoch kamen ihr diese beiden Gedanken nicht mehr plausibel vor als ihr in den sinn kam das sie nun eine Gruppe waren und gemeinsam zu Jagen hatten und zusammen durchs land ziehen sollten um gefahren und Probleme gemeinsam zu meistern!
Sanuye wurde unruhig und sie fing an zu horchen und drehte sich aufgeregt im Kreis. Sie konnte ihn nirgends Hören. Aus Reflex rannte sie zur kleine Wasserquelle um zu sehen ob er sich dort in der nähe aufhielt in einem Toten Winkel aus dem man ihn von ihrem Standpunkt aus nicht hätte sehen können. Es Platschte wie aus einer Pfütze als die Wölfin ihre Noch immer Wunden Pfoten ins Wasser platschen ließ um jeden Winkel zu durchsuchen in denen sich der Kräftige Rüde sich aufhalten lassen könnte.
Jedoch suchte sie vergebens was die Wölfin nervöser machte als sie ohnehin schon war. da ihre Augen ihr bei der suche nach Fjarl nicht Helfen konnten musste sie auf seine Spür kommen fing sie an nach seiner spur zu suchen und wurde fündig zumindest wusste sie nun in welche Richtung er gelaufen war. sie blickte einige Sekunden in diese Richtung unentschlossen was sie nun tun sollte. Sollte sie nun nach Fjarl suchen und Neela hie lassen oder sie wecken damit sie gemeinsam nach ihm suchen konnten. Sanuye wollte sie nicht wecken und ging einige schritte der Ferte von Fjarl nach jedoch blieb sie stehen und blickte zurück. Wer weiß warum Fjarl alleine fortgezogen ist und was mit ihm passiert ist denn er muss schon etwas länger weg sein was seine Ferte preisgab. Sanuye drehte um und lief zu Neela der sie mit der Schnauzenspitze vorsichtig und sacht durchs Fell streichelte. „Neela steh auf wir müssen Fjarl suchen.“ Begann sie mit der Polarwölfin zu reden und blickte sie eine weile lang an bevor sie ihr Haupt wieder anhob um zu warten bis die Wölfin wach war. „Fjarl ist verschwunden und ich kann ihn nirgends finden!“ erklärte sie kurz und hatte in diesem Moment Lust Neela am Nacken zu packen und mit zu ziehen damit man keine zeit verlieren würde. „steh auf schnell!“ ihr stimme klang nicht mehr all zu ruhig wie davor sondern eher hetzend da die Dreifärbige ein ungutes Gefühl hatte. um genau zu sein Hatte Sanuye angst das Fjarl etwas passiert sein könnte welcher normale Wolf würde sich ohne seine Gruppe in unbekanntes gebiet wagen? Und anschließend nicht mehr zurück kehren? Ja Sanuye hatte es eilig um zu erfahren ob es dem Rüden gut ginge oder nicht. Sie mussten den Rüden finden denn er brauchte bestimmt ihre Hilfe. Sanuye kam alles in den Sinn außer das der Schwarze tot sein könnte. Nein der Rüde musste leben denn so alt schien er noch nicht zu sein außerdem war er noch Quitschlebendig als Sanuye eingeschlafen ist er konnte also nicht tot sein! Sanuye hüpfte fast schon um die Weiße Polarwölfin in der hoffnung das diese bald aufstehen würde denn die Dreifarbige dachte sie würde schon Minuten dabei sein zu wecken obwohl dies nicht der fall war.
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Neela
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Nov 26, 2009 8:55 pm

Die wachsame Wölfin hatte gehört wie Fjarl davon gegangen war, sie hatte ebenfalls bemerkt das Sanuye sich davon gemacht hatte und zu guter letzt hörte sie das ferne Heulen fremder Wölfe. Entspannt streckte sie alle Viere von sich und lauschte den Rufen ihrer Artgenossen. Sie überlegte. Sollte sie das fremde Heulen erwidern? Bestünde die Möglichkeit, dass sie ihre Weggefährten damit in Gefahr bringen könnte? Sie hob den Kopf, lauschte noch einige Momente, ehe sie sich schwungvoll erhob, den Kopf in den Nacken warf und tief aus ihrer Lunge heraus zu Heulen begann. Ihr tiefes und klares Heulen durchbrach die Baumkronen und stieß hinauf in den Himmel um sich dort mit jenem fremden Geheul der anderen zu vereinen. Irgendwie spürte sie einen innerlichen Zwang den Ruf zu erwidern, bzw. in dem Geheul mitzuwirken und somit lies sie die anderen Vierbeiner wissen das sie existierte.
Schließlich bemerkte die junge Polarwölfin das es nun genug war, lies sich wieder auf ihren warmen Bauch nieder, um dann den schönen weißen Kopf auf ihre Pfoten zu legen. Es mochte vielleicht eine Stunde vergangen sein, da vernahm Neela die Rückkehr Sanuyes.
Nicht anders zu erwarten verdüsterte sich das Gesicht der Wölfin, als Sanuye Neela zum aufstehen aufforderte; und bei jeder weiteren Aufforderung schien sie immer ärgerlicher zu werden. Was nahm sich Sanuye da heraus? Taucht auf und macht terror, erwartet sogleich von Neela das diese aufspringt, klein bei gibt und der Wölfin sogleich folgt? Hätte Neela gekonnt, so hätte sie eine Augenbraue fragend und zugleich auch drohend hochgezogen, stattdessen jedoch begannen sich die weichen Lefzen der Weißen sachte zu kräuseln, was in diesem Fall bedeutete: Abstand nehmen und Klappe halten.
„Wie alt ist Fjarl? Ein Jahr? Oder vielleicht noch jünger? Nein, er ist aus dem Welpenalter raus und ich denke er ist mittlerweile alt genug um zu entscheiden wohin er geht und wielange er fort bleibt, bzw. ob er für immer fort bleibt“ begann die Fähe nun, während sie sich langsam erhob. „Es ist gut möglich das er die Gegend erkundschaftet, er wird wissen was er sich zutrauen kann und was nicht. Im Gegensatz zu anderen Wölfen ist er nicht dumm.“
Die Weiße ging laaaangsam einige Schritte, streckte und reckte sich, ehe sie sich einmal ausgiebig schüttelte und sich dann Sanuye wieder zu wendete.. „Ich kann dir nur den Tipp geben...: Mach dich mal locker“ und somit lies sie die junge Wölfin stehen und tappste in den Wald hinein in Richtung Fluss.
Am Fluss angekommen, tauchte sie sogleich die Schnauze in das erfrischende Wasser ein und begann in kräftigen Zügen zu schlabbern ( Very Happy).
Mit einem Mal hielt die weiße Wölfin inne; ihre Ohren schnellten zurück und lagen mit einem Mal eng am Hinterkopf an, die Rute erhob sich drohend und das Nackenfell sträubte sich gefährlich. Fast lautlos machte sie kehrt, entfernte sich rasch vom plätschernden Fluss und schlich durch das wirre Geäst des Waldes.
Ein merkwürdiger Geruch war ihr in die Nase gestiegen. Es roch nach Kampf und dementsprechend nach Blut. Sachte bewegte sich der schlanke Leib der Fähe voran, vorsichtig setzten sich ihre Pfoten voreinander, ehe sie schließlich stehen blieb und ihr Blick auf einem relativ großen Blutfleck am Boden ruhte. Sie schnupperte ein wenig.. aber zweiffelos: Dieses Blut gehörte Fjarl.
Aber Neela schnupperte weiter, lief hin und her.. von Baum zu Baum und um den Blutfleck herum. Der Geruch der fremden Wölfe brannte sich in ihre Lunge und lag wie Blei auf ihrer Zunge. Sie würde diese Wolfsgerüche nie wieder vergessen. Plötzlich wurde ihr klar das Fjarl wirklich etwas zugestoßen war und das Sanuyes Sorgen berechtigt gewesen waren. Nur viel es der Weißen ein wenig schwer mit jener Situation richtig umzugehen. Was sollte sie tun? Alarm schlagen? Sanuye zu sich rufen und der Fährte zu folgen?
Selbst wenn ihm was passiert war.. so ist das Leben. Wölfe kommen und gehen.. so war nunmal der Kreislauf des Lebens (XD). Aber tief in sich spürte Neela, dass sie den falschen Weg einschlagen würde, wenn sie das ganze jetzt ignorieren würde. Auch wenn sie kein Gefühlsduselwolf war, so wusste sie dennoch das es jener schwarze, gutmütige Wolf nicht verdient hatte, wenn man sein Schicksal einfach auf die leichte Schulter nahm. Und mit jenem Gedanken im Kopf, sprengte die Polarwölfin zurück durchs Dickicht, bahnte sich ihren Weg mit großen und weiten Sätzen und landete mit einem gewaltigen Sprung erneut bei dem kleinen Fluss. Noch einmal legte sich ihr weißes Haupt in den Nacken und erneut erklang tief und stark das Heulen der Wölfin. Sie rief Sanuye zu sich.
Und erst als das Geheul erstarb, sprengte Neela davon und folgte der Fährte die der verletzte Fjarl als einziges hinterlassen hatte. Ihr Tempo war zwar zügig, aber dennoch langsam genug, dass die junge Sanuye sie einholen konnte.. und falls Sanuye zu Neela stieß (will ja nichts bestimmen), beschleunigte die Fähe ihr Tempo nocheinmal um einiges, nicht ahnend das sie Fjarls Kadaver immer näher kam.

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Sanuye

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Nov 26, 2009 10:44 pm

Sanuye realisierte erst das sie zu weit gegangen war als die Polarwölfin ihre Läfzen verzog. Die Wölfin legte sofort die Ohren an und zog leicht ihre Rute zwischen ihre Beine um teilweiße um Verzeihung zu bitten für die unverschämte Geste die sie ihr gegenüber gezeigt hatte jedoch hatte Sanuye nur dieses ungute Gefühl in den Knochen das Dem Rüden es nicht gut ginge. Als die Polarwölfin sprach horchte Saunye aufmerksam doch was sie hörte gefiel ihr nicht. Natürlich hatte Neela recht das Fjarl aus sich selbst aufpassen könnte doch wer wusste denn schon ob die Wölfe hier alleine waren und ob die fremden freundlich gesinnt seien. Jede helfende Pfote die sie verlieren, müsste die Gruppe um ihre Existenz bangen denn alleine ist es schwer und auf Dauer kann es den tot bedeuten. Sanuye hatte eigentlich gedacht das Neela dies wüsste denn sie selbst müsste doch auch irgendwann alleine auf ihren vier Pfoten durch die Landschaft gereist.
Die dreifarbige beobachtete die Wölfin wie sie davonging wohin frage Sanuye nicht nach und wollte es auch nicht wissen ihr war nur mulmig im bauch denn sie war allein. Sie hatte eine Gruppe gefunden und nun war sie wieder allein? Neela hatte angedeutet das Fjarl vielleicht nicht wiederkommen würde, er sei einfach fort gelaufen und würde sich nicht mehr umdrehen, wer garantierte Sanuye das sie nun nicht wieder alleine sein würde für lange Zeit? Vielleicht würde Neela nun auch ihre eigenen Wege gehen und sie hier im Schatten der Bäume zurücklassen. Die dreifarbige entschloss sich wieder auf den Boden zu legen und zu warten. Vielleicht würde sie wieder kommen oder vielleicht würden sie andere Wölfe finden die ein Rudel Gebildet hatten. Etwas würde passieren und Sanuye aus der Lage befreien doch Laufen wollte die Wölfin mit ihren wunden Pfoten nicht mehr wenn es nicht sein musste.
Erneute überkam sie das ungute Gefühl wegen dem Rüden. Das er einfach so loszog ohne ein Wort und vor allem ohne Begleitung in fremde gebiete erschien der Wölfin eigenartig. Er wusste nicht was auf ihn zukommen würde und zog alleine durch die Gegend obwohl er zwei Artgenossen zur Begleitung hätte mitnehmen können? Viele fragen Sanuyes fühlte sich an als ob dieser bald zu rauchen beginnen würde doch blieb die Wölfin ruhig liegen, ihr rücken wippte auf und ab durch ihren Atem, ansonsten bewegte sich die Wölfin kein bisschen.
Die Zeit schien viel zu langsam zu verstreichen und Sanuye verlor nach und nach das Zeitgefühl und war nun am überlegen ob sie Neela folgen sollte. Schließlich sollten sie zusammen bleiben da sie fremde hier waren und diese Tundra nicht kannten. Die Steppe schien Riesen groß zu sein und es verwunderte Sanuye wie auf solch einem Boden ein Wald entstehen konnte jedoch war dies nun mal Tatsache. Sanuye wollte sich auch nicht ausgiebig mit diesem Thema beschäftigen sondern lieber darüber nachdenken wie es nun weitergehen sollte? Als die erste Lösung zum greifen nahe war schlugen ihr die Töne von Neelas Geheul an die Ohren! Sanuye Sprang auf und blickte in die Richtung in der Neela verschwunden war und von dieser Richtung auch ihr Heulen kam. Sie rief nach der Dreifärbigen die sofort losrannte aus vollen Kräften die ihr geschwächter Körper noch preisgab. Sanuye Heulte wehrend sie rannte um Neela zu verstehen zu geben das sie unterwegs war und ihrer Fährte Folgte. Sanuye kann an den Fluss und hielt kurz inne um heraus zu lesen in welche Richtung Neela weiter gelaufen war. Kaum hatte sie diese Spur gefunden rannte die Wölfin in Höchstgeschwindigkeit und Bestleistung für ihren zustand der Fährte nach und sah in weiter ferne einen weißen Punkt. Das musste sie sein! War ihr erster Impuls und versuchte noch schneller zu laufen.
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Neela
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Nov 27, 2009 1:34 pm

Neela wusste das ein Wolf erst im Rudel stark war und wahrscheinlich galt dies auch für sie. Aber dennoch war sie eine stolze Fähe und im Glauben, dass sie, wenn sie es wirklich wollte, auch auf eigene Faust durchs Leben kam. Sie war schon eine ganze Weile alleine unterwegs gewesen und war auch immer recht gut klar gekommen.
Mag sein das sie viel Glück gehabt hatte, aber dennoch hatte sie bewiesen das sie es alleine schaffen konnte. Klar hatte es Zeiten gegeben, wo sie nur hier und da eine kleine Maus erhaschen konnte.. oder eben länger auf Fleisch verzichten musste, aber es war nie bremslich geworden.

Die Weiße lief in einem gemäßigten Tempo und erst als Sanuye dazu stieß, beschleunigte sie ihre Geschwindkeit wieder so weit, dass ihre Pfoten über den staubigen Boden der Tundra hinweg donnerten. Neela nickte Sanuye zu als jene den Platz neben ihr einnahm und senkte beim Laufen immer wieder die Nase Richtung Boden um die Fährte ja nicht zu verlieren.
„Im Wald hat ein Kampf stattgefunden“ erklärte Neela abgehakt und langsam, sie rannte schließlich in einem sehr hohen Tempo, atmete und sprach gleichzeitig.
„Ziemlich blutig, Fjarl wurde verwundet“ sagte sie und lies, nachdem sie zuende gesprochen hatte, ihre Zunge aus ihrem weit offen stehenden Maul heraushängen.
Die Hitze machte der Polarwölfin erneut zu schaffen. Der dichte Pelz war für ein anderes Klima geschaffen... sie vermisste den Schnee.
Dann war es so weit: Der Geruch von Fjarls Blut wurde stärker und Neela ahnte, dass sie nicht mehr weit entfernt waren. Sie verlangsamte ihr Tempo und als sie Fjarl dann schließlich erblickten, tapste sie im Schritttempo langsam auf ihn zu.
Es war wahrlich ein trauriger Anblick.
Der schwarze Rüde lag da, blutig und verdreckt. Von seinem einst glänzenden Fell war nichts mehr zu sehen.
Neela betrachtete die verrenkten Glieder und blickte, ohne nur mit der Wimper zu zucken, auf sein ausgerissenes, einsames Bein das einige Meter entfernt in einer klebrigen Mischung aus Blut und Staub lag.
Damit hatte sie nicht gerechnet. Es hatte auf der Pfote legen das ihm etwas zugestoßen war, sonst hätte sie nicht sein Blut aufgefunden, aber das sie ihn gleich tot auffinden würden.
Die Polarwölfin musste unweigerlich daran denken, dass es erst wenige Stunden her gewesen war, dass sie sich ganz normal und belanglos mit ihm unterhalten hatte.
Das die drei sich darüber beratschlagt hatten, ob sie nun weiter ziehen sollten oder nicht. Und wenn sie so darüber nachdachte kam es ihr so vor, als wären seitdem gerade einmal fünf Minuten vergangen.
Als sie da stand und den Schwarzen betrachtete, wirkte sie völlig emotionslos und kalt. Ihr viel es schwer die Situation richtig einzuordnen. Wie sollte sie sich nun verhalten? Was hatte der Rüde ihr bedeutet? Kannte sie ihn gut genug um überhaupt zu trauern?
Langsam erhob sie sich und steuerte ruhig auf den verunstalteten Kadaver zu.
Dicht vor ihm blieb sie stehen, senkte ihre Schnauze tief zu ihm herab und schnupperte sachte. „Wölfe“, war das einzige was sie sagte, ehe sie sich der Leiche wieder abwandte und Sanuye anschaute. Dabei war ihr Blick so kalt und frostig, dass es nicht verwundlich gewesen wäre, wenn alles um die Polarwölfin zu Eis erstarrt wäre.

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Keenan

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Nov 27, 2009 6:24 pm

Weiterhin beschrieb Keenans Geheul eine sanfte Melodie in Harmonie mit dem Winde. Als Dyani, die sich etwas entfernt hatte ebenfalls ihre Stimme erhob war es ein unbeschreibliches Gefühl. Doch erst vollendet wurde es durch Tyrons, ruhige, sanfte Stimme. Ein wohliger Schauer breitete sich auf Keenans Körper aus, unbemerkt, schließlich umhüllte ihn sein dichter Pelz. Dennoch spürte er, wie die Töne tief in seine Poren eindrangen und ihn zum viobrieren brachten. Keenan liebte das Heulen und nun hatte er endlich jemanden, mit dem er diese Liebe teilen konnte. Auch nahm Keenan die Botschaft wahr, die Tyron seinem Lied mitgegeben hatte, doch er hatte nichts weiteres zu berichten. Lieber sang er von sich, der alleine in der Dunkelheit eine Familie gefunden hatte, eine Familie, die für ihn da war. Seine Gedanken schwiffen ab zu seiner eigenen Familie, zumindest zu Silver.
'Na, Silver? Hättest du das gedacht? Ich heule mit zwei Wölfen, mit Tyron und Dyani. Wir sind eine Familie. Es tut mir so unendlich leid, dass du nicht daran teilhaben kannst.''Aber ich bin doch immer bei dir, Kee. Niemals weiche ich von deiner Seite. nd ich freue mich so sehr für dich, dass du nun ein Zuhause gefunden hast. Kinen Ort, den du Heimat nennst, und doch ein Zuhause. Doch das, was wir ein Zuhause nennen hängt nicht mit dem Ort zusammen. Dieser ist irrelevant. Nein, die Wesen und Tiere, die sind es, die dir ein Zuhause geben''danke, Silver, das werde ich nie vergessen.'
Und während der Schwarze weitersang lächelte er leicht. Vielleicht war sein Leben doch nicht so schlimm, wie er es sah- vielleicht hatte er das Licht der Sonne verloren, doch weiterhin hatte er das Licht in seinem Herzen! Plötzlich zuckten seine Ohren nach vorne. Ein fremder Laut war an sein empfindliches Gehörorgan gestoßen und Kee brach einen AUgenblick seine STimme ab, wollte horchen. Und tatsächlich, es war ein anderer Wolf, der dort antwortete. Kee hatte Recht gehabt, sie bewohnten das Revier nicht alleine. Es war ganz klar eine Fähe, deren Stimme heller als seine und Tyrons zu ihnen herübergeweht wurde. Und sie schien nicht feindlich gesinnt, sonst hätte sie schließlich entweder gar nicht geantwortet oder aber etwas gesagt wie, verschwindet von hier, oder ähnliches. So stimmte Kee seine Stimme wieder an und vereinte die Klänge mit der Fremden, Tyron und Dyani, doch die Stimme der Fremden verebbte sogleich. Der Schwarze heulte daraufhin nicht mehr lange weiter, einige Sekunden, dann schloss er ganz langsam seinen Fang, sodass auch sein Geheul langsam immer tiefer und leiser wurd, bis er ganz verstummte. Dann öffnete er die Augen. Schwarz, was sonst. Doch trotzdem hatte er die Augen lieber offen als zu, so konnte er sich alles vorstellen. Dann sah er erwartungsvoll in die Richtung von Tyron und Dyani, die noch im Geheul vereint waren.
"Habt ihr sie auch gehört? Die fremde Fähe? Sollten wir sie nicht vielleicht suchen gehen? Was schlagt ihr vor..."
Fragte der Rüde die beiden Freunde. Ob sie nun losziehen würden?
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Sanuye

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Nov 30, 2009 12:16 am

Der Staubige Boden wirbelte unter den großen Pfoten der Wölfin viel staub und Dreck auf. die Hitze war noch für Sanuye erträglich jedoch aber nicht die Neuigkeiten die Neela zu berichten hatte. Es war erschreckend jedoch rannte Sanuye schweigend Neben Nella her und beobachtete immer wieder wie sie Gerüche vom Boden erfasste. Sanuye selbst rechte nun flüchtig, neben schwerem hecheln, und schnupperte welche Gerüche sie zu fassen bekam. Sanuye erfasste, in diesem kurzen Atemzug, nur den Geruch von Fjarl. Sanuye blickte Neela an als diese langsamer wurde, drosselte auch Sanuye ihre Geschwindigkeit und blickte nach vorne wo sie einen Schwarzen Fellhaufen entdeckte worauf Sanuye stehen blieb. „ist er das?“ flüsterte fast unhörbar eise und schlich eise und vorsichtig auf den Leichnam zu. Sanuye erkannte nun den Alten Rüden der bevor die Nacht das land bedeckt hatte noch an ihrer Seite stand und die Dreifarbige warmherzig empfangen hatte.
Die Wölfin betrachtete den Rüden der nicht wieder zu erkennen war. die Wunde, das Blut und das ausgerissene Bein das über einen Meter weit von dem staubigem Leichnam des Rüden lag. „was machen wir jetzt?“ Fragte Sanuye hilflos und sah zu der Polarwölfin die fast emotionslos dreinblickte. Jedoch waren ihre Augen überschwemmt mit Kälte und Gefühllosigkeit. Es erschien alles so komisch! Weshalb entfernte sich der Rüde von der Gruppe? Wie kam er hier her? Und welches Wesen hat ihm dies angetan? Sanuye konnte es nicht glauben denn nun waren sie geschwächt. Der Starke rüde hatte sie verlassen, Kaltherzig wurde dieser zerfleischt von einem Tier. „was glaubst du was das ein Bär?“ Fragte Sanuye mit wimmernder Stimme jedoch glaubte die Dreifarbige den Rüden atmen zu sehen! Sanuye legte eine Pfote auf die Schulter des Rüden und drückte dagegen. Der Tote Körper des Rüden war schon steif und Kalt.
Sanuye konnte nicht glauben was sie da sah und wich erschrocken einige schritte von dem Rüden weg um nicht den Geruch des Todes ständig in die Nase zu bekommen. Das schweigen zwischen Neela und Sanuye verging für die Wölfin viel zu lange als würde man die Minuten der stunde beobachten wollen bis sie die volle stunde ankündigten! Sanuye zog ihre Rute zwischen die Beine und setzte sich auf den Staubigen Boden. „das kann nur ein Bär gewesen sein!“
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Neela
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Dez 04, 2009 1:01 pm

Neela fiel es noch immer schwer mit der Situation richtig umzugehen. Sie horchte Sanuyes Vermutungen, erwiderte zunächst aber nichts. Sie betrachtete Fjarl noch ein letztes Mal, ehe sie sich ganz von dem Leichnam abwandte und ruhig ein paar Schritte davon tappste. „Nun.. wie ich bereits feststellte, waren es Wölfe“. Sie betrachtete Sanuye verständnislos, ehe sie weitersprach: „Du musst deinen Geruchssinn trainieren, sonst geräts du irgendwann nocheinmal in Schwierigkeiten“. Neela hatte zwar im Wald an der Stelle, an welcher sie Fjarls Blut gefunden hatte, schon die fremden Wölfe errochen, aber hier an Fjarls Leichnam war der Geruch der Fremden einfach unüberriechbar.
„Lass uns gehen, wir können hier eh nichts mehr tun“ sprach die weiße Fähe relativ gelassen und tappste wieder in die Richtung, aus welcher sie gekommen waren.
Nun stand es also fest, sie waren nur noch zu zweit. Fraglich war nur, wie lange sie dies noch bleiben würde. Sie war sich mittlerweile nicht mehr so sicher, ob die beiden Fähen sich weiterhin den selben Weg teilen würde.. oder ob Fjarls Tod möglicherweise ein Auslöser für eine Trennung der beiden Wölfinnen war.
„Und? Was hast du nun als nächstes vor?“ fragte sie die Fähe gerade wegs heraus, während sie sich aufmerksam umblickte.
Es schien fast so, als hätte sie mit Fjarls Tod schon abgeschlossen.
Neela hatte natürlich irgendwie ein mulmiges Gefühl und war auch daran interessiert zu wissen, was dem schwarzen Rüden zugestoßen war, aber sie ging nicht davon aus, dass sie jetzt jemanden treffen würde, der sie über Fjarls Tod aufklären konnte. Warum sich also die nächsten drei Stunden belastende Gedanken darüber machen?
Also tat sie das, worin sie schon immer recht gut gewesen war: Ausblenden. Und so tapste sie, relativ unbekümmert dreinblickend, von Fjarls Leiche davon.. und wartete auf Sanuyes Antwort.

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Dyani

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Dez 04, 2009 1:25 pm

Die junge mexikanische Wölfin genoss noch immer das Heulen mit den beiden Rüden. Immer wieder sammelte sie genügend Luft, um dann erneut leidenschaftlich in das Geheul der anderen beiden einzustimmen.

Doch dann hielt Dyani plötzlich inne. Ihr Geheule brach aprupt ab und sie schaute sich unsicher um. Auch sie hatte das Heulen der fremden Wölfin registriert und hatte sich gleich versucht ein passendes Gesicht dazu vorzustellen. Aber irgendetwas anderes hatte sie plötzlich aus dem Konzept gerissen. Ein merkwürdiges, beissendes Gefühl breitete sich in ihrem Magen aus und brachte die Wölfin dazu, sich sorgenvoll an Tyron zu drängen, obwohl sie eigentlich noch ein wenig gekränkt war.
Sie konnte nicht sagen was es war... aber sie fühlte mit einem Mal eine Bedrohung im Wald. Irgendetwas war geschehen, aber sie konnte es natürlich nicht deuten.
Obwohl die Temperaturen noch immer recht warm waren, schlich sich plötzlich eine unerklärbare Kälte unter den Pelz der Wölfin. Unwohl zitternd drängte sie sich weiter an Tyron, schleckte sich immer wieder unsicher über die Schnauze. „Ich.. hab aufeinmal so ein merkwürdiges Gefühl“ erklärte sie schließlich zögernd.
Das sich Ciaran in der Gegend aufhielt, war für die mexikanische Wölfin fast unvorstellbar, deshalb dachte sie auch garnicht erst daran. Wüsste sie es jedoch, würde sie womöglich komplett durchdrehen und irgendetwas dummes tun; womöglich panisch davon laufen und dem Ungetüm von Wolf direkt in die Pfoten.
Jetzt aber ersteinmal suchte sie den Schutz ihres Gefährten auf und war unbeschreiblich glücklich über seine Nähe. Aber auch Keenans Anwesenheit äußerste sich als sehr sehr positiv.
Nur er hatte der jungen Fähe das Gefühl von einem kleinen Rudel vermitteln können.
Und in einem Moment wie diesem, in dem die Wölfin gespürt hatte das etwas schlimmes passiert war, war ein Rudel mit Zusammenhalt doch etwas sehr wichtiges.
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Tyron

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Sa Dez 05, 2009 5:30 pm

Zu Heulen war schön. Befreiend. Und das gemeinsame Lied sorgte dafür, dass sich etwas tief in der Seele des Rüden rührte. Er wollte etwas tun und nicht weiter hier harren. Er wollte gemeinsam, Seit an Seit mit den beiden Artgenossen losziehen und vielleicht sogar der Fährte eines Beutetieres folgen, es hetzen und schließlich erlegen. Ein anderer Wolf an seiner Stelle – ein jener, der vielleicht das Kämpfen liebte – würde sich stattdessen einen intensiven Kampf herbeisehnen und jener, der das Spielen schätzte, würde wohl ein solches beginnen wollen.
Als sich die Stimme der fremden Fähe in ihre Melodie einwob hielt der Rüde einen Herzschlag lang inne, ehe er weiterheulte. In seinem Kopf jedoch begann es zu arbeiten: ’Eigentlich haben wir doch den Wölfen im Norden unsere Anwesenheit bekannt gemacht und nicht dort. Das ist viel näher, als die anderen. Ob sie zusammen gehören? Ist es eine Einzelgängerin?’ Da die Fremde rasch wieder inne hielt überlegte der Rüde weiter. ’Sie hat uns wissen lassen, dass sie da ist und es war weder eine Einladung, noch eine Warnung – ist es ratsam sie aufzusuchen? Wir dürfen die anderen Wölfe nicht vergessen; es gibt soviel zu bedenken.’ Tyron war noch zu keinem wirklichen Ergebnis gelangt als Keenan ebenfalls stoppte und dieselben Fragen ausformulierte, die auch im Schädel des Rüden pochten. Der mexikanische Wolf wollte seine eigene Stimme noch nicht verklingen lassen, selbst wenn sie nunmehr einsam in den Himmel hinaufstieg –
Einsam? ’Dyani?’ Ihr sanfter Ton war derart überraschend unterbrochen worden, ja nicht einmal richtig ausgeklungen, sodass sich das Fehlen ihrer klaren Stimme beinahe schmerzhaft in seine Gehörgänge fraß. Tyron stolperte über die Töne der Melodie und schon war sein Ruf ebenfalls fort. Sein Augenmerk suchte die zierliche Gestalt seiner Gefährtin, der man die Unsicherheit geradezu ansehen konnte, ehe sie sich am ganzen Leib von Beben geschüttelt gegen seinen warmen Körper drängte. Der Rüde gab einen leisen fragenden Laut von sich, der sowohl seine Irritation, als auch den Wunsch sie zu beruhigen und davor zu beschützen, was Dyani ängstigte, ausdrückte.
Automatisch glitt das Männchen in eine Pose, die einem ranghohen Wolf alle Ehre gemacht hätte: das Nackenfell Tyrons richtete sich gleichsam mit seiner buschigen Rute auf, während sich seine Glieder versteiften und er mit wachsamen Augen die Dunkelheit durchbrach und nach einer eventuellen Bedrohung suchte. Auch Keenan, der die Körpersprache des anderen Rüden nicht mit dem Blick wahrnehmen könnte, dürfte es die Veränderung auf einer anderen Ebene spüren. Dürfte erkennen, wie stark Tyron auf seine verunsichere Gefährtin reagierte und danach drängte sie zu beschützen. Ehe der Wolf jedoch etwas entsprechendes Formulieren konnte drang erneut die Stimme der Unbekannten an sein Gehör und sorgte dafür, dass sich gar seine Schnauze etwas runzelte: der tiefe Klang war wohl nicht für die drei Wölfe bestimmt, aber Tyron meinte etwas darin zu erkennen, dass für das ungute Gefühl Dyanis verantwortlich sein könnte. Und da! Tatsächlich erklang nun eine weitere Stimme, eine andere unbekannte Fähe, die darauf antwortete und sich offenbar zu der Wölfin bewegte. Er spürte die Erregung und vielleicht gar etwas Ähnliches wie Furcht, bei der einen. ’Was ist dort geschehen?’
Am Liebsten hätte sich Tyron jetzt hilfesuchend an einen Alphawolf gewandt, einen Anführer, der bestimmte was zu tun war, der die Verantwortung auch wirklich tragen konnte, aber es gab hier keinen. Nicht unter ihnen und da Keenan durch seine Erblindung sehr stark beeinträchtigt war würde er wohl, selbst wenn er genügend Dominanz besäße, niemals mehr der Leitwolf werden – nicht so, wie man es von einem Anführer verlangte. Die Augen des Rüden huschten zu Keenan, ehe sie wieder zu Dyani glitten. Er musste sie beschützen. Ganz gleich was es war, was sie erschreckte. Tyron schleckte seiner Gefährtin einmal über die Schnauze. „Ich weiß nicht, ob …“ Der Rüde hielt inne. ’Ich sollte nicht so unsicher wirken. Ich sollte mir sicher sein. Was ist das Beste? Ich bin für Dyani verantwortlich und auch für Keenan! Es sind zwei Wölfinnen dort hinten, was sagt mir, dass dort nicht noch mehr sind? Wölfe, die sich verborgen halten? Und was ist mit jenen, denen wir unsere Anwesenheit zuerst offenbarten? Es waren auch relativ viele – woher sollen wir wissen, ob von ihnen Gefahr droht oder nicht? Woher?’ Die starken inneren Zweifel vergrub der Wolf tief in seinem Herzen, sodass man nichts davon erahnen konnte, als er seine Stimme erneut erhob.
„Irgendwas ist dort nicht in Ordnung, aber ich denke das Risiko ist es wert. Wir sollten sie tatsächlich aufsuchen, aber dabei auf große Vorsicht achten.“
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Evil

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Di Dez 08, 2009 9:53 pm

In ihm schwindelte der leichte Hauch eines Stolzes über dessen, was er in seiner Abwesenheit erlangt und Eve auf die langen Beine gestellt hatte. Letztendlich war er denn immer noch innerlich wie vom Donner gerührt, dass er seiner Aufgabe besser gewachsen war, als sein vermaledeiter Vater, der ihm in seiner Zeit der einsamen Reise niemals wirklich aus dem schweren Schädel gegangen war. Fest verankert, als ein Teil seiner unmissverständlichen Vergangenheit, die ihm einfach nicht über das offene Maul tropfen wollte. Es war keine Angst, die seine Glieder erfasst hatte, wenn er versuchte auch nur seine Zunge zu einem Wort zu regen - es war viel mehr seine angeborene Selbstliebe, die ihn perfekt machen wollte. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als darüber zu sinnieren und einen regen Streit in sich zu entfachen, der von seinem rasenden Herzen und seinem einfachen Bauchgefühl begleitet wurde, obwohl er kein Wolf war, der seine Entscheidungen leichtfertig traf. Er dachte nach. 'Und ich muss zugeben, dass ich das in letzter Zeit sehr häufig tue. Verantwortung wird ein hartes Stück für mich, obwohl ich der Sohn eines Alpha-Männchens bin. Klüger, hübscher, überlegter, als Butch es je hätte sein können.'
Ein zartes Schmunzeln war ihm über die Lefzen gekrochen, als er sich an seinen Bruder erinnerte. An die Raufereien, die seine Gefährtin niemals ausließ, wenn er sich eine Frechtheit erlaubte - und es war tatsächlich ihr kurzes Schnappen nach seiner Halskrause, die ihn aus seinem Verstand gerissen hatte. Sie wechselte die Richtung und verschwand hinter unzähligen feinen Ästen, die sich in seinem langen Fell verfingen. Er brach sie und folgte der starken Fährte der Edelweißen, die in ihm das Gefühl der Geborgenheit weckte. "Trotz deiner Leibesfülle bist du ja noch ziemlich gut unterwegs, Täubchen. Das ist der Nachteil an euch Fähen. Kaum seid ihr trächtig, gleicht ihr einem Menschenfass." Spottete er in seinem verletzlichen Spaß. In solcherlei Momenten war er niemals von Ernst geprägt - außer, er gebrauchte seinen tiefschwarzen Humor, der Wölfe schon in Sprachlosigkeit gestoßen hatte. "Wie weit ist es denn eigentlich noch entfernt von diesen besagten Rudelmitgliedern? Ich bin so durstig, dass ich glatt 'nen Büffel aussaufen könnte."
Mit einem gespielt genervten Seufzen hatte er seine Schritte ein wenig verschnellert. Seine hoch erhobene Rute sollte seine Position klären und so überholte er die Liebste sogar im schnellen Schritt, um sich den Wesen direkt zu offenbaren. Skrupellos, ehrwürdig und mit all seiner körperlichen Pracht, die er mit erhobenen Hauptes präsentieren wollte.
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Eve
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Dez 11, 2009 2:21 am

Eve trabte mit gleichmäßigen Bewegungen in die Himmelsrichtung, in der sie von Eleazar und Shenna erwartet wurden. Eins ihrer Ohren lauschte auf die Stimmen der unbekannten Wölfe, während das andere sich einzig und allein mit Worten befasste, die aus der Kehle ihres Gefährten drangen. Den bissigen Spott Evils quittierte die Perlweiße mit einem ebenso spitzen Kommentar: „Immer noch besser als ein Rüde, dessen Potenz und Attraktivität mit zunehmendem Alter abnehmen.“ Wie um zu beweisen, dass das bei Wölfinnen niemals der Fall sein würde, wandelte sich die Schrittfolge Eve’s insofern, dass sie ihr Hinterteil geschmeidig bei jedem Meter wiegte.
Das Weibchen blieb mit einem Male stehen, denn die fernen Klänge, geboren aus den Kehlen der Artgenossen, waren jäh gestoppt und sorgten dafür, dass Eve darüber nachsann, weshalb. ’Oh, jetzt herrscht wieder Stille. Es ist erstaunlich, dass ich mich vor wenigen Stunden noch alleine glaubte und nun feststellen muss, dass hier in dieser trostlosen Öde das Leben pulsiert. Das ich nicht einsam bin, selbst wenn Evil nicht an meiner Seite wäre.’ Die Weiße warf einen Blick auf den Rüden, welcher seine Schritte beschleunigte und sie überholte. ’Ich habe meine Kleinen. Ich höre das zarte Schlagen ihrer Herzen, in einem etwas schnelleren Takt als dem meinem.’
Ein liebevoller Blick nistete sich im Augenmerk der Fähe ein, die ihre bernsteinfarbenen Seelenspiegel auf den vor ihr laufenden Evil geheftet hatte. „Du klingst wie ein Welpe!“, zog sie ihn schließlich auf. „Ein kleines nervtötendes Ding, das quengelnd nach wenigen Metern dieselbe Frage wiederholt.“ Ein Grinsen zupfte an ihren Lefzen, während die Weiße nun seinerseits aus ihrer Position hinter Evil hervorkam, um an seiner Seite zu traben. Sie wollte nicht hinter ihm laufen, nicht wenn er derart demonstrativ seine Dominanz offenbarte. Vollkommen ohne bewusst Einfluss darauf zu nehmen wölbte sich die buschige Rute über dem Kreuz der Fähe – bis kein Unterschied mehr in der Körperhaltung von Gefährte und Gefährtin wahrnehmbar war.
Schon nach kurzer Zeit kitzelte das Säuseln der fließenden Wassermengen ihr Gehör. ’Endlich. Wir sind da.’ Eve verengte ihr Augenpaar, als sie die zwei dunklen Silhouetten der riesigen Wölfe ausmachen konnte. ’Da ist ja noch einer!’ Das Ufer des Flusses erreichend starrte die Fähe auf die gegenüberliegende Seite, an der sich die drei Wölfe nahe dem Baum befanden. Das Weibchen warf einen kurzen Blick auf den dunklen Rüden an ihrer Seite, ehe sie sich an die Überquerung des Flusses machte und mit triefendem Fell das andere Ufer erreichte. „Eleazar. Shenna – das ist Evil.“ Die bernsteinfarbenen Augen fixierten den jüngeren Rüden, dessen Fellfarbe sich deutlich von den anderen abhob und eher zu ihrem strahlenden Weiß passen mochte. „Wer bist du?“ Kurz und bündig drang die klare Frage aus der Kehle der Weißen, deren selbstbewusste Haltung durch das feuchte Fell keinen Abbruch bekam.

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