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 Ein Rudel entsteht...

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Fjarl

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mi Sep 02, 2009 7:35 pm

Fjarl war sich der Nähe der anderen Fähe bereits bewusst, ihr Geruch drang nun stark in seine empfindliche Nase, und aus den Augenwinkeln konnte er sie sehen. Sie kam sehr langsam näher und befand sich beinahe in Sprungweite. Als die kühle Morgenluft nun das Winseln an seine Ohren herantrug, und der roße Wolf sich überlegte, was es nun zu tun galt, war Neela bereits auf die Fremde zugesprungen, ihr Knurren und das Zischen ihrer Stimme drangen an seine Ohren, als er sich der fremden Fähe zuwandte, und in gewohnt lässiger Gangart auf sie zuging, jedoch darauf bedacht zu präsentieren, dass er größer war als sie. Zur linken Neelas blieb er stehen und blickte kurz auf die Fremde Fähe herab, bevor er seine Schnauze zärtlich an Neelas Hals rieb und die sanften Worte:"Meine Liebe, ich denke in diesem besonderem Fall können wir von aggressivem Verhalten absehen, sie dir das arme Ding doch einmal an. Sie ist allein und verängstigt, kein Wolf sollte allein umherziehen müssen, findest du nicht auch?"

Fjarl schritt anmutig einmal um die Neue herum, das Licht des neuen Morgens spielte in seinem von einer sanften Brise zerwühltem Fell ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten.
Schließlich nahm der große, schwarze Wolf neben Neela Platz und sah sich die neue Fähe, den Kopf schieflegend, nocheinmal genauer an.
"Verzeih meine Marnieren, ich vergaß vollkommen mich vorzustellen, doch in Anbetracht der Tatsache, dass dir meine Begleiterin meinen Namen bereits nannte ist dies wohl zu verzeihen."
Fjarl ließ seinen massiegen, vernarbten, schwarzbefellten Kopf einmal kurz in einer angedeuteten Verbeugung sinken, die mehr wie ein Nicken wirken mochte. "Vielleicht möchtest du uns auch deinen Namen nennen, und uns verraten, warum du uns verfolgst?", grollte seine tiefe Stimme der Neuen entgegen, wobei er, unbeabsichtigt bedrohlich, all seine Zähne entblößte. Schnell wurde ihm die Bedeutung dieser versehentlichen Geste bewusst, und er entschuldigte sich förmlich dafür, schließlich wollte er der einsamen Wölfin nicht noch mehr Angst einjagen, als Neela es bereits getan hatte. Keinesfalls hegte er irgendeinen Groll gegen sie, oder wollte sie vertreiben oder bedrohen.
In der Erwartung nun die Geschichte der Fremden zu erfahren blickte Fjarl diese unablässig mit seinen Bernsteinfarbenen Augen an, in denen sich das Licht des Morgens spiegelte und ihnen einen unnatürlichen Glanz verlieh.
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Dyani

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mi Sep 02, 2009 10:28 pm

Wenn sie gekonnt hätte, so wäre Dyani bei Tyrons Worten ein wenig erötet, denn es war für die junge Wölfin mehr als beschämend, dass sie es immer wieder schaffte sich in die größten Gefahren zu begeben. Als Tyron also davon sprach das es bei ihr so gut wie an der Tagesordnung lag in bedrohliche Situationen zu stolpern, senkte Dyani den Blick und scharrte mit der Pfote im Staub herum.
Es stimmte das der Rüde ihr schon einige male aus verzwickten Lagen geholfen hatte und das schon seit die beiden junge Wölfe waren. Aber gerade dies, hatte Dyani irgendwie.. ja glücklich gemacht. Sie wusste, wann immer sie Tyron brauchen würde wäre da und würde ihr helfen. Genau dieses Wissen machte sie unbeschreiblich glücklich. Der Wolf war ihr Beschützer, und gerade heute hatte er wieder bewiesen das er auch ihr Held war.
Die Fähe hob erst wieder den Kopf als sie Tyrons Frage lauschte und blickte dann fragend zu Keenan, gespannt auf seine Antwort.
Ihr Gesichtsausdruck war voller Mitgefühl als er seine Geschichte offenbarte und machte sogleich ein paar Schritte auf den neuen Weggefährten zu, um dann den Hals zu recken, damit sie dann ganz vorsichtig und langsam seine Wange mit ihrer Nase anzustubsen konnte. Sie wollte ihn keinesfalls erschrecken und mit Glück hatte er schon vorher bemerkt, dass sich die herzensgute Wölfin ein paar Schritte auf ihn zubewegt hatte. Dyani wollte somit ihre Anteilnahme ausdrücken und ihm zeigen, dass es die beiden Wölfe wirklich ehrlich meinten und dem Rüden nun nichts mehr geschehen würde.
„Ich muss ehrlich gestehen, dass ich sehr froh bin das wir dich getroffen haben. Mit dir an unserer Seite wird es noch sicherer sein, denn schon bei der Raubkatze warst du uns eine enorme Hilfe“ sprach sie mit ihrer zarten, warmen Stimme und begann leicht zu wedeln. Kaum hatte die Wölfin dies ausgesprochen, vernahm sie ein schwaches Flattergeräusch gefolgt von einem misstrauischen, schiefen Krächzen.
Es war der selbe Rabe auf den die beiden Wölfe bereits bei dem Hirschkadaver getroffen hatten, und welchem Tyron und Dyani es gestattet hatten weiter von dem toten Tier zu fressen. Die Fähe legte fragend den Kopf schief und schaute verdutzt zu ihrem Gefährten. „Was will er nur?“ Ein Gedanke schoss ihr plötzlich in den Sinn und sie blickte in die Richtung aus der Tyon und Dyani gekommen waren.
Der Kadaver! „Keenan? Du wirst sicher einen leeren Magen haben. Dort hinten liegt ein toter Hirsch an dem noch genügend Fleisch dran ist. Wenn du magst, bringen wir dich hin.. auch ich könnte noch einen kleinen Happen vertragen..“ fügte die Fähe leise hinzu, denn schließlich wollte sie nicht wie ein Vielfraßwolf wirken. Kurz warf sie einen Blick auf den Raben der sich abseits der drei Wölfe zu Boden gelassen hatte und sie misstrauisch beäugelte.
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Sanuye

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Sep 03, 2009 4:35 am

Die junge Timber-Wölfin Zuckte zurück, stieß dabei ein lautes winseln aus, als die Weise einen Sprung in ihre Richtung tat. Die Worte der Weißen versetzten Sanuye noch mehr Angst, die nun daran dachte zu fliehen, doch konnte diese sich vor angst nicht mehr bewegen. Kein einziges Wort brachte die Fähe heraus nur ein ständiges Winseln. ’Ich hab’s versaut… eindeutig habe ich die Wölfe gereizt! Was soll ich jetzt machen ich sollte so schnellst möglich verschwinden!’ Sanuye Drückte ihre zitternden Beine etwas durch um sich anschließend davon zu machen doch die angst fesselte sie an den Boden worauf sie sich wieder niedersinken ließ. Das zittern wurde stärker und das winseln immer lauter. Die Fähe wusste das sie im Kampf niemals einen sind davontragen könnte dafür war sie zu schwach und dann noch gegen zwei Wölfe. Fest an den Boden gepresst legte sie eine Pfote über ihre Schnauzte und kniff ihre Augen fest zusammen. Die rechnete dass sich die Weiße gleich über sie stürzen doch viel Sanuye nicht ein was sie machen sollte! Was machte man am besten in solch einer Lage wenn einen die eigenen Beine nicht fort tragen wollten?
Nun Vernahm die Fähe die Stimme des Rüden und öffnete ihre Augen als sie sah, dass dieser die weiße versuchte zu beruhigen. Seine Worte veranlassten Sanuye ihr winseln so weit es ging zu beschränken. Sanuye verstummte als der Rüde einmal um sie ging und legte Ängstlich die Ohren an und machte sich so klein wie sie nur irgend konnte. nun hatte er Platz neben der Fähe genommen und ernut lauschte Sanuye den Worten von ihm wobei sie ihre Ohren leicht aufstellte. Sie blieb liegen und öffnete erneut etwas ihr Maul um zu antworten. „I… Ich heiße… Sanuye!“ stotterte sie ängstlich und wollte soeben erzählen als sie die bedrohlichen Zähne des Rüden vernahm und winselte wieder. Als dieser sich jedoch dafür entschuldigte richtete sich Sanuye Mutig auf so das sie mit gesenktem kopf vor den beiden Wölfen saß. Sie holte noch tief Luft und begann dann zu erzählen. Erzähle wie sie den Kadaver kam und dadurch auf die Verte der beiden Kam und ihnen gefolgt war. als sie den Grund erwähnen wollte warum sie ihnen gefolgt war knurrte ihr Magen wobei die Wölfin beschämt den blick auf den Boden lenkte. Nun musste sie den Grund nicht mehr nennen denn ihr Magenknurren hatte es schon verraten.
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Neela
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Sep 03, 2009 2:21 pm

So sehr Neela auch überlegte, sie konnte beim besten Willen keinen Grund dafür finden, warum diese fremde Wölfin derart unterwürfig auftrat. Sie betrachtete Sanuye ernst, wie diese laut winselte und zitterte und legte fragend den Kopf schief. Als Fjarl jedoch hinter ihr auftrat und versuchte sie zu besänftigen, verdüsterte sich ihr Gesicht und sie legte die Ohren an. Insgeheim stellte sie fest, dass Fjarl wahrlich ein merkwürdiger Wolf war.
Besaß er denn gar kein gesundes Misstrauen? Ob winselnde ängstliche Wölfin hin oder her, ein Wolf war stets auf der Hut, egal um wen es sich handelte. Neela musste sich fragen, ob Fjarl nie jemanden gehabt hatte, der ihm erklärt hatte das man stets vorsichtig und bedacht denken sollte. Das man erst gewisse Dinge klären, und aneinander kennen lernen sollte, bevor man einem fremden Wesen gleich das ganze Vertrauen schenkte.
Schließlich schüttelte sie den Kopf um ihre Gedanken über Fjarl und seine komischen Beweggründe zu vertreiben. Neela hatte sich nicht falsch verhalten, im Gegenteil sogar. Sie war wachsam, misstrauisch vor allem fremden Wölfen gegenüber und vorsichtig.
Als sie das Magenknurren Sanuyes vernahm, grinste die schöne Fähe ein wenig und reckte die Nase witternd in die Luft um zu erriechen, ob sich in der näheren Umgebung Wild aufhielt. Denn Neela selbst stellte fest, dass auch sie ein paar leckere Bisse frischen Fleisches vertragen könnte.
Sie hatte aufgehört zu Knurren, ihr gesträubtes Nackenfell hatte sich ebenfalls wieder gelegt und auch sonst schien nichts mehr darauf zu deuten, dass die junge Wölfin in irgendeiner Hinsicht aufgebracht war. Ihre Augen ruhten auf Sanyue und ihr Blick war eisern und undefinierbar, während sie nun ihre kühle, dennoch angenehme Stimme erhob.
„Warum bist du ganz alleine unterwegs?“ fragte sie schließlich, setzte sich auf ihre Hinterläufe und wartete die Antwort der jungen Fähe ab.

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Tyron

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Sep 03, 2009 4:25 pm

Jetzt erst fand der Wolf Gelegenheit sich am Ort des Geschehens genauer umzublicken – denn schließlich hatte er während der ganzen Rettungsaktion nur zweitrangig auf die Umgebung zu achten, da sein Augenmerk fest auf die bedrohliche Gestalt der Raubkatze geheftet war und sich nur wenig für das ausgetrocknete Flussbett interessierte, in welchem seine Pfoten nun ruhten. Selbst wenn sein Blick auch jetzt wieder hauptsächlich auf den beiden Silhouetten der beiden Artgenossen haftete, so entging die Kargheit dem Rüden nicht. ’Wenn sogar ein Fluss von solcher Tiefe hier ausgetrocknet ist, wie soll man dann hier leben? Wo ist hier Wasser? Was hat der Hirsch hier gemacht? Er hat sich zwar offensichtlich verletzt und ist daran verendet, aber weitere Beutetiere wird es hier kaum geben – jedenfalls nicht in solchen Mengen, dass es auf Dauer für drei Wölfe sinnvoll wäre hier zu verweilen. Nun, wir wollten ja ohnehin weiterziehen. Doch… in welche Richtung?’ Tyron ließ seinen Blick schweifen, während sich seine Nase zeitgleich erhob und in den schwachen Wind gereckt wurde, der nur dürftig in die Schneise drang. Der Wolf schnupperte. Versuchte herauszufinden, welche Himmelsrichtung später bei der weiteren Reise sinnvoll wäre. ’Ich glaube der Hirsch kann nicht von so weit entfernt kommen. Vielleicht mehrere Tage, eine Woche, aber nicht weiter. Was wohl dafür gesorgt hat, dass er als Herdentier hier allein gestrandet ist? Ob er sich verirrt hat? Es macht keinen Sinn mir weitere Gedanken, um das Geschöpf zu machen, denn schließlich weiß ich nicht, ob… HALT. Wenn wir seiner Fährte folgen, vorausgesetzt meine Ahnung stimmt, dass seine Herde irgendwo in dieser Richtung liegt, dann… wäre das ein Anhaltspunkt.’ Die Augen Tyrons verengten sich, während sein Verstand beinahe fieberhaft daran arbeitete. Er war ein guter Jäger, sehr gut sogar. Mit einem leichten Schmunzeln erinnerte sich der Wolf daran, wie ihn einige der Fähen im damaligen Rudel angesehen hatten – nur, weil er gemeinsam mit Kenai wirklich fantastische Leistungen erbrachte. Selbst als jener von ihnen gegangen war, hatten sich die Fähigkeiten des geschickten Jägers immer weiter entwickelt, sodass man meinen könnte, dass Tyron sich in jedwede Beute perfekt hineinversetzen könne. Ganz gleich, ob Hase, Hirsch, Elch oder Büffel. Tyron besaß einen regelrechten Spürsinn, der ihm fast immer verriet, was für eine Taktik angebracht wäre, oder gar wo sich die eventuelle Beute verbergen könnte. Er verließ sich sehr stark auf seine Sinne, besonders jenen verborgenen, den nicht jeder Artgenosse mit ihm teilte. Es war ein Geschenk.
’Wenn wir zu dem Aas zurückkehren, werde ich die Spur des Hirsches etwas verfolgen, um mich zu überzeugen, ob es sich tatsächlich so verhält, wie ich vermute. Allerdings sollten die anderen nicht allzu lange bei dem Hirschkadaver verweilen, denn der Puma ist zwar verschwunden, aber wer weiß? Er wird sicherlich das alte Blut riechen und möglicherweise versuchen, die Beute für sich zu beanspruchen.’ Als die Stimme des blinden Wolfes an die Ohren von Tyron drang, ließ er sein Haupt wieder herabsinken, um in die Richtung des Sprechers zu blicken. Auch in den Augen des Rüden tauchte Mitleid, gepaart mit einem Anflug von Zorn auf. ’Wie konnte sein eigener Vater das nur tun?! Ich verstehe ja, dass bei uns Ciaran keinerlei Scheu zeigte uns zu verletzen, oder gar töten zu wollen, aber der eigene Vater?!’ Unglaublich. „Er wird dafür bezahlen. Vielleicht nicht durch dich, oder gar irgendjemand anderen den du kennst, aber irgendwann wird der für seine Taten Rechenschaft ablegen müssen.“, erklang die sympathische Stimme des Rüden, welcher seine Augen noch immer leicht verengt hatte. „Auch wenn er dir dein Augenlicht raubte, so solltest du es ihm beweisen, indem du das Beste aus deiner Situation machst. Liege ich recht in der Annahme, dass es dir vorhin, als du uns bei dem Berglöwen unterstützt hast, im Grunde gleichgültig war, ob du diese Begegnung überlebst, oder nicht? Habe ich Recht? Außerdem mag es wohl stimmen, dass du vielleicht irgendwann zu einer Last werden könntest, oder es sogar schon bist, aber wir werden dich nicht verjagen! Du wirst lernen mit der erzwungenen Dunkelheit zu leben und vielleicht wirst du sogar wieder jagen können, allein wohl weniger, aber mit Dyani und mir zusammen. Wir werden alle gemeinsam lernen mit deiner Blindheit zurecht zu kommen und du wirst sehen, möglicherweise vergehen nur wenige Wochen, ehe wir drei ein gutes Team sind.“ Deutlich konnte man das aufmunternde Lächeln, welches sich auf seinem Antlitz ausgebreitet hatte, in Tyrons warmherziger Stimme vernehmen.
Der wachsame Blick des Rüden hatte ihm die Ankunft des Raben verkündet, sodass sich dein großer Kopf langsam in die Richtung des Schwarzgefiederten wandte. Tyron zuckte mit den Ohren, während er den dunklen Freund betrachtete. ’Was macht der denn hier? Ist er uns gefolgt?’ Urplötzlich schien der die gleichen Schlussfolgerungen, wie die Fähe zu ziehen, als er mit seinem Kopf die Bewegung Dyanis Hauptes nachtat. ’Stimmt. Der Hirsch.’ Allerdings fraß sich zeitgleich eine kurze Befürchtung in das Hirn des Rüden. Was, wenn der Rabe von der Beute vertrieben worden war? Was, wenn der Vogel der hungrigen Raubkatze begegnet, und lieber das Weite gesucht hatte? Was dann? Ein weiteres Krächzen befreite sich aus dem Schnabel des intelligenten Tieres, welches nicht weit entfernt von den Wölfen am Boden hockte. Unwillkürlich tat Tyron einen bedächtigen Schritt auf den Schwarzen zu, welcher natürlich sofort empört mehrmals Krächzte, bis der Leib des Wolfes wieder zum Harren gekommen war. ’Seltsam.’ Beinahe ebenso misstrauisch, wie die schwarzen Knopfaugen zu den Vierbeinern blickten, so sah der Rüde in die Richtung des Vogels.
Schließlich schüttelte der Wolf mit einem hörbaren Schnauben seinen Kopf, bis er ihn wieder zu Keenan und Dyani wandte. Sein Blick huschte zu den leeren Augen des etwas größeren Rüden, ehe er die doch relativ steile Erhebung betrachtete. ’Es muss irgendwo eine flachere Stelle geben, an der er ohne große Schwierigkeiten herauf kommt.’ Sein Augenmerk wanderte an den Wänden des Flussbettes entlang, ehe er das fand, was er gesucht hatte. ’Dort.’ So kam es, dass der mexikanische Wolf seine Stimme erneut erhob: „Wir müssen dazu den ausgetrockneten Fluss verlassen, dort hinten sollte es für dich möglich sein.“ Mit einigen wenigen Schritten hatte Tyron den Abstand zwischen sich und Keenan überwunden, sodass er ihn nun ganz leicht an der Flanke berühren konnte, um ihm so sie richtige Richtung zu weisen. „Komm.“
An Dyani gewandt ließ der Rüde ein verschmitztes Grinsen auf seinem Gesicht erscheinen, während er sich gedanklich ausmalte, wie die Fähe fraß und fraß, bis sie platzte.
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Shenna

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Sep 04, 2009 12:06 am

Shenna wusste nicht genau was sie tun sollte, doch als sie Eves stimme hörte...und jene ihr ihren namen anvertraute.Nickte Shenna nur in kühl ihre richtung, innerlich jedoch freute sie sich, das die Alphera ihr ihren namen anvertraut hatte.
Der Boden war angenehm Kühl und Shenna beschloss sich flach hinzulegen, was sie dann auch Tat.Ihr Blick verlor sich in der ferne und wieder schlief sie ein, es war nur eine art wachschlaf dennoch ausreichend um wieder kräfte zu sammeln und sich von den anstrengungen zu erholen. Shenna schoss in die höhe als sie Eves heulen vernahm. Verschlafen und veriwrrt blinzelte sie, dann wurde ihr erst bewusst das sie ja nun nichtmehr alleine war. Sie schielte zu Eleazar hinüber. mh er sah wirklich gut aus...was Shenna auch noch beeindruckte, war das er Grösser war als sie...oft waren sogar die Rüden kleiner als die unnatürlich grosse Fähe. Eingrinsen huschte über ihr gesicht, dann setzte sie sich hin. Da war etwas in ihr, ein drang dem sie nun nachgab. Schon zerriss ein weiteres heulen die Nacht, Shenna`s. Sie fühlte wie die Lebenskraft in ihrem Körper pulsierte als sie Heulte, sie hatte das letzte mal in ihren welpenjahren in ihrem Rudel geheult. Bei den Menschen wurden sie immer mit der Eisenstange verprügelt wenn sie heulten. Nun fühlte sie sich freu, und die schwarze Fähe heulte voller inbrunst. Es war eines der schönsten Gefühle die sie jemals erlebt hatte.
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Eleazar

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Sep 04, 2009 2:22 pm

Eleazar lag ebenfalls auf dem Boden und döste ein wenig vor sich hin. Er dachte an nichts besonderes nur an den kühlen Boden unter sich und die Schönheit ganz in seiner nähe. Er blinzelte zu ihr herüber und beobachtete sie beim Schlafen. Dan jedoch wurde er hoch geschreckt, als Eve das Heulen anstimmte… Er fuhr auf und sprang im gleichen Satz auf die Beine. Er hatte sich erschrocken und das nicht gerade wenig. Etwas verdutzt sah er zu der Alphera herüber und sammelte sich. Dan kam eine weitere Stimme hinzu und sein Kopf legte sich in Richtung Shenna… Hatte er eine Absprache verpasst? Zwischen Eve und Shenna hin und herblickend entschied er sich auch dazu mitzumachen. Er hatte seine Hilfe ja versprochen.
So soll es also sein na dan wollen wir mal….
Dachte er bei sich und setzte sich auf die Hinterhand. Mit einer Eleganten Bewegung, warf er den Kopf in den Nacken, legte die Ohren an und lies ein durchringendes tiefes Heulen erklingen. Es war Rau und zeugte von Kraft und Willensstärke… Er musste aufpassen die Fähen nicht zu übertönen also zügelte er sich Etwas. Er stimmte also in das Lied mit ein und eine Wildheit die er nur beim heulen spürte mischte sich in sein Wesen. So heulten sie nun also im Choral und jeder seine Stimme und doch klang es wie ein Bild wenn man es zusammen vernahm. Es passte einfach. Und Zar war sich sicher, dass Wölfe in der Umgebung das Heulen hören würden. Vielleicht kamen sie dan zu ihnen und schlossen sich dem Rudel an? Wer wusste das schon? Er hoffte es für Eve auch das sie ein schönes Revier finden würden mit einer Höhle für sie und die Welpen. Eine kleine reichte, denn Fähen waren ja am liebsten alleine wenn es ums Werfen ging.
Dies und mehr ging ihm beim Heulen durch den Kopf. Zusätzlich beobachtete er auch noch unauffällig Shenna. Sie hatte eine schöne Stimme.


[Bei Shenna und Eve, Heult mit beiden zusammen]
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Eve
Alpha
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Sep 04, 2009 10:42 pm

Wohl bemerkte die Weiße den Schrecken, den sie den beiden dunklen Wölfen versetzte, als sie die tiefe Stimme der Fähe vernahmen. Ein wenig Spott schlich sich in das bernsteinfarbene Augenmerk des Weibchens, denn für derart schreckhaft hatte sie die Schwarzen ursprünglich nicht gehalten. Auch bei Eve lagen die Erinnerungen an ein letztes gemeinsames Heulkonzert lange zurück, hatte sie schließlich nur gemeinsam mit ihren beiden Geschwistern und ihrer Mutter derartiges getan. Die Stimmen der anderen Wölfe kitzelten ihre Ohren, bis sie sich zu einem harmonischen Dreiklang verbanden. Noch immer harrte ihr Blick auf den blassen Umrissen des Mondes, während sie ihre liegende Haltung veränderte und sich in eine sitzende Position aufrichtete. Während dieses Wechsels konnte man keine wahrnehmbare Veränderung im Klang ihrer Stimme wahrnehmen, als sie aber schließlich auf ihrem Hinterteil saß, stoppte sie für den Bruchteil einer Sekunde, um Atem zu schöpfen, ehe sich die Töne verstärkten. Die Gedanken schwanden. Es war nicht wichtig, sich über manches Sorgen zu machen, oder der Vergangenheit nachzutrauern. Es war unnötig zu denken. Wichtig war einzig und allein der Klang, der aus ihrer Kehle drang und sich mit dem der beiden anderen vereinte. Bedenken schwanden, Ängste verstummten und gar ihre Sehnsucht zu Evil fand einen Moment der Ruhe. Frei. Losgelöst. Ihr war, als würde sie schweben. ’Es macht Spaß.’, bemerkte die Fähe plötzlich. ’Gemeinsam zu heulen macht Spaß.’ Überrascht weiteten sich die Augen der Wölfin, während ihre buschige Rute zeitgleich zu wedeln begann.
Ihr Blick löste sich von der Silhouette des Mondes, um zu ihren beiden Begleitern zu wandern, auch der Klang ihrer Stimme wurde nachgiebiger, bis er schließlich von einem begeistert, belustigten Lachen abgelöst wurde. Es war befreiend gewesen, zu heulen. So befreiend, dass dieses Gefühl ihr gar ein währendes Kichern aus der Kehle gelockt hatte. „So wunderschön…“ Mit einem amüsierten Funkeln in den hellen Augen gewahrte die Fähe, dass sowohl Wölfin, als auch Wolf sich immer wieder vorsichtige Blicke zuwarfen, die sehr beredet waren, obgleich sie ihre Stimmen nicht gebrauchten, um die dazu passenden Worte zu formen. Sanft neigte die Weiße ihr Haupt um wenige Nuancen zur Seite, während ihr schönes Lachen noch einige Momente lang andauerte. ’Ob sie glauben man würde das nicht sehen? Denken diese beiden Wölfe tatsächlich, dass mir diese Blicke entgehen? Auch sei selbst müssen das gegenseitige Beobachten längst bemerkt haben.’
Eve sprang auf. Selbst, wenn sie das Verhalten der beiden Artgenossen als amüsant empfand, so kam es der Hellen mit einem Male so vor, als würde sie hier bei etwas stören. ’Ob die beiden wohl miteinander reden, sollte ich sie kurz allein lassen?’ Eves Augenmerk wanderte zu dem riesigen schwarzen Rüden, heftete sich an seine imposante Erscheinung, ehe ihr Blick weiter zog und bei der dunklen Wölfin zum Halten kam. Sie traute ihr nicht. Ein Gefühl tief im Inneren des Weibchens sorgte für ein Misstrauen, welches sie momentan nicht offen zur Schau stellte. Gewiss hatte die Weiße der Größeren gestattet, dass sie gerne hier mit ihnen im Schatten verweilen könne und sie auch in ihrem Rudel akzeptiert, aber das bedeutete noch lange nicht, dass Eve der anderen ihr vollstes Vertrauen schenkte. Sie war seltsam. Auch wenn die Polarwölfin selbst dazu neigte gereizt und aggressiv zu reagieren und gewiss keine allzu freundlichen Worte verlauten ließ, so hatte die übertrieben heftige Reaktion der anderen Wölfin etwas im Geist der Weißen geweckt. Sachte schüttelte Eve ihren Kopf, bis sie schlussendlich entschied, dass Shenna ihr ganz einfach unsympathisch war.
Die arktische Wölfin bewegte ihren schlanken Leib mehrere Schritte zur Seite und wieder in die Ursprungsposition, während ihr Blick wieder zu Eleazar zurückkehrte. „Ich komme bald zurück, ich will mich hier einfach mal etwas umsehen.“ Die klare Stimme der Fähe duldete keinen Widerspruch, obgleich ihr Körper noch einen Augenblick lang harrte, ehe sich die Weiße umdrehte und beinahe sofort in einen raschen Gang verfiel, der sie am Ufer des Wassers entlang nach Norden führte. Ihre Rute hing locker herunter und auch Eves Kopf war in eine angenehme Haltung herabgesunken, in der ihre Nase nicht allzu viele Zentimeter über dem Erdboden schwebte. Es stimmte, die Weiße hatte vor sich die Umgebung genauer einzuprägen, selbst wenn sie diesen Ort hier bald verlassen sollten. Sie wollte wissen wo genau sie war, außerdem zehrte es an den Nerven des Weibchens die sachten Annäherungsversuche in Gestalt von scheinbar unbemerkten Blicken weiter zu verfolgen.

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Sanuye

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   So Sep 06, 2009 1:11 am

Sanuye sah zu der weißen und hob ein stück weit den kopf um zu zeigen das sie gegenüber den beiden entspannter wurde. „ich hab meine Rudel verlassen weil dieses zu groß wurde ich bin immer einem Fluss gefolgt und bin o in diesen Wald gekommen wie ich zu euch gekommen bin wisst ihr ja bereits!“ erklärte sie und sah dann zum Wasser. Sanuye verspürte neben Dem Hungergefühl auch noch einen trockenen Mund und wollte am liebsten ihren durst stillen indem sie zu der Quelle ging und hastig trank doch wollte sie nicht unhöflich werden sie durfte sich nicht einfach so erheben und den rücken zu den beiden Wölfen drehen. Das durfte sie sich nicht erlauben also blieb sie sitzen und schleckte sich über die Schnauzte obwohl sie versuchte nicht zu zeigen wie sehr Durstig sie war.
„tut mir leid wenn ich euch gestört habe ich wollte mich eurer Gruppe anschließen da ich alleine schwieriger auskomme.“ Sagte sie wobei sie den Kopf wieder sinken ließ und blickte wieder zu Boden. „wenn ihr mich nicht bei euch haben wollt gehe ich sofort wieder meiner Wege um euch nicht weiter zu behelligen.“ Sagte sie und blickte nun wieder zu den beiden Wölfen im der Hoffnung das sie nichts dagegen hatten das sie sich ihnen anschließen möchte.


(Fjral hat mich gebeten vor ihm zu schrieben aber gerade ist mir au Net mehr eingefallen als das was oben steht…)
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Fjarl

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Sep 07, 2009 12:05 pm

Fjarl saß ruhig im Licht der Aufgehenden Sonne und lauschte den Gespräch der beiden Fähen, ohne den Blick von Sanuye abzuwenden. Natürlich fiel ihm auf, wie sie sich die Schnauze beleckte, natürlich musste sie Durst haben, nachdem sie den beiden jeden Tag in der Hitze gefolgt war, hinzu kamen nun noch die Aufregung und die vielen Fragen die sie zu beantworten versuchte.
Die neue Fähe erklärte, dass sie sich ihnen anschließen wolle, was für Fjarl nur natürlich klang, ein einzelner Wolf hatte es schwer zu überleben, als Rudeltier war sein Jagderfolg zu stark von der Zusammenarbeit mit Artgenossen abhängig.
Nun erhob der große schwarze Wolf seine Stimme und sprach beruhigend, sowohl zu Neela als auch Sanuye: "Nun denn, du wurdest gehört, und was mich betrifft, so werde ich dich nicht davonjagen, aber ich muss noch immer Neelas wünsche berücksichtigen, und euer beider Kennenlernen war nicht besonders herzlich, und die Bedingungen waren nicht glücklich." Fjarl stand auf und ging hinter Neela herum und rieb sich zärtlich an ihrer Flanke: "Ich hoffe, du stimmst mir zu meine Liebste, wenn ich sage, wir könnten noch erfolgreicher jagen, wenn wir zu dritt seien.",und mit lauterer Stimme, die vor Autorität schwer hing fügte er hinzu: "Aber solange, bis du deine Entscheidung getroffen hast, soll mir Sanuye willkommen", er sah die junge Fähe an und sein milder Blick verriet Güte: "Und nun geh ersteinmal und trink, sowviel du willst, du musst wirklich sehr durstig sein."
Nachdem Fjarl seine Meinung kundgetan hatte, lehnte er sich sanft und voller Vertrauen an Neela an und schleckte ihr zärtlich durch den Nacken. Damit zeigte er zum einem beiden Fähen, wem seine Loyalität und Zuneigung galt, und zum anderem versuchte er damit Neelas noch immer aufgebrachtes Gemüt etwas zu besänftigen.
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Keenan

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Sep 07, 2009 7:34 pm

Keenan hatte sein Haupt weiterhin zu Dyani gerichtet, die ihn berührte und dann wieder sprach. Ein Kadaver? Ja, das hörte sich gut an. Sehr gut sogar. Es war schon eine Weile her gewesen, seit Kee etwas ordentliches gefressen hatte. Und seine letzte beute hatte er noch sehen können... Wir bringen dich hin... er war ein ganz normaler, sehr freundlicher Satz, aber trotzdem knickte Keenan innerlich wieder ein kleines Stückchen ein. Er war ein behinderter Wolf. Er war auf Dyani und Tyron angewiesen. Er würde ohne sie sterben. früher oder später würde er nicht mehr leben können ohne dieHilfe der beiden Freunde. Seine Gedanken wurden von Flügelschlägen, einem Landegeräusch mit dazu passender Erd-vibration und einigen Krächtslauten unterbrochen. Der Rüde wunderte sich, dass ein Vogel, dre sicherlich kein Raubogel war bei den Geräuschen die er machte, sich so nah an die drei heranwagte. Ok, er konnte ja fliegen, aber Wölfe waren ziemlich schnell und es hatte sich eher so angrhört als wäre der Vogel extra zu jenen hier versammelten Wölfen geflogen. Doch Keenan dachte nicht viel über den seltsamen ihm unbekannten Vogel nach. Er hatte noch nie mit einem geredet und auch keinen "näher" gekannt. Wohl schon mehrere male einen gefressen... Fressen, das erinnerte ihn wieder an den Hirschkadaver.
"Ja, ich würde sehr gerne etwas fressen, mein magen beschwert sich schon. ich hoffe ihc werde euch später bei der Jagt auch behilflich sein können, nicht nur im Wege stehen." Er lächelte, fragte sich warum er in Anwesenheit der Wölfe es schaffte seine Trauer so sehr zu verstecken. Warum er noch ncht geweint hatte, auch nach Tyrons nächsten Worten. Warscheinlich hatte er alles noch gar nicht richtig realisiert, ja das war die einzige Erklärung, die der Rüde gerade finden konnte. Tyron sprach sehr beruhigend und angenehm, er wollte Keenan aufmuntern, aber auch auf Tatsachen hinweisen.
"Na ja, es gäbe da schon einen Wolf, der meinen Vater rächen könnte. Aber nur mein Bruder... " Er setzte kurz ab und hing seinen Gedanken und Erinnerungen an den Freund, den guten Bruder nach. Auch wenn er kalt war und tötete kannte Keenan auch den sanften und gutmütigen Raayu. Alleine diese verhaltensänderung, ja vielleicht eine Gehirnwäsche würde er seinem vaqter niemals verzeihen können. Dann nahm er seine Blindheit schon lieber in Kauf als irgendwann einmal so zu werden wie er, Karishon. Tyron sprach weiter und Keenan antwortete." ja, ich hoffe sehr, dass ich so schnell wie möglich damit klar kommen werde" Er stockte, seine Stimme war etwas zittrig geworden, aber er durfte keine Schwäche zeigen. "Aber wir drei werden bestimmt ein gutes Team. ich bemühe mich alles quasi neu zu lernen. Laufen und drohen kann ich shcon mal wieder" Ein kurzes lächeln flog über sein Gesicht, dann ließ er sich sachte in die Richtung drücken, in die Tyron ihn wies. Dyani und Tyron waren jetzt seine Augen. Sie waren seine Augen und anfangs noch seine Krücken. Seine Starthilfen, sein Pflaster. Und am allerwichtigsten, seine Freunde. keenan hatte noch nie Freunde gehabt. Silver seine Schwester und irgendwie auch Raayu, aber sonst war er ein Einzelgänger gewesen, schon immer. Doch die neuen Freunde waren gute, das hatte er im Gefühl. Auch wenn sie vielleicht immer seine Augen bleiben würden. Vielleicht fand er ja trotzdem einen Weg sich dafür zu revanchieren, irgendwie.
Seinen Kopf wieder auf den Boden gerichtet um Gerüche besser erfassen zu können lief er in die Richtung, die Tyron ihm vorgab. Das "blinde" Vertrauen war schon da, aber was blieb dem großen Rüden auch anderes übrig. Nach einigen Schritten an dessen Seite - es fühlte sich schon wesentlich sicherer und besser an als zuvor alleine im Dunkeln tappend - hielt Keenan inne und fuhr mit dem Kopf hoch. Ein Dreiklang an Heultönen hatte eine Ohren erreicht und erzähltem ihm die Geschichte von drei fremden Wölfen, die miteinander die nacht genossen. Keenan konnte problemlos hören aus welcher Richtung der Klang ertönte, konnte sie aber nicht zuordnen. Er glaubte diese Stimmen noch nie zuvor gehört zu haben. Irritiert, was sie jetzt tun wollten sah er zu Tyron. Nun ja, sah ist vielleicht nicht der richtige Augdruck, er drehte seinen Kopf zu dem Rüden. "Du hörst das doch sicher auch, Tyron. Dyani? Wenn wir gefressen haben, sollen wir zu dem Heulen laufen? Vielleicht wissen diese Wölfe ja wo es Wasser und nahrung zu finden gibt. Sehr lange wird der Hirsch ja sicher nicht für uns reichen..."
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Evil

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Sep 07, 2009 9:06 pm

Er verspürte keine kalten Finger des Windes, die ihm zärtlich durch sein langes Fell streichelten und jener Hitze Milderung verschafften, die ihn seit so langen Tagen grämte. Es war mindestens genauso unerträglich, wie der pochende Schmerz in seinen wandernden Pfoten, die mitunter die langen Meilen unter dem harschen Stolz seines zerfließenden Verstandes gelitten hatten. Sie wollten nicht mehr, doch sein Schädel schien sich mit dessen nicht anfreunden zu wollen und quälten seinen vom Durst geplagten Körper Zoll um Zoll tiefer in eine für ihn unbekannte Landschaft, das er sich längst nicht einmal mehr bewusst war, wo er sich denn überhaupt befand. Norden, Süden, Osten, Westen - sie waren Himmelsrichtungen, die er nicht sortieren konnte. Immerzu hatte er sich auf sein Bauchgefühl gelauscht, obwohl er eher ein Denker war. Er handelte nicht ohne Hintergedanken. "Ja, Himmel, Arsch und Wulf nochmal, das ist doch zum bekloppt werden. Wie zur Hölle soll ich mein Herzchen finden, wenn ich schon vor so geraumer Zeit ihre Fährte verloren habe?" Frage um Frage, die er stellte, aber keinerlei Antwort bekam. Eine Antwort auf die seine gespitzten Ohren ständig lauerten. Jedes Geräusch hatte Bedeutung - er wurde paranoid. Und Schuld war daran alleine der achtlose Jägermann.
Ein kehliges Brummen war ihm bereits schon bei dem Gedanken an diesen Menschen aus seinem Maul gekrochen, dass er zur Abkühlung seines stämmigen Körpers geöffnet hatte. Seine Zunge baumelte Takt beladen im geschwungenen Schritt seiner langen Läufe, die immer noch so elegant jedes Hindernis bewältigten. War es denn nun ein Sprung oder vielleicht auch nur das Ausweichen eines erblickten kleinen Käfers, der sich seinen Weg über den kraftlosen Boden gesucht hatte. Drüsch - es war vertrocknet. So, wie das Flussbett, dass er zuletzt hatte erblicken wollen in der Hoffnung seinem Hirn eine Erfrischung zu schenken. Doch es war ihm nicht vergönnt. Er halluzinierte - immerhin hörte er nun schon Stimmen zwei sehr befremdlich klingender Wölfe und der, der jungen Eve. Eve... "Eve?" Wisperte er schlagartig atemlos. Das war Zufall - das war ein Traum. Er erwachte sicherlich bald und würde sich über die Naivität ärgern, die ihn in den Wochen beinahe in den Wahnsinn getrieben hatte. Und trotzdem wagte er dieses Ständchen. Ein himmelhoch jauchzendes Lied seiner sehr tiefen Stimmbänder, die so plötzlich in den Gesang mit einstimmten. Da hatte er wieder nach Gefühl gehandelt. Gefühl, das ihn zu überwältigenden drohte und ihn schutzlos auf einer bleichen Lichtung warten lassen schien.
Er war so ein herrlich leichtes Ziel, dass sich ganz in der Wucht verloren und beinahe überschlagen hätte.
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Eve
Alpha
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Sep 07, 2009 10:19 pm

Obgleich ihre eigene Stimme schon längst wieder verstummt, und das gemeinsame Lied der drei Wölfe verlassen hatte, so harrte ihr gesamter Leib mitten im Schritt, als ein bekannter Klang ihr Gehör umschmeichelte und sich tief hineinzwängte, ihre Seele regelrecht zum Schwingen brachte. Ein erbarmungsloses Zittern erfasste den schlanken Körper der Wölfin, die verwundert auf ihre bebenden Glieder herabblickte und sich ungläubig, ja fassungslos fragte, weshalb ihr Herz so flatternde Schläge getan hatte. Die Ohren der Fähe hatten sich steil aufgerichtet, damit ihnen nicht ein einziger dieser Töne entglitt. Töne, die ihr den Atem raubten. Töne, die sie überfielen, wie ein längst verloren geglaubter Begleiter. „Evil?“, zaghaft, ja wie das Wispern des Windes erhob sich die Stimme der Polarwölfin, die nicht glauben konnte, was, nein wer sich da mit den Klängen der Wölfe vereinte.
Die Augenlider der Weißen sanken herab und versagten dem getrockneten Baumblut etwas zu sehen. Dunkelheit hüllte den Geist des Geschöpfes ein, während sich die Leere in ihr mit der allzu bekannten Stimme ihres Gefährten füllte. ’Ist er es wirklich? Kann das sein?’ Sie konnte es nicht glauben. Nicht, wenn sie ihn nicht mit ihren eigenen Augen sähe. Die Stimme allein genügte nicht. Sie musste ihn sehen. Jetzt. Sofort. Das Plätschern des Flusses verklang und das einzige was nunmehr an ihr Gehör drang, waren die tiefen Klänge aus der Kehle des Verschollenen. Sein Heulen und… das ihre, welches nur einen Bruchteil später in den Himmel gesandt wurde und sein Lied sanft, aber entschieden umschmeichelte. Deutlich konnte man das fassungslose Unglauben, die zitternde Hoffnung, die tiefe Verzweiflung und den Wunsch nach Erlösung aus diesem Trugbild aus ihrem Hall heraushören. Es konnte nicht wahr sein. Sie erlag gewiss einer Sinnestäuschung und doch vermochte die Fähe es nicht, ihre Stimme zu stoppen, die in immer lauteren Klängen aus ihrer Kehle ausbrach und alles überbot, was die Wölfin jemals zuvor erklingen ließ.
„Evil!“ Nur kurz hatte Eve ihr Geheul unterbrochen, um seinen Namen nach Luft schnappend auszustoßen, während sich ihre Augenlider hoben, ehe sie erneut zu jaulen begann. Ihre Ohren übermittelten der Polarwölfin, dass sich der Gesuchte in nicht allzu weiter Ferne befinden müsse, nah genug, um ihn zu erreichen, wenn sie ihre Pfoten nur genug anstrengte. Eve vergaß alles um sich herum. Vergaß den Fluss, den sie todesmutig durchqueren musste. Vergaß die beiden Wölfe, die noch immer unter der Eiche saßen und womöglich auf Eves Rückkehr von ihrem Rundgang warteten. Vergaß die Erschöpfung, die ihren Leib erst zu einer Rast unter dem großen Baum gezwungen hatte. Vergaß alles. Mit triefendem Fell rannte sie über die staubtrockene Ebene. Wie ein weißer Blitz hastete die Wölfin in der Dunkelheit in die Richtung, aus der die Stimme Evils an ihre Ohren gedrungen war. Immer wieder murmelte sie beinahe lautlos den Namen ihres Gefährten, während jenes Stakkato vermischt mit dem Trommeln ihrer Pfoten stets von Position angebendem Heulen unterbrochen wurde. Da die Nacht angebrochen war, war die pralle Hitze zwar geschwunden, doch wich sie nur einer stehenden Schwüle, die das Weibchen schon bald dazu nötigte ihren Fang gänzlich zu öffnen und die Zunge hechelnd heraushängen zu lassen. Ihre Flanken bebten. Nachdem die Fähe etliche Minuten lang quer durch die Ebene gerast war, immer wieder Stolpersteinen ausweichend und deutliche Tropfspuren zurücklassend, konnte sie plötzlich im Dämmerlicht die düstren Umrisse eines Waldes vor sich erkennen.
Eves dichtes weißes Fell war durch das Wasser des Flusses noch immer sehr nass, doch durch ihre Hast schon etwas trockener als zuvor, sodass die Wölfin, als sie ihren Läufen kurz Einhalt gebot, nicht mehr etliche Bäche an sich herunter laufen hatte. Eve stand am Waldrand, versuchte wieder zu Atem zu kommen, um erneut Laut zu geben. Endlich, nach einer schieren Ewigkeit – in Wahrheit nur wenigen Sekunden – gelang es der Wölfin erneut ihre klare Stimme zu erheben. Still, nur unterbrochen von ihren Hechelgeräuschen, lauschte sie daraufhin erneut – und tatsächlich! Das Lied des Rüden hatte noch nicht geendet. Die Wölfin betrat den Wald. Da sich Eve nun nicht mehr in einer überblickbaren Ebene befand, sondern in einem düstren Forst musste sie nun aufmerksamer auf ihre Umgebung achten, was die Fähe allerdings nicht in ihrer Geschwindigkeit minderte, da sie im gleichen Tempo, wie zuvor Bäumen und Sträuchern auswich und sich nicht aufhalten ließ. Eve war geschickt. So geschickt, dass sie sich zutraute durch diesen Wald zu hetzen, ohne gegen den Stamm eines Baumes zu laufen, obwohl es die Ohren waren, die die Fähe leiteten und nicht ihr Sehsinn.
’Er ist nah.’ Dieser Gedankengang und kein anderer war es, der sich mit unvermittelter Schärfe in ihrem Bewusstsein ausbreitete und alle anderen davon riss. Der herbe, traumhaft vertraute Geruch des Rüden erreichte den empfindlichen Geruchssinn der Wölfin schon nach kurzer Zeit. Durchdringend und beinahe schmerzhaft brannte er sich in ihre Nase, wollte nicht mehr weichen. Sollte es nicht mehr. Plötzlich lichteten sich die Pflanzen vor dem stürmischen Leib des weißen Blitzes, der sich mit einem Male auf einer Lichtung wiederfand. Bernsteinfarbene Augen trafen auf Honigfarbene. Stolpernd, hechelnd, Wasser triefend und mit bebenden Flanken kam die Wölfin nur wenige Rutenlängen vor ihrem verloren geglaubten Gefährten zum Halten. „Evil“, brachte Eve atemlos hervor, während ihre Augen sich nicht an seinen Seelenspiegeln festhielten, sondern über den gesamten Leib des Rüden tasteten und nach Verletzungen, oder anderen Auffälligkeiten suchten. ’Er lebt. Er ist da. Es geht ihm gut.’
Eve trat einen bedächtigen Schritt auf den größeren Wolf zu, während ihre Ohren sich spitzten und ihr Augenmerk wieder auf seinem Antlitz zum Halten kam. Ein Winseln schlich sich aus ihrer Kehle, geboren aus Freude, schwindender Verzweiflung und dem Unglauben, der sie noch immer beherrschte. Ein weiterer Schritt führte das helle Geschöpf auf den Rüden zu, ehe sie erneut anhielt, noch immer zwei, drei Rutenlängen entfernt. „Oh, Evil…“ Unter das Winseln mischte sich ein Knurren, ehe die Wölfin mit einem einzigen Satz den Abstand zwischen sich und dem Älteren überwandte, um sich regelrecht gegen ihn zu werfen – teils mit der Absicht ihn möglichst dicht an sich zu spüren und teils, um ihn zu Boden zu schmeißen; ein Lohn dafür, dass er sie einfach verlassen hatte. „… wo warst du?! Was… was ist geschehen? Wieso… wieso bist du gegangen?“ Immer dichter drängte sich die Weiße an den Rüden während in ihrer Stimme Freude gegen Wut kämpfte und noch nicht klar war, welche beider Gefühlsregungen letztendlich überwiegen sollte.
Tief sog die trächtige Wölfin die vertraute, geliebte Witterung ihres Gefährten ein, während ihre Nase in dem langen Fell des Rüden verschwand, um keinen anderen Duft, außer dem des Wolfes wahrzunehmen. Ganz schwach meinte Eve in seinem Pelz einen unangenehmen Geruch zu entdecken, menschlich gar.
Vergessen blieben die beiden schwarzen Wölfe unter der Eiche, die wohl ihr, sich entfernendes, Heulen gehört haben mussten. Es war der Wölfin gleich, was die beiden dachten, denn sie hatte jene beiden Kreaturen augenblicklich gänzlich aus ihrem Bewusstsein gedrängt. Beinahe so, als gäbe es die beiden überhaupt nicht. Nur Evil. Nur er war da. Sie roch ihn, sie sah ihn, sie hörte ihn und sie konnte ihn fühlen.

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Neela
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Di Sep 08, 2009 5:21 pm

Neela legte ihren hübschen Kopf ein wenig zur Seite und musterte Fjarl kritisch. Sie hatte nicht vorgehabt Sanuye zu vertreiben und es mochte sein, dass ihr Auftreten ein wenig beängstigend auf andere wirkte, trotz allem waren ihre Beweggründe klar und verständlich gewesen. „Von mir aus soll sie uns begleiten...“ sprach Neela ruhig während ihr Blick auf der ängstlichen Wölfin ruhte. „Womöglich hast du recht wenn du sagst, dass wir zu dritt noch besser jagen können“
Neela tapste ein paar Schritte weg von Fjarl und der Wölfin und legte sich so, dass ihr schlanker Leib gestreckt am Boden lag und ihr Kopf auf den weißen Pfoten ruhte.
Seit der Trennung ihrer Mutter war Fjarl der erste Wolf gewesen dem die weiße Fähe begegnet war und nun war schon eine weitere Wölfin dazu gekommen. Neela fragte sich im Stillen wohin es die drei wohl verschlagen würde und wie lange sie in dieser Konstellation blieben. Sie dachte an ihre Mutter und überlegte wie es dieser wohl ergangen sein mochte und was sie in diesem Moment erlebte.
Letztendlich jedoch vertrieb Neela durch ein schütteln ihres Hauptes jene Gedanken die ein trauriges Gefühl in ihr erweckten, um dann wieder ihren Blick auf den anderen Beiden zu lenken. Die junge Polarwölfin würde Sanuye die nächste Zeit zwar noch im Auge behalten, wie sie es auch bei Fjarl getan hatte und mit höhster Wahrscheinlichkeit auch bei anderen, fremden Wolf tun würde, aber dennoch würde sie die Timberwölfin nicht mehr anknurren oder sonst unnötig verängstigen.

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Eleazar

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Di Sep 08, 2009 5:23 pm

Eleazar heulte imemrnoch das Lied gen Himmel als er verstummte und Eves Worten lauschte… Sie wollte einen Rundgang machen? okay.. Sollte sie. Aber was dan passierte traf ihn nicht ganz vorbereitet.. in das Lied das verklang von Shenna und ihm mischte sich noch ein kehliges Heulen.. und darauf erklang Eves heulen… Es entfernte sich rasch. Er brauchte eine weile um zu begreifen was dies bedeutete… Es musste Evil sein. Er sah in die Richtung, in jene Eves Heulen verschwand und wartete.. Das Heulen wurde leiser verstummte und mischte sich in jenes des Rüden der dort irgendwo war…. Er war verwirrt… Was nun? Die Alpha war weggelaufen. Er seufzte, vergaß für kurze Zeit Shenna und erhob sich komplett… Seine Gestallt bäumte sich auf wie ein Untier und erneut klang seine Stimme gen Himmel diesmal mit einer Botschaft.
“Eve wo bist du hin? Hast du Evil gefunden? Sollen wir langsam nachkommen?“
In einem Rudel galt es sich auszutauschen und als Alpha hatte die weisse noch viel zu lernen, sie schien Zar und Shenna komplett vergessen zu haben. Naja hätte Zar wahrscheinlich auch, wenn er an ihrer Stelle gewesen währe aber dennoch wollte der schwarze Hüne wissen was Sache war und was er tun sollte… Bestimmt war es dort bequemer als hier in dieser Einöde.. Das Heulen schien durch etwas gedämpft gewesen zu sein.. Vielleicht ein Wald? Er überlegte und verfluchte diese Schwüle wärme der Nacht, die dem tag gewichen war. War ja fast noch unerträglicher als das was vorher war. Er drehte sich nicht zu Shenna und lauschte gespannt in die Nacht…. Würde sie die beiden überhaupt wahrnehmen? Er hoffte es doch.. Er wollte nämlich keine Suchaktion starten.. Sein Rudel Suchen beziehungsweise seine Alphas zu Suchen war dan doch etwas abnormal, den eigentlich war ein Rudel immer bei den Alphas… Nun ja das musste sich wohl noch alles entwickeln. Und Evil wusste ja noch gar nichts von seinem Glück als Vater und Alpha eines Rudels…. Eleazar war gespannt wie es werden würde… Würde er den Alphaposten annehmen? Zar hoffte es insgeheim, denn er wollte erstmal kein Rudel mehr führen auch wenn sein Stolz noch geblieben war so war er doch der Verantwortung überdrüssig geworden. Es war schwer und anstrengend zugleich.
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Dyani

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Di Sep 08, 2009 6:05 pm

Dyani nickte sachte, auch sie hatte das Heulen der fremden Wölfe vernommen. Jedoch verursachten diese Laute eine gewisse Unsicherheit in ihr und trieben sie dazu, sich sorgenvoll an Tyron zu drängen. Zögernd legten sich ihre Ohren an und sie fühlte das Unbehagen das stetig in ihr wuchs. Die mexikanische Wölfin befürchtete, dass diese Wölfe ihnen vielleicht nicht gut gesonnen waren und die drei nicht nur in ein fremdes Revier spazierten, sondern auch in einen Kampf.
Als Kee seinen Vorschlag äußerte, erhob auch Dyani ihre zarte, von Furcht gezeichnete Stimme. „Sollen wir das wirklich tun? Die Wölfe könnten uns nicht willkommen heißen und wir wissen alle, dass nicht alle Wölfe Fremde „nur“ vertreiben“.
Dyani hatte es noch nicht ganz ausgesprochen, da drängte sich schon das zornerfüllte Gesicht Ciarans vor ihre Augen und brachte die Wölfin dazu, dass sich ihr Nackenfell ein wenig sträubte. Außerdem hatte die Auseinandersetzung mit dem Puma sie vorerst genug gestresst, ein weiterer Konflikt war also wirklich nicht nötig.
Trotz ihrer Angst, würde sie sich an Tyron und sein Wort halten.
Es gab für sie momentan nicht schlimmeres, als wieder alleine umher zu ziehen, zu froh war sie wieder an Tyrons Seite zu sein und würde er sich dazu entschließen dem Heulen der fremden Wölfe zu folgen, so würde die junge Wölfin nicht von seiner Seite weichen und ihm, zwar mit einer gewissen Ängstlichkeit, aber dennoch einem bedingungslosen Vertrauen zur Seite stehen.
Dyanis hörbar laut knurrender Magen erinnerte sie an das eigentliche vorhaben und sie blickte zu den beiden Rüden. "Vielleicht sollten wir nun erstmal wirklich Kee den Kadaver zeigen, danach können wir ja weiter überlegen“.
Die mexikanische Wölfin tapste auch schon los, ließ vom Hunger getrieben die anderen Wölfe hinter sich und steuerte auf direkter Linie den toten Hirsch an. Ihr Verhalten war schon merkwürdig, denn es war noch gar nicht lange her gewesen, da hatte sich Dyani schon einmal den Bauch voll geschlagen. Wieso hatte sie nur einen so unstillbaren Hunger?
Natürlich schlang sie nicht so extrem, dass die Gefahr einer Magenverdrehung bestand... aber dennoch genug, dass es für Verwirrung sorgte. Nun, vielleicht lag es daran das die junge Wölfin über viele Tage hinweg nur gerannt war und zum Fressen kleine Mäuse, mit Glück, zwischen die Kiefer bekommen hatte.
Am Kadaver angekommen spürte sie schon wie ihr das Wasser im Maul zusammen lief, roch den angenehmen Geruch des Fleisches in ihrer Nase und schleckte sich schließlich über die Schnauze. Einen kurzen Blick warf sie noch in die Richtung aus der sie gekommen war, um sich zu vergewissern wann auch die Rüden auftauchen würden und betrachtete dann den Kadaver erneut. Da war noch genug dran. Sie war froh, dass ihr neuer Wegbegleiter Keenan nun die Möglichkeit hatte sich den Magen voll zuschlagen und neue Kraft sammeln zu können. Er war wirklich ein netter Wolf und Dyani war froh, dass die beiden ihm helfen und ihn Unterstützen konnten.
Schließlich beugte sich die Wölfin über den Hirsch und versenkte ihre scharfen, langen Zähne im Fleisch um dieses dann mit einem gewaltigen Ruck aus dem leblosen Leib heraus zu reißen.
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Tyron

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Sep 11, 2009 3:26 pm

Tyron glaubte fest daran, dass der andere Rüde es mit ihnen gemeinsam lernen würde, sein neues Leben zu nutzen. In den Augen des Wolfes mochte es zwar stimmen, dass der Artgenosse eine Behinderung besaß, aber der mexikanische Rüde war sich sicher, dass der Größere gut zu Dyani und Tyron passte. Gewiss würde Keenan sich anfangs sehr schwer tun, aber mit der Hilfe der beiden großherzigen Wölfe würde er sich gewiss anpassen und gar wieder jagen können. Tyrons Gedanken wanderten in die Vergangenheit – er wusste, wie es war, wenn man eines wichtigen Sinnes beraubt wurde. Um seine Fähigkeiten in der Jagd zu wahrer Perfektion zu bringen hatte Tyron damals versucht nicht von allen Sinnen abhängig zu sein: manchmal hatte der Wolf seine Augen geschlossen, um sich ganz auf Gehör-, Tast- und Geruchssinn zu verlassen. Oder aber er hatte seine Nase so wenig wie möglich gebraucht, um mit seinen Augen, seinem Leib und seinen Ohren der Beute nachzustellen. Es war schwer gewesen. Sehr schwer auf das zu verzichten, was so unglaublich normal und wichtig war. Aber Tyron hatte es getan, er wollte, sich der Bedeutsamkeit all jener Sinne vergewissern.
Die Lefzen des Rüden zuckten, mit der Andeutung eines kurzen schelmischen Lächelns. ’Ja, und ich weiß noch zu genau, dass ich anfangs bei jeder Schrecksekunde die Augen aufriss, um mich zu vergewissern, was gerade geschieht, oder das ich dann doch einen tiefen Atemzug mit meiner Nase getan habe, um die Witterungen bewusst aufzunehmen. Es ist schlimm, wenn man auf so etwas wichtiges, wie die Nase verzichten muss – auch die Augen sind von Bedeutung, aber dem Gehör oder der Nase beraubt empfände ich persönlich als schlimmer.’
„Ich meinte keine Rache, nicht in dem Sinn, wie du es vielleicht glaubst. Eher eine gerechte Strafe, die ihn einholt, möglicherweise nicht mehr in seinem Leben, aber im Tode gewiss. Niemand kann dem Tod entfliehen. Und niemand, dem Richter, der dort auf einen wartet.“ Tiefgründig hallten die Worte des schlanken Rüden wieder, der sich sicher war, dass selbst Ciaran im Reich der Schatten vor Gericht gestellt werden würde – für die Taten, die er begangen hatte. Die Ohren des Wolfes zuckten, als sie das Zittern in der Stimme des Artgenossen wahrnahmen, allerdings zog es Tyron vor nichts dazu zu sagen; jeder hatte schließlich seine eigenen Hürden zu überwinden. Insgeheim erstaunte es den Rüden, dass er Keenan beinahe ohne Zögern in sein Herz geschlossen hatte, denn schließlich kannten sie sich noch gar nicht und es war wahrlich ungewöhnlich, dass zwei Wölfe einen behinderten Artgenossen ohne Misstrauen in ihre Mitte nahmen. ’Ein anderer Wolf hätte wohl anders reagiert, ich glaube sogar Kenai wäre etwas misstrauischer gewesen, denn schließlich sollte man immer vorsichtig sein, wenn man Fremden begegnet. Besonders als Wolf, der die Nachfolge seines Vaters antreten sollte und somit eine größere Verantwortung und Voraussicht besaß, als wir anderen. Ich bin nicht so. Misstrauen ist mir nicht fremd, aber es hält bei mir nicht lange. Ich schenke anderen Wölfen gern mein Vertrauen, selbst wenn es in manchen Fällen kaum nachvollziehbar ist.’
Über all diese Dinge sann der etwas kleinere Rüde nach, als er an der Seite des Blinden auf jene Stelle zulief, die die Wölfe aus dem ausgetrockneten Flussbett führen sollte. Beinahe im selben Atemzug als Keenan stehen blieb, harrte der Körper des mexikanischen Wolfes und er warf den Kopf auf. Binnen eines Herzschlages hatte sich der gesamte Leib des Rüden angespannt, während er den fernen Stimmen der Wölfe lauschte. Die Spannung löste sich etwas, als sich die unsichere Fähe gegen seine Flanke drängte. Als er den Vorschlag und die Einwände der beiden Reisegefährten vernahm neigte Tyron sein Haupt wenige Nuancen zur Seite. ’Huch. Mit Dyani allein war es irgendwie anders, aber … jetzt fragt selbst Keenan mich was wir tun sollen. Das ist ungewohnt.’ Die braungrünen Augen des Rüden huschten zu der Gestalt der zarten Fähe, ehe sie zum größeren Wolf wanderten, der noch immer auf seiner anderen Seite harrte. Er hatte bereits in Dyanis Stimme die Furcht und das Unbehagen gehört, welches in ihrem Herzen erwachte, aber andererseits waren die fernen Klänge von solcher Harmonie beseelt, dass der Wolf gar nicht so recht daran glauben mochte, dass jene etwas Böses planten. Tyron ließ sich Zeit mit einer Antwort, denn sein Gehör hatte sich wieder auf die fernen Laute gerichtet, in die sich aus unerwarteter Richtung ein vierter Klang mischte. Irritiert konnte der Rüde feststellen, dass einer der drei Wölfe, die das Heulkonzert begonnen hatte, in die Richtung des anderen Artgenossen lief. ’Schnell. Ob sie sich kennen?’ Allerdings fand Tyron es etwas seltsam, dass ein Wolf seine Gefährten verließ, nur um einem anderen Isegrim entgegen zu laufen.
Der Wolf ahnte nichts von der tragischen Geschichte zwischen Eve und Evil, von der langen Suche, der Verzweiflung und dem überraschenden Wiedersehen. Die Ohren Tyrons zuckten mehrmals, ehe er sich schließlich zu einer Entscheidung durchrang. „Wir werden nicht hinlaufen. Das wäre gefährlich und obendrein ziemlich töricht. Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass du, Dyani, erschöpft bist und du, Keenan, gewiss nicht rennen könntest. Demnach wäre eine Flucht, sollte die Begegnung nicht freundlich ausfallen, nicht möglich und wir würden diesen Leichtsinn mit unser aller Leben bezahlen. Wir bleiben hier, aber ich denke wir werden ihnen mit unseren Stimmen mitteilen, dass wir da sind. Da wir mehrere Kilometer entfernt sind, können sie also auch nicht einfach unbemerkt zu uns kommen und eine Bedrohung darstellen, wir werden ja sehen, wie sie auf unser Antwortheulen reagieren.“ Beinahe kühl, ja distanziert klang die Stimme des Wolfes, der sich recht in seinem Inneren recht unsicher wandte, denn eine Entscheidung zu treffen, wenn man auf sich allein, oder mit seiner geliebten Gefährtin unterwegs ist, ist nicht schwer. Doch nun schien es so zu sein, als würde er auch über das Schicksal des Blinden bestimmen, was zur Folge hatte, dass sich Tyron erst in diese Rolle einfinden musste, die er sich gar nicht gewünscht hatte. Er war kein Anführer, er wollte es nie sein, auch wenn sein oftmals charismatisches Auftreten dazu führte, dass sich Artgenossen, von ihm verzaubert, um ihn reihten. Trotzdem war es Tyron immer genug gewesen auf Befehle zu reagieren – er hatte sich stets Kenai untergeordnet auch wenn der Abstand zwischen ihrer beider Dominanz nicht allzu groß gewesen war.
Als das Knurren Dyanis Magen an die Ohren des Rüden drang konnte er nicht anders als ein leises, amüsiertes Lachen auszustoßen. Die Spannung fiel von ihm ab, als hätte sie es nie gegeben. Gut, er hatte jetzt mehr Verantwortung als zuvor auf seinen Schultern, aber er würde sie tragen. So lange, bis er sie an einen fähigeren Wolf abgeben könnte. „Ja, gehen wir erst mal zum Aas.“, stimmte Tyron der Wölfin zu, während er sie mit seinen liebevollen Blicken verfolgte, als sie sich in die Richtung des Hirschkadavers entfernte. Nur mit Mühe konnte der Wolf ein sehnsüchtiges Seufzen in den Tiefen seiner Kehle einsperren, denn sein Herz quoll fast über vor Zuneigung, die er für die Fähe empfand. ’So ein Vielfraß.’, dachte er mit einem leisen Kichern, ehe sich der Rüde wieder gänzlich dem anderen Männchen zuwandte und an der Seite des etwas größeren Wolfes den Hang erklomm. Tyron war sich bewusst, dass es dem anderen einiges an Vertrauen abverlangte sich ganz auf die Führung des Sehenden zu verlassen, denn schließlich wäre es für den mexikanischen Wolf kein Problem dafür zu sorgen, dass der Erblindete gegen irgendein Hindernis lief. So aber achtete Tyron sehr genau darauf wohin er den Artgenossen lenkte, ja, er sorgte sogar dafür, dass sich die Felle der beiden Wölfe allzeit etwas berührten, sodass jener wusste, dass Tyron denselben Weg beschritt, wie Keenan.
Schließlich erreichten die beiden Rüden den aufgerissenen Leib des Hirsches, an welchem sich Dyani gerade erneut den Magen vollschlug. Der Geruch von geronnenem Blut und Fleisch drang in die Nase des 5-Jährigen, der Keenan bis direkt vor das Aas geführt hatte, nur um dann auf etwas Abstand zu gehen. Er hatte keinen Hunger, denn schließlich hatte er während seiner Flucht dank seiner erstaunlichen Jagdfähigkeiten oftmals Beute erwischt und auch heute hatte er sich an dem Hirsch satt fressen können.
„Lass es dir schmecken, Keenan.“, eröffnete Tyron mit sanfter Stimme, während er sich etwas abseits mehrmals um sich selbst drehte, ehe er sich auf den staubigen Boden herabsinken ließ – den Blick direkt auf Dyani gerichtet. Er sah der Fähe, seiner Fähe beim Verzehren des Mahles mit gutmütigem Spott zu, denn die Art, wie sie das Fleisch herunter schlang amüsierte den Rüden. Tyron wusste, dass sie zwar keine schlechte Jägerin war, aber auf sich allein gestellt ahnte er, dass sie große Schwierigkeiten gehabt haben musste. Nachdem er der Wölfin mehrere Augenblicke lang zugesehen hatte, konnte er es nicht länger aushalten: der Wolf sprang auf, streckte seine Läufe, ehe er zu der anmutigen Fähe trottete und seinen großen Kopf schwer auf ihre Schulter sinken ließ. Als das Männchen seine Stimme erneut erhob, galten die Worte einzig und allein seiner Gefährtin, sie waren leise und voll von andächtiger Zuneigung gepaart mit einem Schalk, der verriet, dass Tyron zu Scherzen aufgelegt war. „Lass dem armen Keenan auch noch etwas übrig, Dickerchen.“ Ein dreistes Grinsen zierte das Antlitz des Wolfes, welcher sein Haupt wieder von ihrer Schulter nahm, um einen Schritt zurückzuspringen – wer weiß, wie sie ob dieser nicht ernst gemeinten Titulierung reagieren würde.
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Sanuye

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Sep 14, 2009 12:40 am

Die dreifarbige erschrak teil als der Rüde wieder die Stimme erhob doch die Worte die Sanuye vernahm gefielen ihr. Es schien so als ob sie sich der Kleinen aber doch stark wirkenden Gruppe Anschließen dürfte. Als Fjral dennoch ihr anbot zu Trinken blieb sie sitzen. Erst wollte sie abwarten was passieren würde und blickte die Wölfin an. Neela’s verhalten war wirklich nicht Herzlich gewesen doch verstand Sie die Reaktion der Wölfin. Sanuye war die Fremde gewesen und hatte sich wahrscheinlich in dem falschen Moment Gezeigt. Nun aber sagte die Weiße das es ihr eben so nichts ausmachen würde das Sanuye sich ihnen anschließt, was Sanuye ein erfreutes Hecheln ins Gesicht Zauberte und blickte nun zu Dem Rüden zurück.
Sie Dachte daran das Der Schwarze ihr angeboten hatte an die Quelle zu gehen und zu Trinken, worauf sie Aufstand und an das Wasser Hüpfte. Hastig Versenkte sie die spitze ihres Mauls im Wasser und Saugte Hastig das kühle Nass aus der Plätschernden Quelle. Es dauerte, bei der hastigen Trinkerin, nicht lange bis sie mit Nasser und Tropfender Schnauzenspitze wieder zu den Beiden Wölfen blickte die sie nun begleiten durfte. Sanuye konnte ihre Freue nicht mehr alleine zu sein kaum zügeln und zeigte es durch Leuchtende Augen und Erfreutem Hecheln.
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Evil

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Sep 14, 2009 8:14 pm

Die Augenblicke ihrer zerreißenden Trennung saß ihm noch immer tief in seinen strammen Knochen, die sich mitsamt seiner Sehnen nun zu straffen schienen, um sein imposantes Anlitz mehr Wrde zu verleihen, auch wenn er im Glauben vor lauter Aufregung glatte Magensäure zu erbrechen. Die Zeit mochte nicht vergehen. Jene, die sie nun noch voneinander trennte und wie zähflüssiger Harz über eine Rinde tropfte. Tropfen für Tropfen, die ihn immer nervöser wurden und seine Rute augenblicklich in die Höhe schnellen ließen, als er im Glauben war ein schillerndes Weiß weichen Fellkleides zu erblicken, das ihm so vertraut war, wie ein mit wehenden Kronen befangener Wald. Er lauschte. Zu hören war nur die freudige Kunde des seichten Windes und binnen kurzer Augenblicke sogar der süßliche Duft seiner bleichen Gefährtin. Sie war nah. So nah, dass er sie im Dickicht eines regen Geflechtes erblicken konnte. Ihre gerundeten Flanken atmeten schnell - sie wirkte nahezu aufgelöst in seinen Augen. Die, die so schalkhaft blitzten. "Eve..." Schnurrte er liebevoll. In dem Moment, wo sie bereits den herzhaften Satz wagte und ihn in den staubigen Boden riss, der ihm abrupt die Sicht raubte.
Der harte Aufprall hatte geschmerzt. Es war ein betäubender, wenn auch nur kurzer, lieblicher Schmerz, der ihm durch die Blutgefäße hinein bis zu seinem verheilten Bein geruscht war und trotzdem seine Freude nicht lindern konnte. "Nicht so hastig, mein Herzensblut. Lass mich doch erst einmal durchatmen, nachdem du mir mit deinem überschwänglichen Gewicht jeden Atemzug aus den Lungen gepresst hast. War das Frustessen?" Keine Erinnerung, kein Leids hatte ihm seinen peinigenden Humor aus dem Kiefer getrieben, der kurz spielerisch nach ihr geschnappt hatte, um eine reale Chance zu sehen noch einmal zurück auf seine vier Läufe zu finden, die sein ganzes Sein stolz präsentieren wollten. "Alles hat seinen Grund, das weißt du doch. Also warum sollten wir uns die Wiedersehensfreude kaputt machen lassen, um darüber zu reden, wo ich denn die ganze Zeit gesteckt habe, he?"
Es war eine Art Peinlichkeit, die ihn durchzuckte, wenn sein Schädel wagte einmal die Wahrheit zu sagen. Immerhin war er ein grandioser Lügner - eingeübt und mit so viel Erfahrung, dass er nicht einmal mehr darauf spucken konnte, um dies zu vertuschen. Und so war er froh, dass sein Gewissen ihn warnte, auch wenn er wusste, dass er diesen stinkenden Schweißgeruch der Menschen nicht los wurde, wie oft er sich auch in naturellen Düften badete. 'Dieser vermaledeite Jägermann. So ein wandelnder Scheißhaufen ist mir noch nie über den Weg gelaufen. Wie in Wulfs Namen sollte ich Eve soetwas erklären können ohne auf meine Vergangenheit einzugehen? Es hat... noch keine Dringlichkeit. Es wird warten müssen. Sehr lange warten müssen sogar.' Summte er gedanklich mit einer beunruhigenden Zufriedenheit. "Erkläre mir lieber mal, warum an dir der beschissene Geruch anderer Wölfe haftet. Hätte ich mir doch 'nen anderes Zuckerpüppchen suchen sollen?" Die Eifersucht und sein schier ungebändiger Beschützerinstinkt sprachen ihm da aus der Kehle.
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Keenan

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Di Sep 15, 2009 4:24 pm

Keenan hörte auf die reaktionen der anderen beiden Wölfe, hörte wie tyron reagierte und eine Antwort entgegen heulte. Auch Keenan bog daraufhin seinen hals nach oben und legte die Ohren an. Aus seinem leicht geöffneten Fang ertönte ein raues, tiefes Heulen, das sich dann intevis nach oben zog. Es war sehr klangvoll und schön und hörte sich ein wenig wie die Mischunjg aus meeresrauschen und Wind an. Keenan heulte unglaublich gerne. Dann ging Tyron weiter, hinter Djani her, die schon vor ihnen losgehechtet war. Keenan seufzte aus und lies sich dann von Tyron weitertreiben. Er musste einfach darauf vertrauen, dass er nicht abrutschen würde, wenn er in Tyrons Spur lief. Und es klappte reibungslos.
Auf dem Abhang hatte Kee sic sehr unwohl gefühlt, was wohl daran lag dass alles wegbröckels konnte. Wenn er nun nicht den Weg nach oven schaffen würde, dann säßer er wohlmöglich hier unten in Flussbett fest. Dann wäre ihm der Tod sicher. Doch Tyron und Djani würden ihn nicht so einfach alleine und sterben lassen, sie mochten ihn. Soe hatten sich dafür entschieden ihn mit sich zu nehmen, tzotz aller Unannehmlichkeiten, die er ihnen bereiten konnte. Vielleicht sogar würde. Aber er würde sein bestes geben, würde alle anderen in den schatten stellen. er würde überleben und alles würde genau so sein wie Früher. Zumindest fast genauso...
Oben angekommen wurde der geruch des toten Hirsches, seines kadavers intensiver und lag keenan wie ein Stempel in der Nase. Er hörte diue schmatzenden Geräusche, die Djani beim verschlingen verursachte. Fähen fraßen zuerst. Aber Kee war etwas stuzig darüber, dass sie anscheinend erst vor kurzem gefressen hatte. Wenn sie nun voller Gier wieder an dem leib fraß. War sie vielleicht etwa trächtig? Es war gut möglich, schließlich war sie ja mit Tyron zusammen. Und gegönnt hätte Kee es ihr auch, sie war eine nette Fähe. Auc wenn er die beiden Wöfe erst gerade kennengelert hatte waren es schon sehr gute Freunde für ihn. Er würde sein Leben mit ihen verbringen.
Als Tyron ihn zum Hirsch geführt hatte trennten sich dieKörper der zwei Rüden und Keenan ging die letzen meter alleine zum Tier. Es war nicht sehr sche´wer, er stolperte nicht und fiel auch nicht hin. Stieß vorsichtig mit der Vorderpfote nach vorne, testend, um zu erfühlen, wo der Boden aufhörte und der kedaver begann. Dann schnupperte er nach Djani, sie stand rechts von ihm.
"danke keenan und Djani, lass dich nicht beirren, friss soviel du möchtest."
Erschöpft ließ er seinen fang nieder und leckte über den Hirsch. Das Blut war angenehm und noch leicht warm. Zufrieden sperrte er das Maul auf und ließ seine Schneidenden fangzähne in das Fleisch greifen. Sie schnitten es durch wie Schnee. dann biss er zu und zog den Kopf wieder zurück, nun einen beträchtlichen Brocken Flisch im Fang. Keenan legte sich hin und kaute diesen auf, bis alles gerunter geschluckt war. Er war etwas hastig, schlang aber nicht. Genüsslich schleckte er über seinen Fang um danach wieder seine Zähne in die Muskeln und Sehnen zu schlagen.
Fleisch herausreissen, kauen, schlucken, schlecken. Und wieder die Zähne in das fleisch bohren.
Keenan stillte seinen Hunger, wenn Tyron noch welchen hatte, so konnte er ja auch noch fressen, es war noch genug da. Und was übrig blieb würden die anderen Tiere fressen. Raben, Füchse und andere. Alles würde verwertet werden, so war der Kreislauf der Natur.
Die Mahlzeit stärkte Kees Körper, auch linderte er die Schmerzen in seinem gesicht ein wenig, weil der Hunger nicht mehr dazu kam.
Dann sah er suchend nach Tyron, drehte sich einfach zu seinem geruch, doch dieser war jetzt schwach. Keenan hatte den Blut Geruch dominant in seiner Nase, alsi erschwerte es ihm das "sehen".
"Tyron, wie siehst du eigentlich aus? und du Djani? Welche Fellfärbung habt ihr? Und die Augenfarbe? Und wie sieht hier die Umgebung aus?"
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Dyani

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Sep 17, 2009 1:16 pm

Die junge mexikanische Wölfin genoß wie zuvor das leckere Fleisch in ihrem Maul, schlang es genießerisch herunter um dann erneut einen Bissen zu nehmen. Sie hatte Keenan wahrgenommen, wie er nun neben ihr stand und mit ihr gemeinsam fraß und spürte auch Tyron hinter sich.
Dyani fraß lange nicht soviel wie bei ihrer ersten Mahlzeit, stoppte das Futtern noch vor Keenan und blickte Tyron mit einem breiten Grinsen an. „Ein Dickerchen bin ich also? Na dann hoffe ich ja, dass du nun immer noch Interesse an mir hast. Ansonsten muss ich mir ja einen anderen starken Rüden suchen“ sprach sie amüsiert, während sie den Kopf zu Keenan wandte, als dieser zu Sprechen begann. „Nun, du musst dir Tyron ungefähr so vorstellen: Einen zu klein geratenen Kopf, zwei Ohren, welche länger sind als eine normale Rute und eine riesengroße Nase“ kicherte sie frech, ehe sie aber zu gleich aufstand, auf jenen Clownswolf zutappste und sich zärtlich an seiner Seite rieb.
„Nein im Ernst, wir sind mexikanische Wölfe.Vielleicht hast du ja schon früher einmal Wölfe unseres Gleichen getroffen, dann kannst du dir vorstellen das unsere Fellfarbe recht bunt ist.
Grau, weiß, schwarz, braun, rot... unser Pelz ist von ganz schön vielen Farben gezeichnet“ sprach sie aufklärend und erklärte Tyron mit einem Nicken, dass sie ihm das beantworten Keenans restlicher Fragen überließ. Sie setze sich auf ihre schlanken Hinterläufe, stellte die Ohren aufmerksam auf und lauschte den nächsten Worten, egal wer sie aussprach.
Schließlich vielen ihr wieder Tyrons Worte bezüglich der anderen Wölfe ein und erneut erhob sie ihre angenehme Stimme. „Ich denke so sollten wir es machen. Wir sollten gemeinsam Heulen und abwarten wie sie darauf reagieren“ sprach sie und begann freudig zu wedeln. Schon sehr lange hatte sie nicht mehr gemeinsam mit anderen Wölfen geheult, vor allem aber nicht mehr mit Tyron. Sie würde es in vollen Zügen genießen, wenn die beiden ihre klaren Stimmen zu einem gemeinsamen Heulen erhoben. Aber auch mit Keenan zusammen die Stimme zu erheben, war für sie aufregend, vor allem aber weil es etwas neues, unbekanntes für Dyani war.
Das gemeinsame Heulen würde die Zusammengehörigkeit der drei Wölfe noch mehr steigern und für die Fähe gab es mometan nichts schöneres als das. Sie betrachtete den Neuling mit einem sanften Lächeln und freute sich erneut darüber das er dazu gestoßen war. Am liebsten wäre sie jetzt auf Keenan zugehopst, hätte ihn freudig abgeschlappst und vielleicht sogar spielerisch umgeworfen. Aber, so schwer es auch für Dyani war: Sie musste sich beherrschen. Sie wollte Keenan mit einem überraschenden Hopser keinesfalls verschrecken oder verärgern und so blieb ihr nichts anderes übrig, als artig und ruhig neben Tyron sitzen zu bleiben.
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Neela
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Sep 28, 2009 8:38 pm

Neela blickte der jungen Timberwölfin nachdenklich nach und beobachtete sie aufmerksam, als sie ihr Maul ins kühle Nass senkte um hastig zu trinken. Sie betrachtete die Fähe und bemerkte wie erleichtert und glücklich sie war, dass sie die beiden Wölfe begleiten durfte. Sie wusste nicht genau was es war, aber irgendetwas lies Neela bei dem Gedanken wie zufrieden Sanuye nun war sachte schmunzeln. Während Neela Sanyue so betrachtete, stieg in ihr ein völlig fremdes und undefinierbares Gefühl auf und so sehr sie sich auch bemühte dieses weiter zu ergründen – sie konnte es sich beim besten Willen nicht erklären.
„Wohin sollen wir als nächstes ziehen?“ fragte sie schließlich und blickte auch in Fjarls Richtung. Für die Polarwölfin war es wichtig, dass jeder der Mitglieder seine Meinung vertrat und den anderen seine Vorschläge oder Ideen mitteilte. In einem Rudel mochte das ja anders ablaufen, aber in einer Konstellation wie diese es war, wohl bemerkt ohne Alphas, sollten alle Wölfe gemeinsam wichtige Entscheidungen treffen. Wieder streckte sich Neela ausgiebig, rollte sich gähnend auf den Rücken um dann genießerisch auf diesem hin und her zu rutschen. Die Wölfin blieb erst einmal auf dem Rücken liegen, hielt die Pfoten in einer angezogenen Haltung und blickte Richtung Himmel. Sie wartete auf die Antworten der beiden anderen und genoss erstmal die ruhige Situation.

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Fjarl

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Sep 28, 2009 8:57 pm

Fjarl blickte zu Sanuye, und dachte darüber nach, was nun als nächstes Geschehen sollte. Nun waren sie also zu dritt, drei heimatlose Wölfe. Er fragte sich, wie lange diese Gruppe wohl bestehen mochte, eine Gruppe ohne Anführer würde sich irgenwann entzweien, ob der Unstimmigkeiten, die aufkommen würden. Zumindest, so dachte er, würden sie gemeinsam reisen. Gedankenverloren ließ er sich den Wind um die Nase wehen und träumte von besseren Tagen, als Neelas Worte ihn aus seinen Tagträumen rissen. Es stimmte schon, sie wussten nicht, wohin sie nun reisen sollten, und auch er selbst war damit überfragt, diese Gegend bot nicht viel, nur sporadisch gab es "Oasen" wie diese, bei der sie nun verweilten. Er sah die beiden Fähen an, trat einige Schritte auf Neela zu und richtete leise seine Worte an die weisse Fähe: "Ich weiss es nicht, in weitem Umkreis kann ich kein Ziel ausmachen, zu dem es sich zu Reisen lohnen zu scheint, ich würde dem Fluss folgen, denn aufbrechen müssen wir ohnehin, diese Stelle wird drei Wölfe noch weniger lang ernähren als zwei," damit nickte er hinüber zu Sanuye. "Aber bevor wir aufbrechen, lass das arme Ding zumindest heute zu Atem kommen, und sich ein wenig ausruhen, ich denke, sie wird heute nichtmehr weit laufen können, und auch für uns wird ein Tag Ruhe nicht unwillkommen sein, denke ich." Ganz sanft stubste er Neela mit der Nase in die Flanke, sog den Wohlgeruch der jungen Fähe ein, und rieb seinen Kopf an ihrem Fell.
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Eve
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Di Sep 29, 2009 1:50 am

Die Weiße drängte ihren Leib dicht an den warmen Körper ihres Gefährten, ehe sie sich ob dem angedeuteten Schnappen etwas zurückzog und ihm das Aufstehen gewährte. Kaum aber stand der Rüde wieder auf seinen vier Pfoten näherte sich die Wölfin wieder an, bis sie ihren Körper sachte an den seinen lehnte. Sie wollte keinen einzigen Zentimeter Abstand zwischen Evil und ihr zulassen – würde er einen Schritt zur Seite tun, oder den Körperkontakt auf eine andere Art unterbrechen, so würde sich die Helle erneut auf ihn stürzen, um ihn am Boden festzunageln und nicht entkommen zu lassen. ’Er ist wieder da.’ Mehrmals, unaufhörlich wiederholte sie diesen einzigen Gedankengang in ihrem Kopf mit einem Unglauben, der sich mit tiefempfundener Freude verpaarte.
Als er seine Stimme erhob zuckten ihre Ohren aufmerksam, um nicht ein einziges Wort zu überhören. Gleich einem trockenen, von Dürre geplagten Boden, der von einem plötzlichen Regenguss überrascht wurde, sog sie seine Worte auf. Mit einem leisen Knurren schnappte die Fähe nun ihrerseits nach dem Rüden, allerdings ebenfalls nur als Schein. „Das hättest du wohl gern, Evil.“, gab sie mit einem spöttischen Unterton zurück, ehe sie ihren Gefährten einmal umrundete und dabei ihre Flanke an der seinen rieb. „Aber es ist etwas anderes“, statt einer amüsiert, ironischen Antwort, die sonst aus ihrer Kehle gedrungen wäre, entsprang ihr ein Satz, der von Ernsthaftigkeit geprägt war. Liebevoll fuhr sie mit ihrer Zunge über seine Lefzen, ehe sie ihren Kopf in seine Halsbeuge presste und für die Dauer eines Atemzuges die Augenlider herabsinken ließ. Eve lauschte in sich hinein. Horchte nach dem zaghaften Schlagen der Herzen in ihrem Inneren, welches sie vor kurzen noch gar nicht wahrgenommen hatte. „Ich bin schwanger.“ Drei Worte, die alles verändern könnten. Drei Worte, beinahe so mächtig, wie das ebenso lange Gelübde von Liebenden. „Kurz bevor du verschwunden bist habe ich deinen Samen empfangen. Evil, wir werden Eltern.“ Vor kurzem hatte die Weiße es noch nicht glauben können, nicht glauben wollen, doch jetzt sprach die Fähe es mit einem unerschütterlichen Selbstbewusstsein und einer Freude aus, die vollkommen vergessen ließ, welche Verzweiflung die Wölfin zuvor empfunden haben mochte.
Eve öffnete ihre Augen und suchte seinen Blick. ’So einfach kommst du mir nicht davon, mein Guter. Ich werde noch erfahren, wo du warst und weshalb der Geruch von Menschen an dir haftet. Du wirst es mir sagen, nicht jetzt, aber irgendwann, denn du wirst nicht darum herum kommen zu mir ehrlich zu sein. Etwas anderes werde ich nicht dulden, außerdem muss ich schließlich sichergehen, dass keine Gefahren drohen. Dass die Gefahr vergeht, dass du mich wieder verlassen könntest. Ich will den Grund wissen! Ich muss es. Für mich, für unsere ungeborenen Kinder.’ Die Gedanken der Wölfin waren von einer Entschiedenheit durchwoben, die deutlich machte, dass die Fähe tatsächlich kein gegensätzliches Verhalten akzeptieren würde – irgendwann wollte sie von Evil über sein Verschwinden aufgeklärt werden, möglichst noch bevor sie ihre Jungen gebar. Als Eve die Eifersucht, in der erneut erklingenden Stimme ihres Gefährten wahrnahm, schlich sich ein Grinsen auf ihr Antlitz, welches kurz erstarrte, als die heulende Stimme Eleazars ihr Ohr erreichte und so eine Botschaft überbrachte. Die Ohren des Weibchens zuckten mehrmals, ehe sie sich entschied zunächst auf Evil zu antworten, statt auf den schwarzen fernen Rüden.
„Nenn mich nicht Zuckerpüppchen!“ Unerwartet hatte sich wieder Groll in ihre Stimme geschlichen, während sie ihre bernsteinfarbenen Augen etwas verengte und den Größeren betrachtete. Das Nackenhaar der Trächtigen stellte sich warnend auf, als sich ihre Gliedmaßen zusätzlich versteiften. Weder war sie aus Zucker, noch eine Puppe und gegen diese Bezeichnung hatte die Fähe tatsächlich etwas einzuwenden – obwohl ihre Reaktion darauf vermutlich etwas übertrieben war, so geschah das vermutlich aufgrund der durcheinander geratenen Hormone in ihrem Körper. Da das temperamentvolle Geschöpf dieses Verhalten tatsächlich bemerkte, begann sie sich wieder zu besinnen. „Ich bin auf zwei andere Wölfe getroffen und sie haben mir ihre Unterstützung zugesagt – auf der Suche nach dir! Sie wollten mir helfen dich zu finden und… na ja, irgendwie ist es nun dazu gekommen, dass wir so etwas wie ein Rudel bilden. Stell dir vor, ich bin die Alphawölfin.“ Deutlich hörte man der Fähe an, dass sie sich mit der Rolle zwar noch nicht gänzlich angefreundet hatte, es aber genoss trotz dem wölfischen Zusammenschluss die Freiheit und Kontrolle zu behalten.
’Ich sollte Eleazar wohl antworten.’ Da sich die Wölfin keineswegs von ihrem Gefährten, falls er etwas in seinem Beschützerinstinkt und seiner Eifersucht dagegen hätte, bestimmen ließ, legte sie nun ihren Kopf in den Nacken, um ihre klare Stimme in den Nachthimmel zu erheben, der hier auf der Lichtung nicht von Baumkronen bedeckt wurde. “Nein. Wir kommen zu euch.“ Eve wusste zwar, dass ein Wald natürlich Leben verhieß, allerdings hatten ihre Augen der Bleichen verraten, dass es vielleicht angebracht wäre zunächst den Fluss aufzusuchen, damit Evil seinen Durst stillen könnte. Zum Forst zurückkehren könnten sie dann immer noch.

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Sanuye

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mi Sep 30, 2009 8:44 am

Die Dreifarbige Fähe Blickte sich Flüchtig um und erkannte nun, dass hie nicht sehr viel zu hohlen war. Sie witterte weder Narrung noch sonst welche Gerüchte von Lebewesen abgesehen von den Beiden Wölfen die sie nun Begleiten durfte und Sanuye selbst. Eine Stille herrschte die Sanuye schon lange nicht mehr unter Wölfen vernommen hatte und wie sie kurz darauf feststellte nicht lange anhielt. Neelas Worte drangen an ihr Gehör Sanuye’s und die Fähe wurde Nachdenklich. Eine Gute frage hatte Neela gestellt doch kannte sich Sanuye hier nicht aus, sie konnte sich nicht einmal daran erinnern wie sie am schnellsten hier in die Tundra ebene zurückkehren könnte, was sie aber auch nicht wollte. Sanuye schwieg und senkte nachdenklich den Blick auf ihre Pfoten die sehr Mitgenommen aussahen. Sie war die meiste Zeit seit sie Ihr Rudel verlassen hatte gelaufen und hatte nie daran gedacht stehen zu bleiben schließlich musste sie ein Rudel finden und beweisen das auch sie wie andere Wölfe stark sein kann. Sanuye war der Festen überzeugt das sie Stärken hatte doch wie das bei ihr oft der fall war erkannte sie ihre Stärken nie! Sie war deprimiert teilweiße da sie ständig und das schon fast Krampfhaft versuchte ihre Fähigkeiten und Stärken zu finden. Nun als Fjarl Neela antwortete Schreckte Sanuye aus ihren Gedanken und Lauschte auch seinen Worten. Einen Tag ruhe oder vielleicht auch weniger war nicht viel doch Sanuye hielt es für eine Gute Idee. ’ Ruhe? Eine gute Idee? Was für ein Quatsch ich sollte weiterlaufen schließlich musste ich den Wölfen Folgen und ihren Bedingungen hinnehmen und nicht umgedreht! Ich sollte ihnen die Entscheidung überlassen und wenn sie weiter ziehen wollen folg ich ihnen und wenn sie Ruhe Brauchen werde ich ebenso Rasten.’ Schoss es der Wölfin in den Kopf und Machte Zwei schritte auf die Beiden zu.
„es ist nicht Nötig wegen mir Rast zu machen wenn ihr weiter ziehen wollt bin ich damit einverstanden!“ sagte sie Höfflich und mit etwas schüchternen stimme denn hätte sie von sich aus gerne etwas rast doch würde sie das Laufen auch Überstehen schließlich war sie ihnen ununterbrochen gefolgt und hatten ihre Pfoten das auch geschafft sie so weit zu Tragen dann würden sie auch jetzt , falls sich die Wölfe entscheiden würden weiter zu ziehen, den weg laufen den die Beiden auswählen würden. Die Fähe stellte sich grundsätzlich immer auf die Wünsche anderer ein und folgte meist ihren Bedingungen wenn es ihr Selbst nicht schaden würde. Das hatte sie so gelernt und von sich aus auch schon fast antrainiert. Niemals würde sie ihren Kopf versuchen durch zu setzten nicht bei Wölfen die sie Aufgenommen hatten und über ihr standen. Fjarl und Neela hatte sich Sanuye untergeordnet denn sie war die Neue die von ihnen aufgenommen wurde und sie mit ihnen gehen ließ. Es war Sanuyes Art sich dann den Wünschen der Beiden zu Beugen und selbst wenn es schwer wurde mit ihnen zu gehen. Sanuye dachte nun erneut über ihre Stärken nach war diese Unterordnung eine Stärke? Nein, das konnte keine sein. Zumindest nicht für Sanuye die ihr Stärken selbst niemals erkannte.
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