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 Ein Rudel entsteht...

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Eve
Alpha
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Aug 20, 2009 12:58 am

Die Wölfin hatte wahrlich nicht damit gerechnet, dass ihr blauäugiger Artgenosse mit einem Male ihr, einer gänzlich Unbekannten, seine ganze Geschichte erzählte. Überrascht stockte kurz der Atem Eves, während sie ihr Haupt in die Richtung des dunklen Rüden wandte und ihm schweigend zuhörte. „Nein, ich denke ich verstehe nicht“, erwiderte die Polarwölfin schließlich, während sie ihren schlanken Leib wieder aus der sitzenden Position befreite und zu dem zusammengerollten Schwarzen ging. „Deine Vergangenheit mag blutig und gewiss nicht angenehm gewesen sein, aber so wie ich dich einschätze, bist du noch jung. Jung genug, um noch zu lernen, was das Leben dir sonst noch alles bieten kann! Natürlich hast du die Schattenseiten kennen gelernt, aber du hast es bemerkt, nicht wahr? Du hast gefühlt, dass du wie dein Vater bist und wolltest etwas unternehmen, aber ich kann dir mit großer Sicherheit sagen, dass du dich wie ein feiges Reh verhalten hast! Welcher Wolf versucht schon sich umzubringen? Natürlich hast du Untaten begangen, doch der Tod wird dich davon nicht befreien, denn dort warten jene auf dich, denen du das Leben entrissen hast. Du musst weiterleben. Du musst dich deinen Taten stellen und nicht furchtsam in den Tod flüchten! Bist du etwa ein Kaninchen? Du bist ein Kämpfer, verdammt noch mal! Ich verstehe nicht, wie ein Wolf deiner Klasse derart jämmerlich sein kann!“ Ein immer lauter werdendes unterschwelliges Knurren schlich sich erneut in die erbost klingende Stimme des Weibchens, welches kurzerhand nach Eleazar schnappte, aber absichtlich nur einen Angriff andeutete, sodass ihr Fang sich dicht über seinem Fell in der Luft schloss. „Du musst deine Taten als ein Teil von dir akzeptieren und erkennen, ob du Wolf oder Beutetier bist! Das einzige was du tun kannst, um sie zu sühnen ist weiterzuleben und es in Zukunft besser zu handhaben. Schwöre dem grundlosen Töten anderer Wölfe ab! Und hör auf dich feige im Dreck zu suhlen. Ich verurteile dich nicht für das, was du getan hast, aber dafür, was du jetzt tust. Willst du wissen, was ich denke, was dein Lebenssinn ist? Zu sühnen! So lange, bis du selbst dir vergeben kannst.“
Die Fähe unterbrach ihren Wortschwall, da er bei den letzten Worten zunehmend unverständlicher geworden war, weil das düstere Knurren, das ihren Brustkorb zum vibrieren brachte immer lauter und drohender geworden war. Während ihren Sätzen, hatte sich die gesamte Körperhaltung der trächtigen Wölfin verändert, sodass sie jetzt trotz ihrer deutlichen kleineren Körpergröße wie ein wahrhaftiger weißer Riese wirkte, der regelrecht aus Selbstbewusstsein zu bestehen schien. Sicher wölbte sich ihre buschige Rute über ihrem Rücken, während Eve ihr Haupt stolz und entschieden erhoben hatte. „Weißt du, Eleazar – ich bin auch kein solches Unschuldslamm, wie ich mit meinem weißen Fellkleid vielleicht erscheinen mag, aber ich kenne und akzeptiere mich selbst und all meine Handlungen, jede einzelne, selbst wenn manche mir vielleicht im Nachhinein falsch vorkommt.“ Eve rümpfte ihre Nase, während ihr Blick fest auf den schwarzen Rüden gerichtet blieb. In ihren Augen, die an Baumblut erinnerten, konnte man etliche Gefühle herauslesen: Zorn, darüber, wie sich dieser schwarze Rüde gehen ließ und auch einen gewissen Anteil von Kritik. Mitleid oder Mitgefühl konnte man vergeblich in ihren stählernen Augen suchen, denn derartiges empfand sie wahrlich nicht für dieses Geschöpf, hatte er sich seine Taten doch selbst zuzuschreiben.
’Aber ich verachte ihn nicht. Er hat getan, was er tun musste und ich weiß nicht, ob er überhaupt eine Wahl hatte sich anders zu entwickeln, aber jetzt hat er eine Wahl, er kann etwas tun und sich verändern! Im gewissen Sinne hat er schon einen Schritt in die richtige Richtung getan, als er mir etwas von seiner Beute gab und mir seine Hilfe anbot.’ „Wenn du mich wirklich bei meiner Suche nach Evil begleiten und unterstützen willst, so ist mir das wirklich sehr willkommen, aber ich werde nicht akzeptieren, wenn du dich weiterhin wie ein feiges Tier verhältst und nicht wie ein Wolf!“

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Eleazar

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Aug 20, 2009 12:59 am

Eleazars Miene verdunkelte sich merklich bei ihren Worten. Sie verurteilte ihn ein Schwächling zu sein, bezichtigte ihn des Fliehens und trat nochmal nach. genau darum hatte er immer geschwiegen weil ihn keiner verstand…. Er war kaum aus dem Welpenalter heraus gewesen als das passiert war. mit einem Jahr hatte er seinen Vater getötet oder mit eineinhalb oder zwei? Er wusste es nicht mehr. Er hatte aus Wut gehandelt aus der Wut heraus nie ein Leben als Welpe bekommen zu haben. Er wollte zu seinen Geschwistern und nicht meucheln hatte sich deshalb in den Fluss gestürzt auch um somit fliehen zu können. Der Hass quoll in ihm auf der Schmerz und die Angst. Die Angst verpuffte in Wut……und als sie nach ihm schnappte wich er zurück und stellte automatisch die Nackenhaare auf. Im Dreck suhlen wie ein Feigling? Seine Haltung wurde abrupt stolz und aufgerichtet seine Rute schwebte in der Luft und sein Kopf war hoch erhoben… Der schwarze richtete sich zu seiner vollen größe auf und sah sie an mit einem Undeutsamen Blick.
„Ich war kaum eineinhalb Jahre alt oder zwei als ich meinen Vater tötete und mit knapp drei Jahren bin ich geflohen. Ich weiß das Blutvergießen falsch ist ich weiß das ich Leben muss und ich weiss auch dass mein Schicksal nicht wollte das ich sterbe. Ich bin knapp 3 einhalb Jahre alt. Sag mir Eve was ist liebe? Was ist Zuneigung und Freundschaft? Ich Weiß es nicht ich habe es nie in meinem Leben erfahren oder erklärt bekommen. Oh jaaa ich kann jegliche Beute schlagen jegliche Gefahr angreifen und Schlachtpläne entwerfen aber was ist Freundschaft? Wie fühlt es sich an geliebt zu werden? Weißt du was ich fühle? nichts ich bin leer ich weiss nicht wie ich es anfangen soll ich habe es nie gelernt. Wie ist es jemanden zu lieben und ihm zu vertrauen? Freude zu empfinden?“
Seine Stimme war nun wieder entschlossen und durchdringend dunkel seine Ohren aufgestellt seine Rute erhoben seine Ausstrahlung war von stärke durchzogen und kraft eine unheimliche innere kraft schien aus ihm zu fliesen eine kraft der Verzweiflung die er aber in Kraft für antrieb setzte.
„ich lebe immer noch und will endlich etwas anderes tun als töten töten töten. Währ ich nicht schwarz währe mein Fell wahrscheinlich rubinrot. Ich hatte nie die wahl ob ich es wollte oder nicht.“
Meinte er leicht knirschend und sah zu seiner Wunde die wieder angefangen hatte zu bluten. Immer noch stand er in seiner Alphahaltung da, beobachtend.
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Eve
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Aug 20, 2009 1:01 am

„Es ist mir gleich, wie alt du warst, als du dies, oder das getan hast! Mir ist deine Vergangenheit gleichgültig, denn es sind Probleme, die DU, ganz alleine du mit dir herumträgst – mich tangiert es nicht.“, erwiderte die Fähe kühl, ja beinahe herablassend. Inzwischen musste die Wölfin zu Eleazar aufsehen, um ihn weiterhin genau zu fixieren, doch tat dies ihrer stolzen Haltung keinen Abbruch. „Es mag sein, dass du niemals eine Wahl gehabt hast und mich kümmern deine Taten nicht, auch wenn ich sie tief in meinem Inneren für Falsch erachte. Es ist geschehen und dafür verurteile ich dicht nicht und ich denke ich verstehe, wie du zu dem geworden bist, der hier vor mir steht. Aber das Verhalten, welches du jetzt zeigst, ja, genau das, das verurteile und kann ich nicht verstehen. Man muss nicht unbedingt alle Gefühle erfahren haben, sei es nun Freundschaft, Liebe oder Freude, sie sind nicht zwingend notwendig, denn schließlich hast du auch ohne sie wirklich zu kennen deine Fehler erkannt. Und das ist der Weg, den du weiter beschreiten solltest und denke ich auch willst. Oder verzehrt sich dein Gebiss danach, sich wieder in Fleisch zu versenken und das Leben irgendeines Wolfes herauszureißen? Ich glaube nicht.“
Eve’s Lefzen hoben sich, um ihre weißen Zähne in Gestalt eines Grinsens zu entblößen. „Du wolltest einen Sinn in einem Leben, Eleazar. Ich habe ihn dir genannt und es liegt an dir ihn entweder anzunehmen, oder nicht. Denn schließlich ist es dein Leben in das ich dir gewiss nicht reinreden will, da du für mich ein völlig Fremder bist, selbst wenn ich inzwischen deine Vergangenheit kenne.“ Das Weibchen schien keinerlei Veranlassung darin zu sehen noch weiter auf dieses Thema einzugehen, obgleich sich ihr starrer Blick nicht von dem imposanten Rüden lösen mochte. ’Das alles wollte ich gar nicht wissen. Ich wollte nicht erfahren, dass Eleazar ein kaltblütiger Mörder ist – obwohl, kaltblütig? Es scheint ihn alles sehr mitgenommen zu haben, also hat er doch mehr von den Gefühlen, von denen dieser Wolf glaubt, er besäße sie nicht. Furcht. Wut. Hass. Wenn man das eine kennt, so ist auch das Gegenstück nicht fern. Wer fürchtet, der wird irgendwann über sich hinauswachsen und Mut beweisen. Wer wütend ist, der kann gewiss auch ruhige Minuten haben und seinen Zorn zügeln und wer das mächtigste negative Gefühl, wie Hass erlebte, der wird die Liebe zwar nicht erkennen, wenn sie sich auf leisen Pfoten anschleicht, aber sie wird kommen und irgendwann wird er verstehen.’
Die schwarze Nase der Polarwölfin begann zu zucken, als ihr der metallische Geruch von Blut in die Nase stieg, sodass es nicht lange dauerte bis das helle Geschöpf die Verletzung am Bein des Rüden entdeckt hatte. ’Wie er sich die wohl zugezogen hat?’, fragte sich Eve für einen kurzen Moment, ehe ihre Gedanken in die Zukunft abschweiften: ’Wenn er mich tatsächlich auf der Suche nach Evil begleitet und ich dann irgendwann meine Welpen bekomme, dann… traue ich ihm? Schließlich posaunte er eben gerade groß heraus, dass er keine positiven Gefühle erlebt hat, woher soll ich dann also wissen, dass er nicht zu einer unberechenbaren Gefahr, die ich selbst nicht aufhalten kann, für meine Jungtiere wird? Obwohl… er hat mir von seiner Beute angeboten. Dies könnte man als Zeichen von Hilfsbereitschaft deuten – weiß er das überhaupt? Weiß Eleazar, dass er einen Akt der Nächstenliebe begonnen hat, ganz ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein?’ Eve schloss für einen kurzen Augenblick ihre klaren Augen, als ein leichter, abkühlender Windhauch die Blätter der Eiche zum Rascheln brachte und durch ihr dichtes Fell zog und die selbst im Schatten erdrückende Hitze für einen kurzen Moment verminderte. Rasch hatte die Fähe ihre bernsteinfarbenen Seelenspiegel wieder geöffnet, um den Schwarzen erneut zu fixieren.

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Eleazar

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Aug 20, 2009 1:01 am

Eleazar lauschte den Worten erneut und richtete sich instinktiv wieder auf bei ihren Worten. Er hatte sich mit den Worten langsam sinken gelassen aber stemmte sich wieder hoch. Er spitzte die Ohren und als sie endete schien seine Miene unbewegt… Erst… Dan wunde sie weicher und ob man es glaubte oder nicht so zeichnete sich für die Bruchteile einer Sekunde ein warmes lächeln auf seinen Zügen aus. Es war allerdings schnell wieder weg.
„Ich will nicht mehr leben Auslöschen ich will Leben beschützen. Was ich gut kann ist kämpfen. Ich habe mir vorgenommen für etwas zu kämpfen und nicht dagegen. Du bist die erste der ich das alles erzähle. Ich bin froh dass ich dich kennen gelernt habe. Auch wenn du es nicht schätzt, will ich versuchen ein…. Freund zu sein. Ich weiß nicht ob ich das gut kann aber ich will es wohl versuchen.“
Meinte er zögerlich und schüttelte schließlich sein Fell aus. dennoch war seine Ausstrahlung etwas kühl und unnahbar aber er mochte die Fähe. Sie war nett und hatte ihm wie kein anderer zuvor einen solchen Stoß verpasst, dass er wankend auf einer Schneide stand. Es hatte noch niemand geschafft ihn dermaßen zusammenzustauchen und das schätzte er an ihr. Sein Blick war wiederum unergründlich aber es lag eine gewisse Vertrauensader darin. So lies er seien Rute sinken blieb aber aufrecht stehen. Seine volle größe überraschte ihn immer wieder selbst, denn er lief meist etwas in sich zusammen gesunken um nicht ganz so aufzufallen. Sie ist so anders als alle die ich bis jetzt gesehen habe. Sie hat mir die Augen aufgerissen und mich an etwas erinnert was mich fast verlassen hat. Sie ist ein guter Geist und versucht zu Helfen selbst wenn sie es nicht beabsichtigt so Hilft sie mit ihrem Tadel ungemein. ich brauche eins auf den Deckel um wach zu werden ich bin halt ein Sturkopf. Dachte er bei sich und verzog leicht die Mimik zu einem grinsen.
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Eve
Alpha
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Aug 20, 2009 6:52 pm

Eve stutzte, als sie das Lächeln des anderen Wolfes gewahrte, selbst wenn es bereits im nächsten Herzschlag wieder verschwunden war. ’Hat er… hat er gerade gelächelt?’, fragte sich die schlanke Wölfin, während sie den folgenden Worten des Rüden mit wachsender Überraschung, gepaart mit einem Gefühl von Zufriedenheit, lauschte. Obgleich die Fähe gar nicht beabsichtigt hatte dem Tundrawolf behilflich zu sein, ja, sie hatte sich im Laufe des Gespräches sogar tierisch über ihn aufgeregt, doch irgendwie fand sie es gut. Gut so, wie es war. „Es wird sicherlich interessant werden, Eleazar.“, erwiderte Eve schließlich, nachdem sie mehrere Augenblicke lang inne gehalten und geschwiegen hatte, um die Worte des männlichen Wolfes auf sich wirken zu lassen. ’Er will lernen ein guter Freund zu werden? Mir? Er hat ganz recht, ich werde es vermutlich nicht zu würdigen wissen, denn… wollte ich einen Freund? Ich bin gerne allein! Jedenfalls habe ich bis auf Evil keine Ausnahmen gemacht, oder war dazu genötigt welche machen zu müssen, aber wer bin ich, dass ich einen Blick in die Zukunft wage? Wer weiß, vielleicht werden wir tatsächlich etwas Ähnliches wie Freunde.’
Die Wölfin löste ihren Blick von der nachtschwarzen Kreatur, um hinauf in den wolkenlosen Himmel zu blicken, der von einem strahlenden hellblau dominiert wurde, welches Eve für einen kurzen Moment an die eisigen Augen des Rüden denken ließ. Noch immer harrte die Sonne an ihrem Platz hoch am Dach des Horizontes, allerdings musste die Weiße nun mit einem Anflug von Freude feststellen, dass sich der gelborange glühende Feuerball weiterbewegt hatte – die Sonne hatte ihren täglichen Lauf fortgesetzt, um bereits in wenigen Stunden im Horizont den Erboden zu berühren, um letzten Endes zu verschwinden und ihrem männlichen Gegenpol dem Mond den Himmel zu überlassen. Eve hatte einen Atemzug zu lange in das Sonnenlicht geblickt, sodass sie ihren Blick rasch wieder senkte und sich darüber ärgerte, dass sich temporär farbige Lichtpunkte in ihre Netzhaut eingebrannt hatten. Zornig blinzelte das helle Geschöpf mehrere Male, bis sich ihre Sicht wieder klarte. „Eleazar?“, fing die Wölfin mit einem Male leise an zu sprechen, während sie ihr Haupt wieder zu dem dunklen Rüden wandte und gar ein paar Schritte auf den Wolf zu tat. „Meinst du… also… glaubst du es gibt überhaupt noch Hoffnung, dass mein Evil am Leben ist und wir ihn finden können? Oder denkst du eher, dass das die dummen Wünsche einer einfältigen Wölfin sind, die sich einer Hoffnung hingibt, die es nicht mehr gibt? Manchmal… da zweifle ich daran, ob ich ihn noch finden kann, aber ich will nicht daran glauben, dass er eventuell gestorben sein könnte.“
Die hellen Augen der Wölfin suchten den Blick des Artgenossen, während sich ihre Haltung, die sich während des Gespräches in eine deutlich dominante Pose gewandelt hatte, wieder etwas normalisierte. ’Wo will ich meine Welpen eigentlich bekommen? Hier ganz gewiss nicht, doch auch wenn wir zu jenem Wald weiterziehen, von dem Eleazar vorhin gesprochen hat, könnte dies der Geburtsort meiner Nachkommen sein? Ob es dort wohl viel Beute gibt? Am Liebsten würde ich immer und immer weiterziehen, in dem Glauben auf Evil treffen zu können, aber das kann ich meinen ungeborenen Welpen nicht noch viel länger zumuten, denke ich.’

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Shenna

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Aug 20, 2009 8:52 pm

Geschmeidig lief die schwarze Fàhe den Fluss entlang, kein einziger fehltritt brachte sie ins schwanken.
Ihr schwarzes Fell glänze seiden in der Sonne.
Die Hitze war einahe unerträglich, die sonne schien sie schmelzen zu wollen.
Ihre Zunge hieng ihr schräg aus der schnauze und ihr hecheln war regelmässig und schnell zu hören.
alle paar meter hielt sie an um etwas zu trinken.
Sie verfiel in einen leichten Gallopp und rannte dem Fluss entlang, auf einmal stockte sie.
Wahren da nicht eben geräusche?
Sie wirbelte herum und schlich nun langsamer vorwärts, seit mehreren Tagen folgte sie einer schwachen duftspuhr.
Shenna stand verdeckt hinter einem Felsen, hinter dem sie nun hervorlugte.
Ja, da standen zwei Wölfe...ein schwarzer Rüde und eine weisse Fähe.
Shenna wich kurz zurück, sammelte sich und schloss die schnauze, sie wollte ihnen nicht als hechelnder Hund entgegentreten.
Dann trat sie hinter dem Felsen hervor, selbstbewusst stand die grosse Fähe da, ihr tiefschwarzes fell glitzerte in der Sonne und ihre Goldbraunen augen fixierten die beiden wölfe.
Seit gegrüsst, man nennt mich Shenna.
"Shenna aus dem Blutwald...ich hoffe der name sagt euch nichts, ansonsten fühle ich mich verpflichtet zu sagen das ich nichts mehr mit dem Rudel zutun habe und in friedlicher absicht komme.
Ich suche eine Meute der ich mich anschliessen kann, lehnt ihr ab werde ich ohne ein wort weiterziehen.
Nehmt ihr mich auf, habt ihr eine treue kämpferin auf eurer seite!
Greift ihr mich jedoch an, dann seit euch gewiss das ich mich wehren werde, ich bin nicht kampfunerfahren!"
Shenna sah die wölfe nochimmer genaustens an, ihr blick verriet keine emotionen.


( Tritt vor Zar und Eve)


Zuletzt von Shenna am Do Aug 20, 2009 11:10 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Eleazar

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Aug 20, 2009 9:20 pm

Eleazar sah zu der Fähe auf, als jene das Wort wieder ergriff. Seine Schnauze umfing gerade ein Windstoß als er einen fremden Geruch wahrnahm der schwach war aber in ihre Richtung kam. So behielt er sich das im Hinterkopf aber sah sie Gedankenvoll an. Oh doch er glaubte schon daran, dass sie ihren geliebten fanden wenn nicht so dan würde er sie finden.
„Hör mal Eve.. Ich kann es nicht vorhersehen aber ich glaube schon das wir Evil wieder finden. und wenn wir ihn nicht finden so findet er sicherlich dich. Er wird dich Suchen deine Spur verfolgen und wieder zu dir Stoßen. Aber dennoch solltest du dir ob nun mit oder ohne mir einen Platz suchen, indem du deine Welpen gebären willst. Ich meine gehört zu haben, dass hinter diesem Wald eine Grünlandschaft erwächst.. ich weis es nicht aber ich glaube daran. Darum bin ich auch bis hierhin gekommen. mein Rudel lebte nämlich in den Steinigen bergen. Gib die Hoffnung nicht auf. Wie sagtest du vorhin zu mir? Es hat immer einen Sinn etwas zu tun.“
Meinte er zu ihr in einem für ihn fremden freundlichen Tonfall. Er schüttelte sich allerdings und fuhr herum als er hinter den herumliegenden Felsen etwas hörte.. Ein leises Hecheln… Sofort richtete er sich zu Voller größe auf, knurrte leise und wartete. Da trat eine schwarze Fähe hinter dem Fels hervor. Und kaum war sie da fing sie auch schon zu plappern an. Er hob eine Augenbraue und lauschte den Worten.. Eine Meute? Waren sie schon ein Rudel? Er sah zu Eve und spitzte die Ohren, dann jedoch fuhr er wieder zu der Fähe um.
„Nein dein Name sagt mir nichts. ich bin Eleazar aus dem Tränental….. Was treibt dich in so eine Gegend? Willst du auch noch was fressen?“
Zweiteres war eher mit leichtem Sarkasmus versehen und er musterte sie genau. Hübsch war sie ja das musste er sich ja eingestehen aber schnell verkeilte er den Gedanken wieder irgendwo im Hinterstübchen. Eve konnte sich selbst vorstellen, würde die Fähe aber irgendwas tun was Eve oder den Welpen die in der anderen weissen wuchsen schaden, so würde er angreifen.
„Kein Problem tust du uns nichts tu ich dir nichts….“
Kam es nun stolz und doch kühl angehaucht wieder aus seinem Fang. Das diese Fähe solange in der Sonne stehen konnte wunderte ihn.. und das ihre flanken vor verkniffenem Hecheln bebten wie Espenlaub entging ihm auch nicht..
„Du kannst auch Luft holen…“
Fügte er trocken hinzu und beobachtete jede Regung von ihr.
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Eve
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Aug 20, 2009 10:02 pm

Auch die empfindliche Nase Eves wurde von dem markanten Geruch eines anderen Wolfes gekitzelt, sodass das Misstrauen der hellen Fähe erneut hohe Wellen zu schlagen begann. ’Wer ist dort?’, fragte sich die 4-Jährige, während sie ihre Augen leicht zusammenkniff und sich ihre gesamte Körperhaltung deutlich versteifte. Trotz ihrer lauernden Vorsicht ging Eve zunächst auf die Worte des dunklen Rüden ein. „Es wäre mir eine Ehre, wenn du während meiner Suche und gewiss auch, bis ich meine Jungen bekommen habe an meiner Seite verweilen würdest.“ ’Demnach ist es beschlossene Sache. Wir werden zusammen in jene Richtung ziehen, um einen guten Platz zu finden, an welchem ich meine Welpen gebäre und vielleicht wird meine Hoffnung bereits auf dem Weg dorthin erfüllt, sodass wir Evil begegnen. Ich hoffe es so sehr.’
Kaum hatte die Wölfin diese Gedanken beendet, verließ schon das unbekannte Weibchen seine Deckung, um ohne großartige Scheu vor die beiden Artgenossen zu treten und die Stimme zu erheben. Wie von selbst baute sich die kleinere Polarwölfin auf, während sich ihre Rute stolz und selbstbewusst über ihrem geraden Rücken wölbte. ’Wieso ist denn jeder hier so riesig, dem ich über den Weg laufe?!’ Gleichzeitig begann sich das Fell an ihrer Halskrause zu erheben, sodass das weiße Geschöpf unterdessen ganz den Eindruck erweckte reichlich wenig davon begeistert zu sein, einem weiteren Artgenossen zu begegnen. Missmutig lauschten die gespitzten Ohren der Fähe den Worten der Schwarzen. Ihr Missmut wandelte sich in Verwunderung, als Eve erkannte, dass Shenna sie selbst und den gerade erst wirklich kennen gelernten Eleazar für ein Rudel hielt. „Du willst dich unserer…“ Eve unterbrach sich kurz, während sich ihr Kopf um wenige Nuancen zur Seite neige. „… Meute anschließen?“ Betont aufmerksam blickte sich die weiße Fähe nach allen Seiten um. „Komisch. Ich dachte immer zu einem Rudel gehören mehr als nur zwei Wölfe.“, erklang es schließlich sarkastisch aus ihrer Kehle.
Entschlossen setzte sich die weiße Fähe in Bewegung: sie trat ohne Furcht näher an das schwarze Geschöpf heran und verließ somit den angenehmen Schatten, den die Eiche ihr gespendet hatte. Misstrauen gepaart mit beißendem Spott sprachen aus ihren gelbgoldenen Augen, die die Größere nicht einen Atemzug lang aufhörten zu fixieren. Eve dachte nicht daran, sich nun ebenfalls vorzustellen, denn was ging diese Fremde denn auch ihr Name an? Reichte es nicht, dass Eleazar wusste, wer Eve war und das sie sich auf der Suche nach ihrem verschollenen Gefährten und Vater ihrer ungeborenen Welpen befand? ’Was will sie von mi… nein, es heißt ja jetzt uns und nicht mehr einzig und alleine mir, denn schließlich wollte ich mit Eleazar weiterreisen. Aber trotzdem! Was verspricht sich diese Unbekannte davon?’ Ein leises, warnendes Knurren schlich sich aus der Kehle der trächtigen Wölfin, der es im Grunde schon genügte einem Wolf am Tag zu begegnen, zwei dagegen, grenzte schon als Strapaze für ihre Nerven, die seid ihrer Suche ohnehin schon zum Zerreißen gespannt waren. ’Oder liegt das einfach daran, dass ich meine Welpen in mir trage? Haben sich meine Hormone verändert?’
Vieles in der weißen Wölfin lechzte geradezu danach die unbekannte Fähe einfach anzugreifen, denn schließlich genoss sie es sich mit Artgenossen anzulegen, selbst wenn sie den Kürzeren zog. Außerdem baute sich ein Gefühl in Eve auf, dass sie sich zunächst nicht so recht zu erklären vermochte, doch dann machte es Klick. Wenn die andere Fähe tatsächlich zu ihrem vermeintlichen Rudel gehören wollte, so wollte Eve sich gewiss nicht unterordnen.

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Shenna

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Do Aug 20, 2009 11:39 pm

Shenna lauschte dem schwarzen, während sie ihn mit genau musterte.
Ihre Lunge schmerzte schon, ihr ganzer magen zog sich zusammen.
`scheiss hitze`
Sie presste ihre Kiefer zusammen um nicht zu hecheln anzufangen, während die brennende sonne sie weiter quälte.
"Ich Atme DOCH!" Zischte sie zwischen den zusammengebissenen zähnen hindurch dem schwarzen zu.
`òh mein gott shenna was soll der mist, du fällst noch in ohnmacht wenn du so weiter machst! Das hier ist nicht der wettbewerb, welcher wolf hält es am längsten ohne zu hecheln in der Hitze aus?!
Trotzdem konnte sie nicht aufhören das Hecheln zu unterdrücken.
Unter einiger mühe brachte sie nun unter zusammengebissenen zähnen die nächsten sätzte hervor.
"Freut mich...eure Bekannschaft zu machen...Eleazar...und nein ich möchte nichts fressen...danke der nachfrage das ist sehr freundlich von ihnen..." Sie deutete eine knappe verbeugung an, wie es sich damals bei ihrem rudel gehörte wenn man in das revier eines fremden eindrang.
Dann sah sie zu der Weissen, die sie sofort mit einem Beissenden kommentar begrüsste.
Shenna sah so kühl, wie es nur möglich war zu der weissen.
" Ja, da mögt ihr recht haben...zwei Wölfe bilden kein Rudel...doch ich dachte es hört sich freundlicher an...als wenn ich euch zwei Streuner nenne?...Dies hörte sich für mich beinahe einwenig provokativ an...als ob ich versuchen würde besitz für dieses land zu beanspruchen was ich keinesfalls vorhabe...aber...wenn ihr euch keine meute nennt wie nennt ihr euch dann wenn die frage erlaubt ist?"
Beinahe einwenig spöttisch sah die Schwarze auf die weisse Fähe herab, nein so leicht würde sie sich nicht provozieren lassen.
Doch sie sah auch den Spott in den augen der weissen, was sie zu einem grinsen verleitete.
Als jedoch aus Eve`s kehle ein leises drohendes Knurren drang, wahren es Shennas Reflexe die sie nicht zurückhalten konnte.
Sofort stellten sich ihre Nackenhaare und ihre Rute auf, ihr Hals bog sich anmutig wobei ihre Haare sich weiter aufstellten.
Sie zog ihre Leftzen zurück und bleckte die zähne, eine finstere drohung blitze in ihren Augen auf und ein dunkles, lautes knurren drang aus ihrer Kehle, sie fixierte die Weisse.
wieso bedrohte sie, sie? Wollte sie sterben? War sie genau so aggressiv wie ihr Vater?
Bei dem Gedanken wurde ihr knurren lauter, und hass sprach aus ihren augen der jedoch sogleich wieder verschwand. Nur die Drohung blieb.
Ihre helle stimme, mit geknurre verpaart konnte einem eine gänsehaut über den Rècken jagen.
"WAS SOLL DAS...WEISSE?! WIESO BEDROHT IHR MICH? WOLLT IHR ES AUF EINEN KAMPF ANLEGEN? IHR SEIT TRÄCHTIG, WOLLT IHR WIRKLCIH DAS LEBEN EURER WELPEN GEFÄHRDEN?! WENN IHR MICH ANGREIFT, WERDE ICH KEINE RÜCKSICHT NEHMEN, SEIT GEWARNT!! "
Um ihren Worten nachdruck zu verleihen, bleckte sie erneut die zähne.
" HABE ICH IRGENDETWAS GETAN, WAS EUREN STOLZ VERLETZT HAT?! WEISSE?! HABE ICH EINE REGEL DER WÖLFE GEBROCHEN? EINE NEUE REGEL? WENN JA VERZEIHT, ICH WAR LANGE BEI DEN MENSCHEN!?
WEISSE!
ICH WILL EUCH NICHTS TUN! ICH HABE DER GEWALT UND DEM MORDEN DEN RÜCKEN GEKEHRT DOCH ICH WERDE MICH NICHT EINFACH SO TÖTEN LASSEN!!
UND DAS IHR EUCH MICH NICHT VORSTELLT...DAS IST ZIEMLICH UNGEHOBELT...ZÄHLT HÖFLICHKEIT BEI EUCH NICHTS MEHR?!"
Kurz blickte sie zu Zar, der Rüde war ihr recht sympatisch erschienen.
" ICH BITTE EUCH, KOMMT MIR NICHT ZU NAH, BEDROHT MICH NICHT! ICH HABE MICH NICHT IMMER UNTER KONTROLLE UND ICH MÖCHTE EUCH NICHT VERLETZTEN!! ICH WOLLTE EUCH NUR MEINE UNTERSTÜTZUNG UND MEINE GESELLSCHAFT ANBIETEN!
ICH WERDE MICH EUCH UNTERORDNEN UND KEINE PROBLEME BEREITEN SOLANG MAN MICH IN RUHE LÄSST!!"


( bei eve und Zar/ verteidigt sich/ redet mit eve und zar)
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Neela
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Aug 21, 2009 1:07 am

Neela hatte ebenfalls eine recht ruhige Nacht verbracht und wachte nun, gut erholt und mit einem leicht knurrenden Magen auf. Sie erhob sich langsam, streckte die Vorderpfoten weit nach vorne aus, wodurch sich der gesamte Leib wieder senkte und nur ihr Hinterteil in die Luft ragte. Laut gähnte sie, schüttelte sich dann ausgiebig und blickte zu Fjarl und dem Reh. Dankbar nickte sie ihm zu, als er ihr das Reh überließ und sie sich gierig einige große Brocken heraus reißen konnte. Neela verschlang gerade das letzte große Fleischstück, als Fjarl seine Stimme erhob und ihr seine Frage stellte. Ein wenig verdutzt blickte sie den großen Schwarzen an, legte den Kopf fragend schief. Damit hatte sie nicht gerechnet. Fjarls Frage ob sie ihn in Richtung Süden begleiten würde kam für sie recht unerwartet. „Oh..“ brachte die junge Wölfin überrascht hervor. „Ja.. nun.. ok“ meinte sie leise, unerwartet vorsichtig und unsicher. Für Neela war es etwas völlig neues sich mit einem fremden Wolf den Weg zu teilen. Ihre einzige Wegbegleiterin war bisher ihre Mutter und seit sich die beiden getrennt hatten, war Neela völlig alleine gewesen.
Relativ schnell schluckte die Polarwölfin all ihre Bedenken her runter. Sie war eine starke und gewitzte Wölfin, ein kluges Köpfchen was sich von keinem Wolf hinters Licht führen lassen würde.
Und so vergingen die Tage, während die beiden Wölfe Seite an Seite nebeneinander hertapsten, zusammen jagten und sich immer besser kennen lernten. Sie sprachen immer wieder über Erlebtes.. alte Zeiten und andere schwer verdauliche Dinge, die die beiden Wölfe in ihren Leben durchgemacht hatten. Es war wiedermal Abend geworden, als die Beiden eine kleine Quelle erreicht hatten und etwas ungestüm mit den Pfoten in das kühle Nass eintauchten. In kräftigen Zügen tranken sie das Wasser und genossen es, wie das Fell immer nasser und schwerer wurde. Fjarl lag schon eine Weile am Ufer und genoss die Ruhe, da hatte auch Neela endlich genug vom Wasser und tapste auf den großen schwarzen Wolf zu. Sie blickte ihn aufmerksam an, streckte sich ausgiebig und gähnte laut, ehe sie sich neben Fjarl zu Boden lies. Dabei lies sie nur noch einen kleinen Spalt zwischen den beiden, nur soviel das sich das Fell der beiden nicht berühren konnte. Neela schien ihr Misstrauen so gut wie abgelegt zu haben, denn so bald die beiden Wölfe sich sonst zur Ruhe legten, hatte sich die weiße Wölfin immer einen Platz gesucht, der ein ganzes Stück abseits von Fjarls lag. Sie legte sich nur aus Respektsgründen nicht direkt ganz dicht an Fjarl, denn vielleicht war es ihm immer recht gelegen gekommen, dass sich die Wölfin immer ein Stück entfernt von ihm zurück gezogen hatte.
Die Polarwölfin erwachte als der neue Tag anbrach und erhob sich zugleich um ein paar kräftige Züge des erfrischenden Wassers zu trinken. Bevor die Sonne aufging, machten sich die beiden Wölfe stets auf den Weg um weiter zu reisen, denn die frische Morgenluft war um einiges angenehmer als die Hitze die den Beiden den Weg Tagsüber erschwerte. Leise tapste Neela zu Fjarl hin, beugte sich zu ihm herunter und schleckte ihm sachte über die Schnauze, solange bis der große Wolf seine Augen öffnete.

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Sanuye

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Aug 21, 2009 6:47 am

Sie sah sich um mit ihren gelben Augen, und begutachtete die Umgebung wehrend sie stampfend durch das kalte Wasser des Flusses lief. Sanuye sah das die Sonne sich langsam von den Bergen in der Ferne löste um sich dem wolkigem Himmle in gelb, rot, orangenen Farbtönen empor zu steigen. Die Wärme die von ihr ausging, die schon bald wie eine erdrückende Lawine die Wölfin unter sich begraben würde, war erträglich am morgen wie dieser es war. jedoch war die Wölfin, die aus dem Osten kam, eine solche wärme nicht gewohnt wie sie hier am mitten des Tages herrschte. Die Wölfin Leckte sich mit ihrer rosa gefärbten Zunge über ihre weiß-rote Schnauzte und sah nun zu dem Wald der vor ihr lag. Es war nicht mehr weit, bis sie unter den Baumkronen der Bäume, Schutz vor den brennenden Sonnenstrahlen erhalten würde. Doch arbeitete die Zeit gegen die Wölfin, deren blick nun erneut zur aufgehenden Sonne neigte. 'Nicht mehr lang!' Dachte die Wölfin 'nicht mehr lang und ich bin sicher vor der Hitze die mir bevorstehen könnte' ihre Gang viel in einen leichten trab der immer schneller wurde bis sie zu ihrem üblichen Jagt-Haltung kam und über den staubigen, brüchigen und schon rissigen Boden rannte. Immer dem Fluss nach, Befahl ihr der Instinkt den jeder ihrer Art von Geburt an in sich trug. Ihre Augen nun fest auf den Wald fixiert der ihr Ziel und ihr Schutz sein würde. Sie war fest entschlossen diesen, noch bevor die Sonne hoch genug stand um ihr die letzte kraft zu rauben die in ihren Muskeln saß, zu erreichen.

Es ging schneller als die Wölfin geahnt hatte als sie Ihre schritte kurzer wurden ließ und anschließend vor den Bäumen des Waldes stand. Noch einmal blickte sie zur Sonne, die ihren Weg weiter fortbeschritten hatte, doch kümmerte dies Sanuye nicht mehr, denn sie hatte ihr Ziel erreicht. Sie schritt in den Wald hinein, noch immer war sie in der Nähe des Flusses als ihr ein Geruch in die Nase stieg. Es roch nach Blut! Sanuye folgte diesem Geruch, denn sie verspürte ein stechendes Gefühl in der Magengegend und der Blutgeruch weckte in ihr Hunger. Als sie an dem Kadaver des Rehs ankam, musste sie enttäuschend feststellen das dieser völlig ausgezehrt war und das selbst an den schwierigsten winkeln nichts mehr zu hohlen gab. Doch stieg ihr nun ein neuer Geruch in die Nase ein Geruch der ihr vertraut doch ebenso fremd erscheint. Es waren Wölfe doch wie erwartet waren sie fremd für Sanuye. Sie schätzte ihre Zahl auf Zwei, da sie nur eine Fähe und einen Rüden wittern konnte. Vielleicht ein Paar oder teilten sie nur denselben weg miteinander? Sanuye wollte dies herausfinden, denn wen die beiden Gefährte und Gefährtin sein würden könnten sie eventuell eine Fähe bei sich aufnehmen, die sie nur um ein Stück stärker in der jagt machen könnte. Sie konnten erst seit einem Tag von ihrem Rastplatz weggezogen sein, was Die Wölfin aus den Gerüchen der beiden Herauslas. 'Wenn ich mich beeile könnte ich vor Dämmerung zu ihnen stoßen!' dachte sie nur und rannte nun der Spur der beide Wölfe nach. Denn die Sonne, die ihr für die kommenden stunden Licht spendete, würde nicht ewig am Horizont stehen und ihr die Suche nach den Wölfen erleichtern. Sie musste also so schnell wie möglich voran kommen, ehe sie sich nur noch auf ihre Nase verlassen könnte und damit die Suche etwas verlangsamen würde.
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Eleazar

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Aug 21, 2009 4:54 pm

Eleazar beobachtete die Fähe unentwegt, verfolgte jede ihrer Bewegungen und vernahm dan ihre Worte. Auch Eve hatte gesprochen und er ahnte schon, dass sie so reagieren würde. Sie war eben eine Fähe für sich. Er lauschte den Worten und verfiel auch mit fast sofortiger Reaktion in seine Angriffshaltung, als die fremde Eve bedrohte… Sein knurren war tief kühl und durchdringend als er sie mit stechendem Blick musterte. Er baute sich zu seiner kompletten größe auf und sah zu ihr herab.
„Ehe du sie angreifen würdest, würdest du sterben…“
Gab er leise von sich und knurrte erneut leise. Lauschte dan aber den restlichen Worten. Ein Rudel? Hm er überlegte.. konnte man zu dritt ein Rudel gründen? Er zog die Augenbraue hoch.. Eigentlich schon und Eve währe die Alpha der Meute wie Evil der Alpharüde währe, wenn er hier währe. Na ja den Posten konnte man ja frei lassen.
„nun ja dan sind wir eben ein Rudel. Eve ist die Alpha und ich bin Mitläufer und Beschützer… Und du bist fremd und willst dich anschließen. Gut soweit währen wir dan schon. Der Alpha ist nicht da. Soviel dazu.“
Sagte er mit kühlneutraler Stimme welche aber tief klang. Tief und ein bisschen Rau.
So ein Rudel okay. Wenn es so leichter zu verstehen ist. Na ja ist es auch. Die Alpha sucht ein Revier zum Werfen und dabei ihren Gefährten den Alpha. Ich bin der Alpha begegnet und schütze sie und ihre Welpen. Die schwarze wäre dan ja auch Mitglied. Okay hätten wir das schon mal… Na ja kommt drauf an ob Eve ihre Anwesenheit duldet.
Dachte er bei sich und sah Shenna wieder an imemrnoch in der Verteidigungshaltung. Das sie so herumschrie war kaum auszuhalten aber nun ja dan war es eben so.
„Wenn du leiser redest währe es allerdings angenehmer… Du musst nicht Schrein wir stehen fast genau neben dir.“
Meinte er ärgerlich als sie geendet hatte. Seine Muskeln blieben zum Zerreißen gespannt und ihre Futterablehnung nahm er hin wie sie war. Dan eben nicht.
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Eve
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Fr Aug 21, 2009 9:02 pm

Nur zu deutlich sah die helle Wölfin die Wandlung, die mit der Schwarzen einherging, als Eve selbst ein leises Knurren ausgestoßen hatte. Ein gedämpftes Grollen, das einzig und allein aus dem Grund entstand wurde, um den Argwohn und das Misstrauen, welches die Polarwölfin verspürte zu verdeutlichen. Als Shenna ihre Stimme dermaßen laut erhob, begannen die empfindlichen Ohren der Wölfin zu zucken, ehe sie sich leicht anlegten, um dem unangenehm lauten Klang zu entgehen. Kaum hatte die große Wölfin ihren Monolog beendet war es auch schon an Eve etwas zu entgegnen: „Morden, morden und nochmals morden. Weshalb bitte hängt ihr dem Irrglauben nach, dass ich euch töten will, Wölfin?! Was maßt ihr Euch eigentlich an in meine Handlungen etwas hinein zu deuten, was überhaupt nicht existent ist?! Hm?! Verratet mir dies, Schwarze!“ Vollkommen bewusst tat sie es der Artgenossin gleich, indem sie sie einzig auf ihre Fellfarbe herab degradierte. Die Weiße brauchte ihre Stimme nicht zu erheben, ja beinahe schien es, als würde ihr Klang von Wort zu Wort leiser zu werden, jedoch an Schärfe zunehmen. Deutlich brachte das helle Geschöpf so seine Wut zum Ausdruck und dies mit einer gänzlich anderen Intensität und einer unterschwelligen Warnung, als es Shenna getan hatte.
Die Nasenflügel des Weibchens bebten, während sie die Witterung der Wölfin aufnahmen, als sich Eve gar einen weiteren Schritt näher an die drohende Artgenossin heran wagte, sich aber nicht mehr frontal vor der anderen befand, sondern leicht seitlich, sodass jene den Kopf würde wenden müssen, um Eve weiterhin im Blick behalten zu können. Die Schnauze der Fähe runzelte sich, während sie nun ihrerseits kurzzeitig ihr Gebiss entblößte. „Ein Knurren und auch ein Zähnefletschen bedeutet doch nicht immer, dass ich danach trachte euch die Kehle herauszureißen, um mich an dem Anblick zu ergötzen, wenn ihr euch mit euren letzten Zuckungen am Boden windet und ich sehen kann, wie das kostbare Blut aus eurem zerfetzten Hals spritzt und mein schönes weißes Fell mit diesem durchdringenden Rot tüncht.“ Kurz könnte man meinen, dass in den bernsteinfarbenen Augen des Weibchens ein düsterer Funke schlich, beinahe, als stelle sich die Fähe gerade eben jenes Handeln vor. „Ich mag euch nicht, Wölfin! Ihr seid mir fremd und ich misstraue euch, ist es da nicht natürlich, dass ein Knurren als Warnung erklingt? Denn genau das ist ein Knurren, eine Warnung! Meint ihr etwa in wirklichen Auseinandersetzungen mit mir findet man noch genügend Atem, um ein dunkles Knurren auszustoßen?! Wozu auch?! Wozu knurren, wenn kann sein Gegenüber töten will? Hm?! Na? Wisst ihr darauf eine Antwort, Schwarze?“ Eve schnaubte verächtlich, ehe sie ihr Haupt in die Richtung des riesenhaften Rüden wandte. „Und du!“ Das Weibchen funkelte ihn von unten heraus zornig an. „Ehe sie mich angreifen würde, wäre sie bereits auf dem Weg über den Jordan?! Hast du nicht erst vor wenigen Minuten gesagt, dass du nicht mehr töten willst und doch sprichst du bereits jetzt wieder dermaßen leichtfertig davon!“
Während ihren Sätzen war ihre Stimme zunehmend kälter und beißender geworden, sodass ihre Worte sich gar wie ein Peitschenknall in das Gehör der beiden anderen Wölfe drängten. Wieder blickte sie zu der schwarzen Wölfin. „Höflichkeit?! Ausgerechnet Ihr fragt nach Höflichkeit, Fähe?! Ihr, die Ihr mir ohne sonderlichen Grund Morddrohungen an den Kopf warft und euch aufführtet, wie ein Geschöpf, das sich nicht ganz im Zaum hat?! Wieso sollte ich euch gegenüber höflich sein? Ich sehe dazu keinerlei Veranlassung! Ich bin keine nette, liebe, oder kultivierte Wölfin!“ Aus den glühenden Augen des Weibchens sprach Zorn vermischt mit einer schier grenzenlosen Herablassung, die ihren Fixpunkt in der unbekannten Fähe gefunden hatte. Als die relativ neutral erklingende Stimme des Rüden erschallte, wandten sich die Ohren Eves in seine Richtung, um dem zu lauschen, was der Schwarze wohl zu der ganzen Sache zu sagen hatte. ’Ein Rudel? Meint er das ernst? Ich soll… die Alphawölfin sein? Und mein Evil der Alpharüde?’ Die aufgekommene Wut und Verachtung des Weibchens kam für einen Sekundenbruchteil ins Stocken, als sie sich diesem Gedanken widmete, sodass gar das unterschwellige Knurren verklang, welches sie während des gesamten Gespräches begleitet hatte.
’Aber dann hätte ich ja die gesamte Kontrolle – nicht, dass ich die nicht gerne habe – und auch Verantwortung. Ich kenne das leben in einem Rudel nicht, denn schließlich war ich immer eine Einzelgängerin, bis auf die Zeit, die ich gemeinsam mit meinem Gefährten verbracht habe.’ Musternd glitt der Blick der weißen Wölfin über den massigen Leib der dunklen Wölfin, ehe ihr Augenmerk auf dem sich selbst als Mitläufer bezeichneten Rüden fixierte. ’Irgendwie sind sie sich ähnlich, nicht nur, dass beide ungewöhnlich groß sind, nein, sie scheinen auch beide eine ungewohnte und bewegte Vergangenheit zu besitzen. Trotzdem traue ich dieser Shenna weniger, als Eleazar! Nicht, dass ich glaube, dass sie mich wahrlich töten würde können, denn auch wenn sie größer ist als ich, bin ich nicht schwach! Aber… ich fühle mich trotzdem durch sie bedroht. Allein ihre Anwesenheit sorgt dafür, dass ich sie am liebsten rumschubsen würde, um dafür zu sorgen, dass sie mir ja nicht in die Quere kommt! Was ist das nur für ein Gefühl?’

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Fjarl

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   So Aug 23, 2009 8:04 pm

Die ganze Nacht war angenehm kühl und ruhig gewesen, Fjarl hatte einen ruhigen Schlaf gehabt, seine Träume wurden wurden von der Nähe zu Neela beeinträchtigt, die Fähe lag nah bei ihm, er konnte sie im Schlaf riechen, ihren Atem hören und ihre Wärme spüren, angenehme Träume spulten in seinem Kopf ab.
Eine warme Zunge schleckte ihm zärtlich über die Schnauze, und er genoss diese Zärtlichkeiten noch einen Augenblick länger bevor er die Augen aufschlug, Neela anlächelt und sich erhob, um sich kurz darauf ausgiebig zu strecken und zu gähnen, wobei er Neela, wie sie auch ihn, nicht aus den Augen ließ, und versuchte den Kontakt mit ihren Augen zu halten.
Der schwarze Wolf bewegte sich an die Quelle heran, wobei Licht das Licht, das zwischen den kargen Sträuchern hindurchfiel, und der Schatten den selbige spendeten Muster auf seinem glänzendem Fell zeichneten, er tauchte die Schnauze tief in das frische kalte Wasser und trank gierig. Die frische das Wassers hatte ihn erst richtig geweckt. Als er sich nun vollends aufrichtete glänzten die Wassertropfen die von von seiner Schnauze tropfen, und an seinem Fell hafteten wunderbar in der rötlich in der Morgensonne.
Er sah zu Neela herüber und nickte ihr zu, während er mit grollender Stimme "Vielen Dank dafür, dass du mich so sanft geweckt hast, und einen guten Morgen," sagte. Erhobenem Hauptes schritt er provokant langsam an Neela vorbei und setzte sich am Rande eines Gestrüpps in den Schatten, wo er die Nase in die kühle Morgenluft hielt und in tiefen Zügen, mit geschlossenen Augen, atmet und die Luft nach Gerüchen prüfte. Die Luft roch nach Neela, und er genoss ihren Duft, doch dann musste er stutzen und öffnete die Augen, als ihm dieser bestimmte Geruch in die Nase stieg. Der Geruch war vertraut und gleichzeitig fremd, es war der Geruch einer fremden Fähe, nichtmehr allzuweit entfernt. Schnell untersuchte er die Luft nach weiteren Hinweisen auf eventuelle Begleiter dieser Fähe, konnte jedoch keine weiteren Fremden erschnüffeln.
Auffällig langsam stand er auf und ging zu Neela herüber, rieb kurz seine Schnauze an ihrer und strich an ihrer Flanke entlang, bevor er sich neben sich stellte und ihr zwischen den Zähnen hindurch die neuigkeiten ins Ohr flüsterte, und ihr seinen Plan verriet: Ruhig bleiben und die fremde Fäghe erwarten, ohne ihr dies zu zeigen. Sein Plan sah vor, dass Neela und er sich spielerisch balgen, es jedoch niemals an Aufmerksamkeit mangeln lassen sollten, um die Fähe wenn sie nahe genug heran war überraschen zu können.
Ganz sanft zwickte er Neela in den Nacken und stubste sie danach etwas unsanfter als er es eigentlich wollte mit der Stirn in die Flanke, der Stoß war kräftig genug, dass Neela einige Schritte zur Seite machen musste um nicht umzufallen. Die beiden Wölfe begannen damit sich immer wieder zu umkreisen und anzuspringen, und in einem Knäuel auf dem Boden herumzurollen. Den Beiden Raubtieren machte es, auch in einer solch ernsten Situation sichtlich Spaß sich auszutoben, auch wenn sie niemals die Aufmerksamkeit vom Horizont weichen ließen, immer auf der Suche nach einem Schemen.
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Shenna

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   So Aug 23, 2009 10:30 pm

Shenna sah den schwarzen an, nochimmer befand sie sich in verteidigungsstellung.Kalt sah sie ihn an und herhob wieder ihre stimme, diesmal leise, kalt.
"Ich hatte nie vor anzugreifen...habe ich dies nicht eben gesagt?! Ich greife keine wölfe mehr ohne grund an...nie wieder werde ich grundlos morden...habt ihr mich verstanden? ich werde mich nur wehren falls ihr mich angreift...was für mich im moment ganz den anschein hat." Ihr blick huschte zu der weissen Fähe. Dann wieder zu Zar" Tut mir leid...das ich einwenig laut wurde...ich hasse das gefühl bedroht zu werden...ich bin es mich nicht gewohnt, das man mich nicht gleich versucht zu töten...wovor ich hier so wie`s aussieht auch nur noch einige augenblicke entfernt bin" Bei den letzten Sätzen wurde ihre stimme schärfer und sie schleuderte einen vielsagenden blick zu der Weissen. Der schwarze schien einigermassen Sympatisch zu sein doch die Weisse...jeden moment rechnete Shenna damit das jene ihr an die Kehle sprang...was hatte sie falsch gemacht?
Sie sah zu der Weissen die Sie angesprochen hatte. Wieso sie glaubte das man sie nur ermorden wollte?...war diese Frage etwa ernsthaft?! Ein höhnisches lachen entfuhr ihr. " Tut mir leid...Weisse...doch...diese Frage....war die etwa wirklcih ernsthaft gedacht?...wieso ich glaube das mich jeder morden will...naja...falls ihr es noch nicht bemerkt habt...die welt...besteht nur aus morden...jeder will möglichst schnell möglichst viele aus dem weg räumen...sich am blut und am leiden anderer ergötzen! So seit ihr doch auch! dies zeigt mir schon eurer Haltung...ich hab euch nichts getan, ich kahm in freundlicher absicht, die ich beibehalten habe...und ich sellte mich Höflich vor, ihr habt mich sogleich verbal angegriffen..." Shennas augen sahen die Weisse Fähe kühl und emotionslos an, ihre haltung hatte sich komplett verändert. Ihre muskeln waren nochimmer angespannt doch sie sah nun gleichgültig aus, nochimmer in verteidigunshaltung doch eher weil sie dazu gedrängt wurde diese beizubehalten.
Shenna sah mit hochgezogenen augenbrauen zu wie die weisse Fähe nun auf Zar losging.
`wieso greift sie jetzt ihn an? er wolllte sie doch nur beschützen?...ist das bei den freilebenden wölfen so üblich?...`
"Verzeiht...doch...wieso greift ihr jetzt Eleazar an...da er euch doch beschützen wollte?...nein vergesst meine frage...und verzeit mein auftreten, falls es unanständig gewesen sein sollte...ich bin noch nicht wieder allen regeln der Freilebenden wölfen mächtig...ich habe lange zeit in gefangenschaft verbracht" Shennas stimme war völlig ruhig...und emotionslos, nun sah sie der Weissen Fähe wieder direkt in die Augen. Mit einem Mal war ihr alles egal, sie dachte zurück an die unzähligen kämpfe...die unzähligen morde...die freude der mörder über das leiden der anderen... " Wieso seit ihr so aggressiv obwohl ich euch nichts getan habe...?...wieso hasst ihr mich...obwohl ihr mich garnicht kennt...wieso denkt ihr das ich euch angreife nur weil ich mich durch euer aggressives verhalten bedroht fühlte und mich verteidigen wollte?...wollt ihr mich töten so tut dies...ich wollte ein rudel finden...einige wölfe denen ich mich anschliessen kann und in frieden leben...doch wenn alle freilebenden wölfe...genau so sind wie die in den menschen lagern...wieso sollte ich dies?...nein...ich werde nicht mehr kämpfen...greift mich an...wenn es euch freude bereitet...tötet mich...wenn dies euch erfreut oder euch beruhigt...ich werde mich nicht zur wehr setzten...ich werde nicht mehr TÖTEN!" Shenna`s stimme war sehr ruhig...beinahe gespenstisch, kühl...emotionslos...und doch mit einer spur trauer...sie wurde immer leiser...erst beim letzten wort wurde ihre stimme wieder lauter und dermassen scharf das es überhaupt nicht zu der stimmung der vorherigen wörtern passte, beim letzten wort schien in ihren augen ein Funke aufzuglühen. Nein, shenna wollte nicht mehr töten...niemals...der Tod...der hass ...die kämpfe...zuviel hatte sie gesehen...zu oft hatte sie es selbst getan.
Sie sah die Fähe an, nochimmer brannte die sonne auf ihr Fell, nochimmer unterdrückte sie ein hecheln...doch dies alles bemerkte sie nicht. Sie wartete einzig auf die reaktion der weissen Fähe.
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Eleazar

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   So Aug 23, 2009 11:08 pm

Zar war froh, als sie nicht mehr so laut sprach aber zuckte umso mehr zusammen, als Eve auf einmal wieder auf ihn einredete. Oh man diese Fähe war schwer aber sie hatte ja recht. Wann hatte sie eigentlich unrecht gehabt? Zar überlegte und grübelte sah zu der weissen Fähe und musterte sie. Eigentlich nie. Er nickte, zufrieden mit seiner Feststellung und sah dan wieder zu Shenna. Diese Fähe hatte also auch nur Gekämpft? Für das das sie eben so aggressiv gewirkt hatte war sie im Moment umso handzahmer. Er musste bei den Gedanken lachen, nur innerlich aber dafür umso lauter. Er sah zu der schwarzen. oh er verstand sie aber sie sprang von einem extrem ins andere. Das war auch nicht rechtens.
Er überlegte eine weile.Hmmmm……. Ob sie zu einem Rudel passen würde bei den Wechselstimmungen? is ja schlimmer als die Schwangere aber beide sind mir irgendwie sympathisch und die schwarze ist auch noch attraktiv dazu… NEIN!!! Zar verdammt lenk dich nicht ab. Hmmm ich glaube ich muss der schwarzen nun auch mal auf die Sprünge Helfen.
Seine Haltung entspannte sich und er lies sich ein wenig zusammensacken, wodurch er nur noch knapp 95centimeter hoch war. Zwar kein großer unterschied aber umso besser. Er sah Shenna an und legte den Kopf leicht schief meinte dan in einer neutralen kühlen aber doch klaren Art.
„Shenna.. Töten heist nicht gleich Kampflos aufgeben. Morden ist etwas anderes als verteidigen. Würde dich einer Angreifen, würde jeder Wolf verstehen, wenn du dich verteidigst anstatt dich Sinnlos hinschlachten zu lassen. Das ist ein Überlebensinstinkt den jeder hat und den man nicht begraben sollte. Keiner zwingt dich zu morden. ich habe selbst lange Zeit gemordet aber Mir wurden wenn auch etwas unangenehmer die Augen geöffnet. Und ja wenn wir drei hier und jetzt eine Horde bilden sollten ist Eve Alphera und ihr Gefährte, den wir suchen , der Alpha. Und nun beweg dich endlich hier her in den Schatten sonnst kippst du gleich noch um. Nimm dir was zu fressen und begnüg dich am kühlen Quellwasser.“
Meinte er zu dem weiblichen Geschöpf und schüttelte einmal sein Fell aus. Dan kehrte er in den Schatten zurück und sah zu Eve.
„Ich hätte sie nicht wirklich Angreifen ich wollte nur klarstellen das, wenn du ihn auch nicht willst, mein Schutz dir und deinen Welpen gehört.. Wie es in einem Rudel nun mal ist.“
Er nickte ihr u und tat das was er NIE absolut NIE in seinem GANZEN Leben getan hatte… Er senkte vor ihr den Kopf und zeigte dadurch seine Unterwürfigkeit. Worte reichten nicht aus, wenn keine Taten folgten. Es kostete ihn Überwindung aber er wollte sich ja ändern. Und da war das wohl oder übel die beste Möglichkeit dazu auch mal von vorne anzufangen. Er glaubte daran, dass Eve eine hervorragende Alpha sein würde. Sie hatte den nötigen „Biss“ Wenn man es so nennen durfte. Ja er war überzeugt. Und Eleazar hoffte auch, dass Eve damit einverstanden war. Sie konnte ja nicht ewig mit den Welpen im bauch herumstreunen und nichts tun. Sie brauchte eine Höhle in einem Wald am besten an einem Fluss oder See. Ja das war ein gutes Ziel. Aber erst, wenn die Sonne sich verabschieden und den Horizont den Nachtkuss geben würde. Und mit einem Rudel hast du deine Aufgabe. Wenn es kein Rudel werden sollte, so werde ich ihr so folgen und ihr bei der Suche helfen.. Es muss ja eine Möglichkeit geben.
Er überlegte nicht lange da fiel ihm pöapö auch schon was ein.
„Wie währe es, wenn wir gen Abenddämmerung ein gemeinsames Heulen anstimmen um Evil, wenn er in der Gegend ist, einen Hinweis zu geben. Du bist der Stimmleiter so gesehen und wir unterstützen nur. Ich weis nicht ob du Shenna akzeptieren wirst aber wenn ja dan könnten wir zu dritt Heulen. Drei Stimmen sind mehr als eine“
Meinte er feste und mit einer art von Neutralität welche aber nicht unfreundlich war.
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Eve
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Aug 24, 2009 12:22 am

Eve lauschte zunächst den Worten der schwarzen Fähe und noch ehe diese geendet hatte brach sie in ein leises Lachen aus. „Ich bin auch so? Ich ergötze mich also am Leid anderer? Wirklich interessant, doch ist mir schleierhaft, wie Ihr darauf kommt. Jeder will also so schnell es geht alle töten?“ Das trockene Lachen der Fähe wurde mit triefendem Hohn gespickt. „Nun, auch wenn Ihr mir vermutlich nicht glauben wollt, ich töte keine Artgenossen! Ich bin kein soziales, höfliches Geschöpf, ganz Recht. Aber ich bin keine Wölfin, die andere angreift, um sie wahrlich zu töten! Ich liebe es zu kämpfen, denn es erfüllt mich mit einem großartigen Gefühl, einer Freiheit und ich spüre das Leben in meinen Adern pulsieren, aber vor einem Mord schrecke ich zurück! Gewiss können meine Fänge auch mehr, als nur verletzen, doch dies nur, wenn absolut keine Alternative geboten ist.“ Nur zu deutlich konnte man den leicht schwärmerischen Anteil in ihrer Stimme wahrnehmen, als sie davon sprach, was ihr gefiel. „Ich greife andere, so natürlich auch Euch, gern verbal an – ist es nicht erstaunlich, dass ein Wort ebenso scharf sein kann, wie ein Zahn? Ich bin provokant, ganz gewiss, aber dies ist meine Persönlichkeit.“
Als die schwarze Wölfin erwähnte, dass sie sehr lange Zeit in Gefangenschaft verbracht hatte, zuckten die Ohren der Fähe leicht, während sie darüber nachsann, dass auch sie selbst Erfahrungen mit den Menschen gemacht hatte, diese jedoch Gott sei Dank nicht allzu dramatisch gewesen waren. Tatsächlich war es so gewesen, dass Eve mit ihrem Gefährten auf der Suche nach einem Revier gewesen war und dabei in eine alte Wolfsgrube gestürzt war, die vor mehreren Sommern von den Menschen ausgehoben worden war. Eve hatte sich dabei am Lauf verletzt, doch von schwerwiegenderen Verwundungen verschont geblieben. Ihr Gefährte hatte schnell heraus gefunden, dass diese Grube von den Menschen schon lange nicht mehr besucht worden war, doch man konnte nie wissen, nicht wahr? Also hatte Evil alles Mögliche versucht und schließlich war es Eve gelungen mit seiner Hilfe aus der Falle zu entkommen, die sonst vielleicht gar ihren Tod bedeutet hätte. Allerdings erinnerte sich die Polarwölfin zumeist mit einem leichten Lächeln daran, denn jene Begebenheiten hatten das Band, das zwischen ihr und ihrem Partner bestanden hatte, nur noch mehr gefestigt und in ein Drahtseil verwandelt.
Eve warf einen Blick zu Eleazar, sie hatte etwas in seinem nachdenklichen Blick bemerkt. ’Über was denkt er wohl gerade nach? Vielleicht…. Oh!’ Eve sah wieder zu der schwarzen Fähe, während ihre Lefzen sich in Gestalt eines Grinsens kräuselten. Der Polarwölfin war nicht entgangen, dass der Rüde offenbar ein gewisses Interesse an der anderen Fähe zeigte, obwohl die Anzeichen dafür wahrlich nicht allzu deutlich gewesen waren. Doch irgendetwas in seinen blauen Augen überzeugte die weiße Wölfin davon, denn sein Blick erinnerte sie an die selbstbewusst, stolzen Blicke, die Evil ihr zugeworfen hatte, noch lange bevor sie zu Gefährten geworden waren. „Ich hasse Euch nicht, verflucht noch mal!“, zischte die Wölfin verstimmt, sodass sich erneut ein leises Knurren in ihre Stimme wagte. „Ich bin nun einmal so! Ich bin aggressiv! Ich bin unfreundlich, misstrauisch und unhöflich! Ich liebe es andere zu provozieren und ich bin kein Wolf, der Verharmlosungen nutzt, sondern sage genau das was ich denke und finde, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen!“ Vieles im Inneren der Wölfin lockte gerade zu danach, die andere anzuspringen, jedoch nur, um sie zu packen und zu schütteln, bis der Verstand der Schwarzen wieder zu arbeiten beginnen würde und jene nicht mehr einfach nur getötet wollen werden würde.
„Ich bin gewiss nicht einfach, oder gar ein Wolf, den man als sozial bezeichnen würde, aber ich kann es Euch nochmals sagen: ich werde Euch und niemanden sonst töten! Wenn ich Euch angreifen würde, Shenna, dann nicht, um Euch ernsthaft zu verletzen. Es gibt eine Grenze und jene Grenze gedenke ich nicht zu überschreiten, auch nicht für euch, Wölfin! Wenn ich jemanden töte, ja, wenn ich diesen Wunsch jemals verspüren sollte, dann wird das ganz gewiss keine fremde Fähe sein – ihr nehmt Euch zu wichtig!“ Eve schnaubte, diese ganze Aufregung gefiel ihr nicht, so sah das Weibchen das Zurückkehren Eleazars in den Schatten als Zeichen an, um sich nun ihrerseits in die Richtung des Baumes zurück zu bewegen. Aus den Augenwinkeln heraus blickte sie zu der schwarzen Fähe, ehe sie deutlich friedvoller, als im Wortwechsel zuvor ihre Stimme erhob: „Du solltest dich wirklich mit uns in den Schatten legen und ausruhen – hier in der Gegend ist es viel zu warm tagsüber.“ Nachdem ihr letztes Wort verklungen war begegnete sie dem Blickkontakt des Rüden, welcher ihr gerade seine Wortwahl erläuterte und kurz darauf eine Geste der Unterwürfigkeit zeigte. Eve stockte mitten in ihrer Bewegung, die sie geradewegs in den Schatten hatte hineinführen sollen. Ein Augenblick verstrich, ehe sich ein freundliches Lächeln auf ihrem Antlitz abzeichnete, womit sie auf den Beweis seiner Unterwerfung reagierte.
„Das halte ich für eine gute Idee“, erwiderte die Fähe auf den Vorschlag des Rüden, nunmehr beinahe milde gestimmt, während ihre Pfoten sie in den angenehmen Schatten trugen, sodass sie sich mit einem leisen Schnaufen dort an der Eiche herabsinken ließ. „Ich habe schon lange Zeit nicht mehr mit anderen Wölfen geheult.“ ’Immer nur alleine… damals noch gemeinsam mit Evil, doch davor stets ohne andere Stimmen. Obwohl… in meiner Welpenzeit, da habe ich mit meinen Geschwistern geheult. Es war immer sehr schön.’

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Neela
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Aug 24, 2009 1:11 am

Neela's Augen hatten sich bei Fjarls Neuigkeit über eine fremde Fähe überrascht geweitet, und just im selben Augenblick drang der fremde Geruch auch an ihre feine Nase. Ein wenig verdutzt blickte sie drein, als der schwarze Wolf sie über seinen Plan informierte, und gerade als sie widersprechen wollte um einen Schlaf der beiden vorzuschlagen, vorgetäuscht versteht sich, wurde die Polarwölfin auch schon etwas unsanft ein wenig zur Seite gestoßen. Ein leichter Anflug von Misstrauen legte sich auf ihre Züge, als Neela ein paar Schritte zurück wich. Es wirkte fast schon unschlüssig, wie sich ihre Ohren aufstellten und dann wieder zurück schnellten um sich streng am Hinterkopf anzulegen. Neela war unschlüssig. Sollte sie auf dieses spielerische Balken eingehen? Vielleicht war es auch ein Versuch Fjarls Neela zu überlisten. Wobei.. der Rüde hatte mittlerweile bewiesen, dass er freundlich und gut gesinnt war. Also schüttelte Neela ihre Bedenken wie nervige Flöhe von ihrem Pelz und blickte Fjarl mit einem kessen Grinsen entgegen.
Stolz richtete sich die junge Wölfin auf, schwenkte selbstbewusst die lange Rute in die Luft und warf sich mit einem lauten und tiefen Knurren auf den Wolf.
Spielerisch schnappte sie nach Fjarls Nacken und seiner Schnauze. Selbst wenn sie ihn mit ihren scharfen Zähnen erwischt hätte, so wären es keine schmerzhaften Berührungen gewesen, sondern ganz im Gegenteil.. erstaunlich sanfte.
Es war nicht zu übersehen, dass sich Neela auf eine erstaunliche flinke und doch auch graziöse, elegante Art und Weise bewegte und Fjarls Fängen entwich. Und obwohl sich die beiden Wölfe über den Boden wälzten, dann wieder Abstand von einander nahmen um erneut aufeinander zu zu stürmen, wurden die Bewegungen der schönen Wölfin von einer unvergleichbaren Anmut begleitet. Die Fähe war nun wirklich kein Riese, aber sie wusste wie man „kämpfte“ und konnte sich wahrlich gut verteidigen. Wer sie unterschätze, würde in einem echten Kampf schnell den kürzeren ziehen. Während die beiden daher rollten, spielerisch kämpften und sich käbbelten, warf auch Neela immer wieder einen Blick auf die Umgebung.

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Shenna

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Aug 24, 2009 9:39 pm

Shenna hörte die stimmen derbeiden Wölfe nun beinahe nicht mehr, sie drangen nur noch als leichtes Murmeln an ihre Ohren.Ihr blick schien zu verwackeln, verschleierte sich stossweise.Sie biss die Kiefer zusammen, zulange war sie in der Sonne gewesen...und jetzt war sie auch noch ohne wirklcih zu Atmen in der brühneden Hitze gestanden...das war selbst für die kräftige Fähe zuviel, als sie zar`s einlandene Worte hörte das sie in den schatten kommen solle, schüttelte sie matt den kopf, doch als auch eve ihr einverständiss gab,gab sie sich geschlagen. Wackelnd torkelte sie in den schatten, kaum war sie angekommen brach die grosse Fähe auch schon zusammen. Nun lag sie auf der Seite im schatten und atmete so heftig, wies nur ging. Ein stechender Schmerz erfüllte ihren gesammten körper, Shenna kniff die augen zusammen. Nach einigen minuten öffnete sie, sie wieder und starrte leer ind die Luft. Ihr Körper war zu erschöpft um gleich wieder aufstehen zu können und so blieb sie einfahc nur liegen.
`der schatten...ist so angenehm...so kühl...so schön...wie damals...früher...mit ...dark...nein...shenna...es ist vergangenheit...vergiss es...ah...wie gut...diese kühle tut...zar...er...ist beinahe...wie dark...er...er ist sehr sympatisch...und...eigentlich sieht er ...ziemlich gut aus...SHENNA! was denkst du denn für kacke?!...hr sofort auf damit!`
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Eleazar

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Aug 24, 2009 9:55 pm

Eleazar hatte einfach beschlossen die klappe zu halten als Eve wieder anfing loszureden. Innerlich verdrehte er die Augen und lies sich auf die Hinterhand und anschließend auf den Boden nieder. Nun war er nicht mehr so groß und schien normalgroß zu sein. na ja so halbwegs auf alle fälle. Er lauschte den Worten von Eve und musste schmunzeln. Sie hatte echt Talent dazu Wölfe auf unangenehme weise zu einer Erkenntnis zu bringen, welche sie brauchten aber nicht selbst fanden. Sie war eigen aber auf eine andere weise leicht zu erschüttern und zu verblüffen. Sie war die geborene Alpha und würde eine gute Mutter abgeben und wer wusste es ob sie nicht irgendwann mit Shenna Freundschaft schloss und beide unzertrennlich wurden? Jene Gedanken schwelgten ihm durch den Kopf und verblüfften ihn. Er hatte damals nie über solche Kleinigkeiten nachgedacht aber er merkte, dass es nicht mal schwer war seine Vergangenheit zu vergessen. Er war ein Blutrünstiger Wolf gewesen ein Alpha der sein Rudel geführt hatte aber nun war er in einem anderen Zusammenschluss, einem der ihn schlichtweg veränderte. Alles was die weisse zu Shenna sagte stimmte…. Er lachte erneut leise und sah ihr dan entgegen Sie hatte seine Unterwürfigkeit angenommen und so war es beschlossene Sache. Sie bildeten ein Rudel. Auch die Idee mit dem Heulen fand sie gut. Sehr schön dan war das doch erledigt und vielleicht würde bald Evil auftauchen und seine Alphera schützen wie er es tun würde auch wenn er kein Alpha mehr war, hatte er den Stolz trotzdem noch im blick und eine stark strahlende Aura. Er wusste, dass er Wölfe für sich gewinnen konnte und eine Jagd anleiten konnte.
„Nun so lasst uns in der Abenddämmerung zusammen heulen. Vielleicht hören es andere und vielleicht tummelt sich bald ein stolzes Rudel um euch Eve. Mit Evil, auch wenn ich ihn nicht kenne, wird es ein ganzes sein. ich glaube daran auch wenn ich nicht weis was ich davon halten soll nach längerer Einsamkeit, langer Führung mein Leben umzukrempeln und meinen Stolz unterdrückte um mich zu unterwerfen. Ich sage euch Eve es ist eine seltene Sache. Ich habe mich um ehrlich zu sein noch nie unterworfen. Verzeiht also mögliche Fehltritte nun jetzt schon.“
Kaum hatte er geendet taumelte Shenna auch schon in den Schatten und kippte wie ein nasser sack zur Seite. Er sah sie schief an und hob eine Augenbraue.
„Wohl doch nicht geatmet hm?“
Neckte er sie mit kühlem ton aber einer art von Belustigung in der Stimme die in seinen Augen auch kurz aufblitzte. Sie würde sich schnell erholen. und trotz der Erschöpftheit sah die schwarze noch immer wie ein Engel aus. Er schüttelte den kopf, als wolle er eine Fliege vertreiben aber in Wirklichkeit wollte er jene Gedanken loswerden.
Reiß dich zusammen Zar… Kann doch nicht wahr sein. Sie ist schön okay aber das war’s auch schon….
Ein erneuter Blick zu Shenna der wohl etwas zu lange andauerte ehe er den Kopf gen Eve schwenkte. Er hoffte, dass es wie beiläufig aussah und schämte sich irgendwo in Grund und Boden andererseits wusste er nicht warum er sich schämen sollte.
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Eve
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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Mo Aug 24, 2009 11:35 pm

Eve platzierte ihr Haupt auf ihren ausgestreckten Pfoten, sodass sie trotz dieser entspannten Haltung alle beide im Auge behalten konnte. ’Ein ganzes Rudel mit noch viel mehr Wölfen? Wie das wohl so ist? Ich war so lange alleine und mich hat die Anwesenheit von Artgenossen mehr gestört, als das ich es hätte genießen können. Die meisten haben einfach niemals verstanden, dass man mich auch mal in Ruhe lassen sollte, anstatt immer wieder anzukommen, um mir dies und das zu sagen, oder machen zu wollen. Hmpf.’ Die bernsteinfarbenen Augen der Fähe wanderten zu der Gestalt des riesenhaften Rüden, welcher durch seine Pose momentan nicht ganz so gewaltig aussah, wie sonst. „Dieses Gefühl kenne ich, Eleazar.“, erwiderte das Weibchen in einem Tonfall, der zwar nicht verständnisvoll, aber entgegenkommend. Auch Eve hatte sich in ihrem gesamten, bereits vier Sommer zählenden Leben, niemals einem anderen Wolf unterworfen. Ihren Geschwistern nicht und auch nicht gegenüber ihrer Mutter. Und Evil… nun, ihm brauchte sie sich nicht unterwerfen, denn sie waren gleichgestellt. Schwammen auf derselben Ebene und jeder ließ dem anderen die Freiheit und Bestimmungsgewalt, die er brauchte.
Eve hatte gewusst, wann sie auf die Worte und Forderungen des Rüden eingehen musste, ebenso wie er es verstanden hatte nachzugeben, wenn die Wölfin im Recht war, oder gar mehr Wissen besaß. Einen Atemzug lang begann sich das Weibchen zu fragen, ob sie als Alphawölfin eines Rudels nicht vielleicht des Öfteren ungerecht handeln würde, denn es war genauso wie sie gesagt hatte: sie war nicht sozial, nett und gewiss kein schmusiger Wolf. ’Ach, was mache ich mir hier für unsinnige Gedanken, ein Wolf wie Eleazar wird sich mir gewiss nicht unterordnen, wenn ich mich derart aufführen sollte.’ „Ich kann zwar nicht versprechen, dass ich über eventuelle Fehltritte hinwegsehen werde, aber wir werden ja sehen.“ Nun, ignorieren würde sie Fehlverhalten gewiss nicht, vermutlich sähe sich Eve in einem solchen Fall genötigt den Schwarzen zurechtzuweisen, bis er sich wieder so verhielt, wie die Fähe es für angemessen erachtete.
Als die dunkle Fähe sich endlich auch in den Schatten bewegte und gleich darauf zusammenbrach, hob Eve ihren Kopf kurz von ihren Pfoten an, um skeptisch das heftige Heben und Senken von Shennas Brustkorb zu betrachten. Ein leichtes Augenrollen konnte sich das Weibchen nicht verkneifen, denn die trächtige Wölfin konnte nicht verstehen, wie sich jemand dermaßen gehen lassen konnte. ’So lange in der Sonne stehen und nicht atmen! Man, man, man.’ Nachdem sich die Weiße vergewissert hatte, dass die Artgenossin nicht unbedingt an einem Hitzschlag sterben würde, sank ihr Kopf wieder auf die Pfoten herab, während ihre Augen sich auf den Horizont richteten, an welchem sich die Sonne mühsam auf den Weg zum Untergang machte. Es würde noch dauern, aber die Abenddämmerung war nicht mehr allzu lang entfernt.

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Tyron

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Di Aug 25, 2009 12:40 am


Gleichmäßig trommelten die großen Pfoten des Rüden auf dem trockenen Boden, der Wolf war in einen angenehmen Trab gefallen, den er ohne weitere Schwierigkeiten stundenlang aushalten würde, ganz besonders, da die Sonne allmählich schwächer wurde, um in wenigen Minuten den Himmel dem Mond zu überlassen, welcher bereits schwach am Horizont zu erahnen war. Plötzlich und gänzlich unerwartet befahl der Rüde seinem Körper zu stoppen, denn eine eindeutige Geruchsspur war in seine empfindliche Nase gedungen: Blut. Viel Blut. Gleichzeitig drang das kompromisslose Krächzen von sich streitenden Raben an sein Gehör. Kurz warf Tyron einen Blick gen Himmel und tatsächlich wurde der Wolf mit dem Anblick von kreisenden Vögeln belohnt.
Schnuppernd zuckte die schwarze Nase des mexikanischen Wolfes, der sich jetzt, deutlich langsamer und geduckt in die Richtung bewegte, aus welcher die Witterung gekommen war. Lautlos näherte sich das hochbeinige Geschöpf dem Schauplatz der Bluttaten. Vor den braungrünen Augen des hungrigen Rüden offenbarte sich ein übel zugerichteter Hirschkadaver, der bereits von allerlei Getier angenagt worden war. Tyron konnte beobachten, wie sich zwei Raben um die gebrochenen Seelenspiegel des Geweihträgers stritten und schließlich ein dritter einfach dazu hüpfte und sie sich tolldreist strahl. Der Wolf verfolgte das Schauspiel mehrere Sekunden lang, ehe er wild knurrend und mit einem Gemisch aus Heul- und Belllauten aus seiner spärlichen Deckung sprang und die geflügelte Armee von dem Kadaver verjagte. Solchermaßen zufriedengestellt kehrte das Männchen zurück zu dem Aas, um vorsichtshalber daran zu schnuppern. ’Riecht noch genießbar. Ich frage mich woran er gestorben ist, vielleicht war er krank? Obwohl, halt! Da! Ich glaube er ist gestolpert und brach sich sein Bein. Armes Geschöpf, aber ich bin dankbar, dass ich meinen Hunger an ihm stillen kann.’ Bei dem Rüden handelte es sich zwar um einen gewieften Jäger, allerdings hatte es ein Einzelgänger stets deutlich schwieriger große Beute zu erlegen, als mehrere Wölfe, die gemeinsam im Rudelverband jagten. In den letzten Tagen, nein Wochen, hatte sich der gemischte Wolf von allerlei Kleintieren ernähren müssen, von Vögeln, über Mäuse bis hin zu Kaninchen, die allerdings viel zu oft in ihren Bau flüchten konnten, wenn kein zweiter Wolf da war, der den Fluchtweg abschneiden konnte.
Das Haupt des Wolfes sank herab, während sich die Augen unruhig bewegten, um das Zurückkehren der Gefiederten nicht zu übersehen. Schließlich riss der Wolf seinen Fang auf und verbiss sich in dem Bauch des verendeten Hirsches, um so an die inneren, wohlschmeckenden Organe zu gelangen. Bald schon quollen die rötlich, violetten Gedärme aus dem geöffneten Leib des Tieres, sodass sich Tyron schnell den Magen vollschlagen konnte. Es war mehr als genug übrig, ein Glück, dass bisher nur die Raben und offenbar ein Fuchs diese Beute erspäht hatten und sich noch kein anderes, größeres Raubtier darauf gestürzt hatte. Tyron würde das Aas verteidigen, denn es war wahrlich noch genießbar und es würde sein Leben sichern – jedenfalls für ein paar weitere Tage. Der Rüde empfand es als äußerst einsam, ohne ein Rudel durch das Land zu streifen, doch es hatte für ihn keine Alternative gegeben. Er hatte gehen müssen. ’Nein, falsch. Ich musste fliehen. Wie ein Feigling mit eingekniffenem Schwanz! Es ist so ungerecht und ich verstehe nicht wieso Dyani so gehandelt hat. Wieso ist sie zu ihm gegangen? Wieso?!’ Ein wütendes Knurren drang aus seiner Kehle, während er seine Pranken auf die Flanke des Hirsches legte, um das Fleisch zu fixieren, damit er einen größeren Brocken herausreißen und herunter schlingen konnte.
’Dyani. Warum?'
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Dyani

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Di Aug 25, 2009 1:41 am

Unersättlich rannte die junge Wölfin über die ausgedörrte, kahle Ebene. Obwohl sie eine mexikanische Wölfin und somit die pralle Hitze gewohnt war, erschwerte die Wärme ihren Lauf sehr stark. Weit hatte sie das Maul geöffnet und ihre lange Zunge hing hechelnd heraus. Sie stoppte abrupt ab, senkte die feine Nase gen Boden und schnupperte einen Moment lang, ehe sie wieder ein paar Schritte, diesmal jedoch deutlich langsamer, wieder zurück tapste. „Ohnein..“ japste Dyani erschöpft. „Nicht schon wieder..“ hechelte sie und blickte sich voller Verzweiflung um. Es war nicht zu übersehen, wie ausgelaugt die junge Fähe war. Wie schon einige Male zuvor, hatte Dyani die Fährte Tyrons verloren und die Angst ihn nicht einholen zu können wuchs erneut heran und legte sich wie ein schwerer Stein in ihren Magen. „Das darf nicht sein.. bitte nicht“ wisperte die verzweifelte Wölfin als ihre trockene, dreckige Nase über den Boden hinweg fegte und doch immer nur den selben staubigen Geruch aufnahm.
Sie hatte Hunger. Gewaltigen Hunger der sie schon einmal fast an den Wahnsinn getrieben hatte. Ihr Bauch war schon solange leer, das es sie selbst wunderte, dass sie noch auf ihren Pfoten stehen konnte. Was war eigentlich ihre letzte Nahrung gewesen? Ohne ein Rudel mit dem sie zusammen jagen konnte, war die mexikanische Wölfin so gut wie aufgeschmissen. Hier und da hatte sie mal ein kleines Mäuschen zwischen die Kiefer bekommen, aber auch das nur auf gut Glück. Dyani seufzte schwer auf, setzte sich auf ihre Hinterläufe, schloss die müden Augen und atmete ein paar mal tief ein. Es schien fast so, als würde sie sich allein auf die staubige, trockene Luft konzentrieren. Wild wackelte ihre schwarze Nase als sie die Luft einsog und plötzlich sprintete sie wie von der Tarantel gestochen los. Sie hatte es geschafft Tyrons Geruch heraus zuschnuppern, und machte sich nun wieder daran ihn eiligst einzuholen. Die Zeit verging, die Sonne neigte sich dem Ende zu und Dyani hetzte noch immer über den harten Boden hinweg. Sie fühlte sich getrieben, als wäre jemand hinter ihr der sie mit einer peitsche Jagen würde. Ihr Gewissen trug sie immer weiter voran, gequält sah sie aus und immer wieder sah sie Tyrons schmerzerfüllten Blick vor sich.
Der Geruch Tyrons verstärkte sich und nach einiger Zeit, nahm sie einen zweiten, blutigen Geruch war. Sein Geruch wurde so deutlich, so intensiv das sie sich mittlerweile sicher sein konnte, dass der Rüde nicht mehr weit entfernt war. Also hatte sie ihr Ziel so gut wie erreicht, endlich konnte sie erklären was sie zu ihrem Handeln verleitet hatte.. was ihr Grund gewesen war. Sie verlangsamte ihr Hetzen in ein eiliges Laufen und gerade als sie einen verschwommenen Schemen wahrnahm, bohrte sich ein kleiner, fieser Stein in ihre Pfote.
Sie stieß einen helles, schmerzerfülltes Heulen aus, kam ins Taumeln und verlor nach einigen, holperigen Schritten das Gleichgewicht. Dyani landete im Staub, welcher sogleich aufgewirbelt wurde, um sich dann nach ein paar Augenblicken auf ihrem eh schon verdreckten Fell niederzulassen. Vom langen Weg, der Hitze und dem anstrengenden Lauf gezeichnet, erhob sich die müde Wölfin langsam wieder auf die wackeligen Pfoten, um dem Geruch und dem Schemen weiter zu folgen. Es war offensichtlich, dass diese Wölfin nicht als Einzelgängerin geboren wurde.. und auf sich allein gestellt nicht wirklich lange durchhalten konnte.
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Tyron

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Di Aug 25, 2009 2:08 am

Der Wolf tat sich weiterhin an seinem Mahl gütlich, selbst wenn er nun deutlich gemäßigter fraß, als zuvor, da sich sein Magen allmählich gefällt hatte und er es schließlich nicht übertreiben wollte – zuviel auf einmal, war schließlich auch nicht gut und erhöhte die Gefahr einer tödlichen Magendrehung. Ein solches Drama hatte der 5-Jährige schon einmal bei einer etwas älteren Fähe mit ansehen müssen, sie war jämmerlich daran verreckt und so wollte Tyron wahrlich nicht enden. Aus dem Augenwinkel konnte der Rüde beobachten wie sich eine vorwitzige Krähe mit bedächtigen Hüpfern immer näher an den aufgerissenen Leib des Hirsches heranwagte, da jetzt, wo das weiche Innere hervorquoll wieder etwas zu Fressen für sie da war, an das sie zuvor mit ihrem Schnabel nicht hatte gelingen können. Tyron fixierte das grauschwarze Geschöpf mit seinen interessanten Augen, die vom Grundton her braun waren, jedoch immer wieder von kleinen grünen Sprenkeln unterbrochen wurden und dem Rüden so eine wirklich faszinierendes Augenpaar schenkten.
Durch sein gieriges Fressen war die Schnauze des Wolfes vollkommen in Blut getränkt und er gab wahrlich keinen hübschen Anblick, wie er dort mit gebleckten Zähnen an dem Fleisch riss. Tyron wich einen Schritt von dem Aas zurück und fuhr sich mit der Zunge über eben jene Schnauze, um das Blut davon zu tilgen. Er war satt. Und schließlich waren es die Vögel, die ihm bereits in der Ferne verraten hatten, dass er hier seinen Hunger würde stillen können. „Na los, Schwarzer“, murmelte der Rüde mit seiner rauen, aber durchaus angenehmen Stimme. Also hatten auch jene gefiederten Freunde verdient etwas von dem Fleisch abzubekommen, sei es auch nur wenig. Der Wolf war sich des misstrauischen Blickes aus den schwarzen Knopfaugen bewusst, sodass der Jäger gar einen weiteren Schritt zurück tat und wie beiläufig zur Seite blickte – diesen Augenblick nutzte der Vogel, um mit einem Satz bei dem Leib des Hirsches zu halten und gierig darauf einzuhacken, um möglichst schnell, möglich viel des Fleisches zu fressen. „So ist’s gut…“ Ein leichtes Lächeln zeichnete sich auf dem Antlitz des Wolfes ab, welcher aufgrund seiner Einsamkeit bereits begonnen hatte mit anderen Tieren, so beispielsweise dieser Krähe, zu sprechen. Mit wem sollte ein Einzelgänger, ein Verstoßener auch sonst reden? Dyani hatte ihn schließlich verraten und im Rudel war er nicht länger willkommen gewesen, ja, es wäre wohl sein Tod gewesen, hätte er ausgeharrt. ’Vielleicht hätte ich ihn nicht herausfordern sollen, vielleicht wäre eine direkte Flucht, gemeinsam mit meinen Schwestern und Dyani sinnvoller gewesen? Aber dann wäre er uns sicherlich gefolgt und… nein, das hätte ich nicht verantworten können. Ich bin kein Wolf, der Führungsqualitäten besitzt, oder gar andere aufrühren kann.’ Ein Seufzen stahl sich aus der Kehle des Vierbeiners, welcher nun wieder einen Blick auf den schwarzen Vogel wagte, zu welchem sich nun wieder vier andere gesellt hatten, als sie bemerkten, dass das Raubtier sie nicht angriff.
Plötzlich drang ein Laut an die Ohren des Wolfes. Schlagartig versteifte sich seine gesamte Haltung und rasch wandte sich der Kopf des Tieres in die angegebene Richtung. Die Ohren Tyrons hatten sich sofort gespitzt und sogleich nahm er die Schmerzen und die Pein wahr, die sich in diesem einzigen Heulen vereinten. ’Ich kenne diese Stimme.’ Die Augen des Rüden konnten eine ferne Gestalt entdecken, die sich offensichtlich auf seinen Standtort zu bewegte. ’Diese Stimme… dieser Klang… das ist…’
„Dyani!“ Ein Ausruf. Der Atem des Wolfes hatte für einen Augenblick gestockt, gleichermaßen wie sein Herz einen Satz gemacht hatte. ’Was? Wieso ist sie hier? Was macht sie hier? Hat sie sich verletzt?’ Sorgen erwachten in dem Kopf Tyrons, welcher trotz der Enttäuschung, ja trotz dieser Erniedrigung sogleich um die Fähe fürchtete, die er mochte. ’Mochte?! Pah! Das ist mehr als nur mögen, aber sie hat mich verraten!’ Verzweifelte Wut wallte in dem Rüden auf; sein Herz wünschte, dass er zu ihr laufen, ja rennen würde, doch seine Kränkung bezwang seine Beine. Tyron bewegte sich nicht einen Zentimeter. Nicht in ihre Richtung, aber er ging auch nicht fort.
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Dyani

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BeitragThema: Re: Ein Rudel entsteht...   Di Aug 25, 2009 3:01 am

Dyani schleppte ihren trägen Körper noch einige Schritte voran, ehe sie wieder zum stehen kam und mit einem schmerzerfüllten Blick über die Innenseite ihrer rechten Pfote schleckte. Der spitze Stein stecke noch immer im weichen Teil ihrer Pfote fest und sorgte dafür, dass die Wunde zu bluten begann. Mit zusammengebissenen Zähnen setzte sie ihren Weg fort. Es schien ihr gleichgültig zu sein, das sich der Stein immer weiter in die Pfote drängte, denn ihre Gedanken galten nur Tyron.
Endlich hatte sie ihn erreicht, der lange Weg hatte sich gelohnt. Als sie ihre Reise begonnen hatte, hätte sie nie wirklich geglaubt ihn wirklich ausfindig machen zu können. Vielleicht unterschätze sich die Wölfin? Möglicherweise steckte eine viel stärkere Person in ihr, als sie es je selbst geglaubt hätte.
Tyron war noch einige Meter entfernt und unersättlich humpelte Dyani ihm entgegen. Auch sie hatte die Raben wahrgenommen, war aber zu weit entfernt mit den eigenen Gedanken um sich zu fragen, wieso Tyron die Raben an dem Kadaver duldete. Und dann plötzlich blieb sie wie angewurzelt stehen. Tagelang hatte sie sich Wörter, Sätze..und unterschiedliche Entschuldigungen zurecht gelegt.
Immer wieder hatte sie genau diese Situation in ihrem Kopf durchgemacht. Doch mit einem Mal war alles weg. Was sollte sie sagen? Würde er ihr glauben? Würde dieser Wolf, der sie mit seinem Leben verteidigt hatte und welchem sie dann im aller wichtigsten Moment den Rücken gekehrt und ihn so im Stich gelassen hatte, all das Erlebte mit einer simplen Entschuldigung ihrerseits hinnehmen können? Könnte er ihr wirklich verzeihen? Verzweifelt blickte sie drein, so unsicher und jämmerlich.
Sie wollte ihn nur beschützen, dass war ihr einziger Beweggrund gewesen. Sie wollte ihm niemals diesen unglaublichen Schmerz zufügen, sondern ihm einzig und alleine vor dem Tod bewahren. „Tyron..“ winselte sie leise. Ihre Pfoten trugen sie noch immer nicht weiter vorwärts. Sie wirkte wie versteinert. Dyani blickte ihn an, legte unsicher und unterwürfig die Ohren an. Sie öffnet das Maul, wollte etwas sagen und brachte doch nur ein trauriges Schweigen hervor. Zögerlich suchte sie den Blickkontakt zu ihm, um dann doch wieder nur scheu den Blick zu Boden zu richten. „Es tut mir so leid..“ flüsterte sie leise, fast kaum hörbar.
Vor ihren Augen spielte sich diese grausame Szene von neuem ab. Sie sah Ciaran vor sich, diese blutrünstige Bestie, die erst ihren Vater und dann ihre Mutter tötete. Er hatte genug Blut vergießen lassen. Und als dieses Monstrum sich Tyron zuwandte, als dieser ihn herausforderte.. hätte sie da tatenlos zugucken sollen? Tyron war immerhin wie ein Bruder gewesen, ein Freund.. ein wahrlich wichtiger Freund, der sie aus manch verzwickter Lage befreit hatte. Ihr Handeln war in ihren Augen also die einzige Möglichkeit gewesen, Tyron vor dem Tode zu bewahren.
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